Automatisches Mounten

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Automatisches Mounten: Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine darunter war Supermount. Es ist jedoch veraltet und wird von Submount und Ivman abgelöst, da es öfters Probleme bereitet und das Patchen des Kernels aufwendig ist.

Zum automatischen Mounten von Verzeichnissen und NFS Shares empfiehlt sich Autofs. Für Wechseldatenträger und USB Mass Storage Geräten empfiehlt sich z.b. Submount (Achtung, seit seit Januar 2007 nicht mehr im portage-tree (s. u.)). Wer eine Userspace-Lösung bevorzugt, ist mit Ivman gut bedient. Der Gnome-Volume-Manger ist für Gnomeuser sehr interessant.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ivman

Ivman ist ein Tool zum automatischen Mounten von Wechseldatenträgern. Es läuft im Gegensatz zu Submount nicht im Kernel und erfordert so keine Bearbeitung von diesem. Man braucht aber unbedingt UDEV, wie man dieses einrichtet, steht im UDEV-Howto. Wenn man kein udev möchte, gibts, um USB-Devices automatisch mounten zu lassen, folgenden Thread oder Submount.

[Bearbeiten] Benötigte Tools

Man braucht ivman, hal und dbus:

emerge -va ivman

Dabei wird dbus und hal als Abhängigkeit von ivman mit emerged.

[Bearbeiten] Dienste starten

/etc/init.d/ivman start

Dabei wird automatisch auch dbus und hald gestartet. So kannst du alle Dienste dem Runlevel hinzufügen:

rc-update add dbus default
rc-update add hald default
rc-update add ivman default

[Bearbeiten] /etc/fstab

Eine Anpassung der fstab ist bei ivman nicht nötig, neue Einträge werden beim einstecken von neuen Usbsticks automatisch erzeugt, so dass der user Zugriff hat.

Jetzt könnt ihr es mit einer CD oder einem Usbstick mal ausprobieren. Laufwerke die in der fstab stehen werden auch so eingehängt wie es in der fstab steht. Unbekannte Medien werden in /media/[Laufwerksname] eingehängt.


[Bearbeiten] Gruppeneinstellungen

Um pmount zum mounten von devices ausführen zu können, muss der User der mounten möchte der Gruppe "plugdev" angehören. Mein User heißt "john", deshalb habe ich ihn mit diesem Befehl hinzugefügt.

gpasswd -a john plugdev
su john
newgrp plugdev


Um gemountete devices auch wieder sauber entfernen zu können (ohne su, sudo oä) empfiehlt es sich zB unter KDE einen Link zu ivman im Autostart-Ordner anzulegen (ln -s $(which ivman) ~/.kde/Autostart/ivman). Dieser Tipp stammt aus http://gentoo-wiki.com/HOWTO_ivman#Starting_Ivman_as_a_regular_user. Dort befinden sich auch Infos zu anderen WMs.

[Bearbeiten] Submount

Submount dient dem automatischen mounten und unmounten von Wechseldatenträgern z.B. CDROMs, USB-Sticks, ...

[Bearbeiten] Benötigte Tools

Man benötigt submount, erhältlich wie folgt:

echo "sys-fs/submount ~x86" >> /etc/portage/package.keywords
emerge submount

Dabei werden die Userspace Tools sowie das Kernel Modul installiert.

Zum Schluss ein:

modprobe subfs
Vorsicht: Submount erhielt am 12 Dezember 2006 den Status "masked" und ist seit 2. Januar 2007 nicht mehr in Portage verfügbar. Submount funktioniert nicht mit dem neuesten Kernel und wird nicht länger unterstützt.

[Bearbeiten] /etc/fstab anpassen

nano -w /etc/fstab

sieht im Auszug bei mir so aus:

/dev/cdrom              /mnt/cdrom              auto    noauto,ro,user,noatime          0 0
/dev/usbstick           /mnt/usbstick           auto    noauto,rw,user,noatime,sync     0 0

Danach sollte es so aussehen:

/dev/cdrom              /mnt/cdrom              subfs    fs=cdfss,ro,noatime         0 0
/dev/usbstick           /mnt/usbstick           subfs    fs=auto,rw,noatime,sync     0 0

Wie ersichtlich, kann man bei den Optionen noauto und user entfernen, das sync-Flag zu setzen ist hingegen sehr umstritten. Zwar wird so verhindert, dass vom Kernel zwischengespeicherte (gepufferte) Daten beim abrupten Entfernen des Wechseldatenträgers verloren gehen, jedoch besteht im Kombination mit Flash-Speichermedien, die das FAT-Dateisystem nutzen, die reelle Gefahr, das Gerät dauerhaft zu schädigen. Dies kann eine Folge von ständigem, wiederholten Schreibzugriff auf die FAT-Zuordnungstabelle sein, die von der sync-Option ausgelöst wurden. Beachte bitte hierzu die Diskussion zu diesem Artikel. Als Option fs= gibt es vier Möglichkeiten, auto, cdfss und floppyfss und udf. Weiteres steht im Link.

Nachdem man die Änderungen in der Datei /etc/fstab vorgenommen hat, sollte man die neuen Einträge noch mounten. Eine CD oder ein USB-Stick müssen dazu nicht eingelegt bzw. eingesteckt sein.

mount -a

[Bearbeiten] Links

Die Homepage von Submount.

[Bearbeiten] Bugs

Die Version submount-0.9-r1 erwartet hart codiert den submountd in /sbin/, während das Binary in /usr/sbin/submountd liegt. Hier hilft das Anlegen eines Links:

 ln -s /usr/sbin/submountd /sbin/submountd


Dieser Hinweis findet sich in der Bug-Database. [Martin Williges]
Inzwischen sollte das Problem behoben sein mit submount-0.9-r2. [Stefan Schweizer]

[Bearbeiten] Gnome-Volume-Manager

Bitte unter GNOME Datenträgerverwaltung weiterlesen.

[Bearbeiten] Autofs

Autofs ist sehr gut geeignet zum automatischen Einbinden von NFS Verzeichnissen und lokalen Verzeichnissen. Das automatische Einbinden von CDs und USB-Sticks funktioniert hervorragend. Dank Autofs kann man Mointpoints auch nach einem beliebigen Zeitraum ohne Benutzung aushängen lassen. Für USB-Sticks empfiehlt sich dafür das mounten mit der sync-Option, um das Aushängen zu beschleunigen.

[Bearbeiten] Kernel konfigurieren

Um Automount nutzen zu können, ist folgendes notwendig:

File systems  --->
 < > Kernel automounter support
 <*> Kernel automounter version 4 support (also supports v3)

Sollte man den automounter als Modul kompilieren, so ist es notwendig, ein Modulalias zu konfigurieren.

 <M> Kernel automounter version 4 support (also supports v3)

[Bearbeiten] /etc/modules.d/aliases bearbeiten

nano -w /etc/modules.d/aliases

Und folgendes eintragen:

alias autofs autofs4

Und nun:

reboot

[Bearbeiten] Benötigte Tools

Man braucht Autofs:

emerge -av autofs

[Bearbeiten] Konfiguration von Autofs

[Bearbeiten] auto.master konfigurieren

Man werfe einen Blick in /etc/autofs/ mit

ls /etc/autofs

auto.master  auto.misc

Wenn man sich den Inhalt der Datei auto.master anschaut erhält man folgendes:

cat /etc/autofs/auto.master

# $Id: auto.master,v 1.1 2000/08/08 17:53:33 achim Exp $
# Sample auto.master file
# Format of this file:
# mountpoint map options
# For details of the format look at autofs(8).
/misc   /etc/autofs/auto.misc
#/home  /etc/autofs/auto.home

Beim Ausführen des initscriptes legt es durch die Konfiguration dieser Datei das Verzeichnis /misc an und legt fest dass für dieses Verzeichnis beim Einlegen von Wechselmedien auto.misc zuständig ist.

[Bearbeiten] auto.misc konfigurieren

nano -w /etc/autofs/auto.misc

Man drückt [Strg]+R und gibt /etc/fstab ein und drückt [Enter]. Dann löscht man erstmal die Mountpoints von fstab, die man nicht benötigt. Hier ein Beispiel:

# $Id: auto.misc,v 1.2 2002/10/27 05:21:15 bcowan Exp $
# This is an automounter map and it has the following format
# key [ -mount-options-separated-by-comma ] location
# Details may be found in the autofs(5) manpage
#boot           -fstype=ext2            :/dev/hda1
#cd             -fstype=iso9660,ro      :/dev/cdrom
#floppy         -fstype=auto            :/dev/fd0
192.168.0.1:/home/mrjack/pub    /server                 nfs             rw,intr,suid,noauto             0 0
192.168.0.1:/usr/portage        /usr/portage            nfs             rw,intr,suid                    0 0
192.168.0.1:/srv/www/htdocs     /htdocs                 nfs             rw,intr,suid,noauto             0 0
192.168.0.1:/usr/local/overlays /usr/local/overlays     nfs             rw,intr,suid                    0 0
#Samba Freigaben
//192.168.6.55/Video /mnt/video smbfs users,uid=peter,gid=video,rw,credentials=/root/smb.login          0 0

Nun passt man den Syntax an das Vorbild der auskommentierten Zeilen an. Ein "man autofs" gibt weitere Auskünfte. Das Resultat in diesem Beispiel (Ausgabe gekürzt):

server     -fstype=nfs,rw,intr,suid   192.168.0.1:/home/mrjack/pub
portage    -fstype=nfs,rw,intr,suid   192.168.0.1:/usr/portage
htdocs     -fstype=nfs,rw,intr,suid   192.168.0.1:/srv/www/htdocs
overlays   -fstype=nfs,rw,intr,suid   192.168.0.1:/usr/local/overlays
#Samba Freigaben
video    -fstype=smbfs,users,uid=p2p,gid=wg,rw,credentials=/root/smb.login   ://192.168.6.55/Video

Dabei sieht die Passwort-Datei für das Samba-Verzeichnis: /root/smb.login folgendermaßen aus:

username=mySambaName
password=meinGeheimesPasswort

[Bearbeiten] /etc/fstab anpassen

Die NFS-Einträge in der fstab sind nun unnötig, diese kann man löschen. Wenn man das nicht macht, so sollte man sicher stellen, dass bei jedenm nfs-eintrag ein noauto in den Optionen steht.

[Bearbeiten] Verzeichnisse anpassen

Die Verzeichnise, die man zum einhängen der NFS-Shares verwendet hat, muss man entfernen. Wichtig: evtl. eingehängte Verzeichnisse unmounten, ansonsten kann es zu Datenverlust führen.

umount /server /usr/portage /htdocs /usr/local/overlays

Dann die Verzeichnisse entfernen:

rmdir /server/
rmdir /usr/portage/
rmdir /usr/local/overlays/
rmdir /htdocs/

Und diese durch Symlinks ersetzen

ln -s /misc/server /server
ln -s /misc/portage /usr/portage
ln -s /misc/overlays /usr/local/overlays
ln -s /misc/htdocs /htdocs

[Bearbeiten] Abschluss

Man starte noch das initscript und fügt es ins runlevel ein:

/etc/init.d/autofs start
rc-update -a autofs default

Das Mounten der NFS-Shares erfolgt beim Betreten der Verzeichnisse. Beim Verlassen wird nach einiger Zeit ausgehängt. Man sollte den NFS-Server so konfigurieren, dass Schreibzugriffe sofort erfolgen:

nano -w /etc/exports

Und zu jedem Share ein sync zu den Optionen hinzufügen, z.b.

/home/mrjack/pub        192.168.0./24(rw,sync)

[Bearbeiten] Links

Um NFS einzurichten: NFS Howto


--Misterjack

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