Compaq HP 6715b
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[Bearbeiten] HP 6715b ( HP Kode GB836EA ) Gentoo Linux
Spezifikation
| CPU | AMD Turion(tm) 64 X2 TL-58 (1.9 GHz, 2x512 KiB L2 cache) |
| Chipset | AMD M690T SB600 |
| RAM | 1024 MiB DDR2-667 (SODIMM) |
| Battery | 6 Cell LiIon |
| HDD | 5400 rpm 120 GB (SATA, 100MB/s) |
| Display | 15,4" TFT WXGA 1280x1024 |
| Video controller | Integrated ATI MOBILTY Radeon X1250 mit bis zu 512 MiB gemeinsam benutzen Systemspeicher |
| Net.wired | Integrated Broadcom NetXtreme Gigabit PCI Express Ethernet Controller (10/100/1000 NIC) |
| Net.wifi | Broadcom 802.11 WLAN (BCM4312) |
| Bluetooth | Broadcom |
| PCMCIA | Texas Instruments PCIxx21/x512 |
| Keyboard | 101/102 key compatible with "One-Touch Productivity Buttons" |
| Pointer | Synaptics Touchpad with scroll zone |
| 6-in-1 Media Reader | Ricoh Co Ltd RL5c476 II |
| DVD+/-RW | HL-DT-ST GWA-4082 DVD+/-RW with Double Layer Technology (EIDE, Multiword DMA mode 2) |
| Audio | High Definition Audio (irgendwas von Intel) |
| Modem | ? |
| Fingeprint Scanner | Authentec AES2501 USB_Id 0x08ff/0x2580 [1] |
| Firewire | Ricoh Co Ltd R5C832 IEEE 1394 Controller |
[Bearbeiten] Allgemeines
ACHTUNG: NICHT DAS BIOS F.0B, WELCHES AUF DER HP SEITE ANGEBOTEN WIRD, EINSPIELEN. NACH DEM EINSPIELEN UND NEUSTARTEN, LÄUFT EUER RECHNER FÜR 5 SEKUNDEN, SCHALTET SICH WIEDER AB, UM SICH AUTOMATISCH WIEDER VON SELBST ZU STARTEN UND DAS SPIEL BEGINNT VON VORN.
WENN EUCH DAS PASSIERT IST, GIBT ES NUR NOCH ZWEI MÖGLICHKEITEN:
1. IHR WENDET EUCH AN HP, DIE EUREN RECHNER ABHOLEN UND REPARIEREN WERDEN
2. IHR BEHEBT DAS PROBLEM SELBER, IN DEM IHR EUCH EIN USB FLOPPY LAUFWERK UND EINE 3,5" DISKETTE BESORGT:
AUF DIE FLOPPY DISK SPIELT IHR EUCH ÜBER EINEN WINDOWS RECHNER DAS ALTE BIOS F.07 AUF, DANN DISKETTE INS USB LAUFWERK, AN LAPTOP ANSCHLIESSEN, WINDOWS TASTE + b DRÜCKEN UND GEDRÜCKT HALTEN, RECHNER ANSCHALTEN, WENN DAS LAUFWERK ANFÄNGT ZU ARBEITEN WIN+B LOSLASSEN UND BETEN. DANACH DEN RECHNER SO LANGE NICHT ANRÜHREN, BIS ER SICH SELBER RUNTERFÄHRT, DANACH LAUFWERK WIEDER VOM LAPTOP TRENNEN. JETZT SOLLTE DER RECHNER WIEDER LAUFEN.
UPDATE 04.04.2008
HP HAT DAS FEHLERHAFTE BIOS F.0B VON DER WEBSEITE GENOMMEN UND DURCH DAS ALTE F.07 ERSETZT.
UPDATE 18.07.2008
HP HAT WIEDER DAS BIOS F.0B AUF DIE WEBSEITE GESTELLT, NUR DAS DIE UPDATE-PROZEDUR BEIM VERSUCH DES BIOS FLASH ABBRICHT. WENN MAN MIT DER FEHLERMELDUNG IM NETZ SUCHT ERFÄHRT MAN, DASS ES SICH BEI DIESEM UPDATE UM EIN SICHERHEITSUPDATE HANDELT, WAS DEN BOOTBLOCK VOR UNBERRECHTIGTEN SCHREIBZUGRIFFEN (VIREN) SCHÜTZT. DAS 6715B IST DAVON NICHT BETROFFEN, DA ES ANDERE HARDWARE HAT, DIE SCHREIBZUGRIFFE AUF DEN MBR VON SICH AUS SCHÜTZT.
HP HAT WIRKLICH TOLLES VERSIONSMANAGEMENT...
[Bearbeiten] Zu dieser Anleitung
Diese Anleitung beschreibt die Einrichtung von Gentoo Linux unter dem HP 6715b. Es werden hier grundlegende Sachen wie Kernelkonfigurtion oder Einrichtung des Grafiktreibers beschrieben. Nicht erläutert werden spezielle Dinge wie Installation von Gentoo an sich oder das Einrichten einer Desktopumgebung. Dazu die entsprechenden Wikis konsulteren.
[Bearbeiten] Zu diesem Laptop
Der 6715b stellt die Weiterentwicklung der nx6125/nx6325 Baureihe da, welche günstige aber qualitativ hochwertige Businessnotebooks mit AMD/ATI Technik umfaßt. Gesegnet sind diese Rechner mit solchen Extras wie Firewire und Anschluß für Dockingstations, welche man meistens in Laptops jenseits der 1000 € findet. Bis ca. November 2007 hatte HP noch 6715b mit Semprons im Angebot. Diese sind leider aus dem Angebot verschwunden.
Am 6715b hat HP im Vergleich zu den Vorgängermodellen (fast) alles richtig gemacht: das Gehäuse ist noch stabiler (leider etwas klobiger), das Display ist noch besser (gibt es mit WXGA und WSXGA+(sehr teuer)) und der wirklich gute Sound ist jetzt für ein Laptop brilliant. Besonders erwähnenswert ist das 90W Netzteil, welches den Akku schneller lädt. Die Lüfterprobleme der Vorgängerbaureihe (Lüfter läuft entweder ständig oder schaltet sich gar nicht ein) sind komplett behoben. Dafür schaltet sich der Lüfter schon bei 45°C CPU Temperatur ein (Grund für dieses konservative Kühlungsprofil sind anscheindend Probleme bei der nx6x25 Baureihe: dort sind einige Mainboard auf Grund thermischer Probleme abgeraucht (mein nx6125 inklusive)). Ein Vorteil hat dieses progressiver Kühlprofile noch: die Umgebungstemperatur darf während des Betriebs 40°C betragen (beim nx6x25 waren es maximal 35°C)
Negativ ist die gesunkene Laufzeit (nur noch knapp über 3 h - zum Vergleich nx6125: 4h) und der dämlich Touch-Schieberegler für den Sound rechts über der Tastatur (ist aber nicht so schlimm).
Früher war die Welt bei HP noch in Ordnung: Compaq waren die Business und Pavillion die Consumernotebooks (von der Pavillionreihe ist abzuraten). Doch jetzt hat HP alles ein wenig vermischt und undurchsichtiger gemacht. So gibt es ein 6715s, welches dem 6715b gleicht, jedoch ein Gehäuse von etwas niedrigerer Verarbeitungsqualität und ohne Dockingstationanschluß und Firewire ist. Weiterhin sind bei den 1GB Ram Modellen beim 6715s meist beide Ram Slots mit zwei 512er Riegel belegt, beim 6715b ist ein 1GB Riegel drin und der zweite Slot noch frei. D.h. eine spätere Hauptspeichererweiterung ist beim 6715b günstiger. Und ein weiterer wichtiger Vorteil hat die Business Baureihe: der Support seitens HP ist viel besser im Fall eines Defekts (man muß heute davon ausgehen, daß das Laptop kaputt geht, leider). Verschweigen darf man natürlich nicht, daß das 6715b um einiges teurer in der Anschaffung ist. Diese Anleitung sollte jedoch für das HP 6715s genauso gelten.
Ein weiteres störendes Manko ist das mitgelieferte Betriebssystem: es ist Windows Vista oder Windows XP Professional (das nx6125 gabs bspw. mit FreeDOS). Man sollte nach dem Kauf auf jeden Fall erstmal mittels HP Recovery Manager ein komplettes Wiederherstellungsbackup durchführen, damit man im Fall eines Wiederrufes (z.B. bei Bestellung über Internet) auch den Auslieferungszustand wiederherstellen kann. Es könnte sonst zu Komplikationen kommen, wenn man Windows gelöscht und ein Linux draufgehauen hat und dann den Kauf wiederufen möchte. Ja, um den Recovery Manager auszuführen muß man Windows starten. Leider.
[Bearbeiten] Installation von Gentoo 2007.0
Vorab: das Laptop läuft geradezu perfekt mit Linux. Nutzung beider Kerne, AMD Powernow, Wlan, Bluetooth, Suspend-to-Ram und Suspend-to-Disk funktionieren ohne Probleme. Auch die HP Krankheit "fehlerhafte Lüftersteuerung" tritt bei mir nicht auf. Berichte über plötzlich einfrierende Rechner unter Linux kann ich nicht nachvollziehen. Auch die häufigen Festplattenzugriffe, über die Vista Benutzer klagen, scheinen ein typisches Problem von NT 6.0 zu sein und kein Hardwareproblem.
Ich habe mich entschieden ein 64 Bit Linux zu installieren. Es gibt keinen Grund nicht ein 32 Bit Linux zu installieren: man hat weniger Probleme bei der Installation (bspw. ist tickless timers für 64 Bit Kernels nur über Kernelpatch verfügbar und es gibt noch keine 64 Bit Version des Flash Players (siehe weiter unten, mit nspluginwrapper geht es auch)). Die meisten Sachen gehen aber mit 64 Bit wie mit 32 Bit. Bei 32 Bit soll folgender Fehler auftreten:PCI: Cannot allocate resource region 0 of device 0000:00:14.2. Dieser soll aber keine negativen Auswirkungen haben.
Die Installation kann problemlos nach dem Gentoo Linux amd64 Handbuch durchgeführt werden.
Die Installation-CD erkennt problemlos die Netzwerkkarte, so daß der Installation übers Netz nichts im Wege steht.
Noch eine Anmerkung: es tritt der Fehler APIC error on CPU0: 40(40) bzw. APIC error on CPU1: 40(40) oder ..MP-BIOS bug: 8254 timer not connected to IO-APIC auf. Es wird an verschiedenen Stellen empfohlen, den Kernelparameter noapic bzw. nolapic mitzugeben. Kann man machen, jedoch hat man dann nur noch eine CPU zur Verfügung. (APIC ist für Multiprozessorsysteme unverzichtbar, wenn man beide Kerne nutzen will). Der oben beschriebene Fehler hat bei mir noch keine erkennbaren negativen Auswirkungen gehabt. Ich hab aber davon gehört, daß es bei Virtualisierungslösungen Probleme bereitet hat. Wenn das System sich also komisch verhält, dann einfach mal mit noapic starten und schauen.
[Bearbeiten] Kernelkonfiguration
Ich gehe hier von Kernel 2.6.24-r4 aus, nämlich von den genkernel sourcen. Bei der Kernelkonfiguration ist zu beachten, das es sich aus Sicht des Kernels beim Turion 64 X2 um einen Prozessor aus der Klasse Opteron/Athlon64/Hammer/K8 handelt.
| Linux Kernel Configuration: HARDWARE HP Compaq 6715b on 2.6.23-gentoo-r3 |
Processor type and features --->
[*] Tickless System (Dynamic Ticks)
[*] High Resolution Timer Support
Processor family (Opteron/Athlon64/Hammer/K8)
< > /dev/cpu/microcode - Intel CPU microcode support
< > /dev/cpu/*/msr - Model-specific register support
< > /dev/cpu/*/cpuid - CPU information support
[*] MTRR (Memory Type Range Register) support
[*] Symmetric multi-processing support
[ ] SMT (Hyperthreading) scheduler support
[*] Multi-core scheduler support
Preemption Model (Preemptible Kernel (Low-Latency Desktop))
[*] Preempt The Big Kernel Lock
[*] Non Uniform Memory Access (NUMA) Support
[*] Old style AMD Opteron NUMA detection
[*] ACPI NUMA detection
[ ] NUMA emulation
Memory model (Discontiguous Memory) --->
[*] Page migration
(2) Maximum number of CPUs (2-255)
--- Support for suspend on SMP and hot-pluggable CPUs (EXPERIMENTAL)
[ ] IBM Calgary IOMMU support
--- Machine check support
[ ] Intel MCE features
[*] AMD MCE features
[ ] kexec system call
[ ] kernel crash dumps (EXPERIMENTAL)
[ ] Build a relocatable kernel(EXPERIMENTAL)
[*] Enable seccomp to safely compute untrusted bytecode
[ ] Enable -fstack-protector buffer overflow detection (EXPERIMEN
Timer frequency (250 HZ) --->
# ACPI ist wichtig...
Power management options (ACPI, APM) --->
ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) Support --->
[*] ACPI Support
<*> AC Adapter
<*> Battery
<*> Button
<*> Video
< > Generic Hotkey (EXPERIMENTAL)
<*> Fan
<*> Processor
<*> Thermal Zone
CPU Frequency scaling --->
[*] CPU Frequency scaling
Default CPUFreq governor (userspace)
<*> 'performance' governor
<*> 'powersave' governor
<*> 'userspace' governor for userspace frequency scaling
<*> 'ondemand' cpufreq policy governor
<*> 'conservative' cpufreq governor
<M> AMD Opteron/Athlon64 PowerNow!
Bus options (PCI, PCMCIA, EISA, MCA, ISA) --->
<*> PCI Express support
[*] Message Signaled Interrupts (MSI and MSI-X)
[*] Interrupts on hypertransport devices
Device Drivers --->
Network device support --->
# Ethernetkarte
[*] Ethernet (1000 Mbit) --->
<*> Broadcom Tigon3 support
# Wlan: nur den 43xx, nicht parallel BCM43xx
Wireless LAN --->
<M> Broadcom 43xx wireless support (mac80211 stack)
[ ] Broadcom 43xx PCMCIA device support (EXPERIMENTAL)
[*] Broadcom 43xx debugging
Broadcom 43xx data transfer mode (DMA + PIO) --->
Character devices --->
<M> /dev/agpgart (AGP Support)
< > ATI chipset support
<*> Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers --->
<*> AHCI SATA support
Unbedingt in den Kernel und nicht als Modul kompilieren,
da sonst Suspend-to-Disk nicht funktioniert.
Sound --->
Advanced Linux Sound Architecture --->
PCI devices --->
<M> Intel HD Audio
|
vollständige Kernel config 2.6.24
Wichtig: unter CPU Frequence Scaling muß AMD Opteron/Athlon64 PowerNow! als Modul und nicht in den Kernel kompiliert werden. Sonst kann später cpufreq die Frequenz nicht mehr setzen(hört sich nach einen Kernelfehler an, kann also in späteren Versionen behoben sein).
Man muß noch das Modul powernow-k8 in /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 eintragen, damit die Frequenzskalierung auch tatsächlich funktoniert.
| Datei: /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 |
... powernow-k8 |
Zur Einrichtung von cpufreq bitte unter Powermanagement -> Prozessor schauen.
[Bearbeiten] XServer
Als erstes sollte man in der /etc/make.conf das eintragen:
| Datei: /etc/make.conf |
... VIDEO_CARDS="radeon fglrx vga" |
Der Eintrag fglrx sollte eigentlich schon reichen. Damit wird beim Installieren von Gnome oder KDE der ATI Treiber installiert. Falls man schon KDE oder Gnome installiert hat kann man mit emerge ati-drivers den Treiber nachinstallieren.
Jetzt sollte man mit aticonfig --initial --input=/etc/X11/xorg.conf eine xorg.conf erzeugen. Damit sollte es gehen.
[Bearbeiten] OpenGL
OpenGL ist wieder ein anderes Thema. Man sollte zuerst ein eselect opengl set ati machen. Dann sollte man X neu starten und unter root ein fgl_fglxgears ausführen. Jetzt sollte ein Würfel mit laufenden Zahnrädern an den Seiten zu sehen sein. Wenn man als normaler Benutzer fgl_fglxgears ausführt und folgender Fehler kommt
FGLTexMgr: open of shared memory object failed (Permission denied) __FGLTexMgrCreateObject:
__FGLTexMgrSHMmalloc failed!!!
dann sollte man (und jetzt kommt Trick 17b von der Sorte "unglaublich") folgendes in die /etc/fstab (!) eintragen:
| Datei: /etc/fstab |
... tmpfs /dev/shm tmpfs defaults 0 0 |
Jetzt Rechner komplett neu starten (wegen fstab) und dann sollte auch der normale Benutzer opengl machen dürfen.
[Bearbeiten] WLAN
Beim WLAN Chip handelt es sich, wie beim LAN Chip, ebenfalls um ein Broadcom Produkt. Hier gibt es zwei verschiedene Optionen, wie man die WLAN-Karte zum Laufen bekommt:
- Option 1: Benutzung des nativen Linux-Treiber aus dem Kernel
- Option 2: Benutzung des Windows-Treibers mit ndiswrapper
Option 2, welche sehr stabil bis 2.6.23 gearbeitet hat, funktioniert aus mir unbekannten Gründen mit dem 2.6.24 nicht mehr.
[Bearbeiten] Benutzung des nativen Linux-Treiber aus dem Kernel
Mit Kernel 2.6.24 wurden die Treiber für die verschiedenen broadcom Wlan Chips überarbeitet. Es stehen nun b43, bcm43xx und b43legacy zur Auswahl. Wir benutzen den b43 (siehe oben Kernel Konfiguration). Nicht den bcm43xx parallel mit installieren, obwohl es an verschiedenen Stellen empfohlen wird (soll als fallback fungieren).
Anzumerken ist, daß diese Kernel Treiber nicht so stabil arbeiten wie der ndiswrapper. Aber das wird sich in Zukunft ändern. Positiv ist, daß man nicht immer den ndiswrapper nach jedem Kernel kompilieren ebenfalls neu installieren muß.
Hier findet ihr eine Dokumentation und anbei eine kurze Zusammenfassung von mir.
Zuerst den b43-fwcutter installieren:
cd ~ wget http://bu3sch.de/b43/fwcutter/b43-fwcutter-011.tar.bz2 tar xjf b43-fwcutter-011.tar.bz2 cd b43-fwcutter-011 make cd
Es ist zwar auch ein b43-fwcutter im Gentoo Tree, der ist aber in er Version 10 und damit zu alt.
Jetzt die Firmware holen und installieren.
wget http://downloads.openwrt.org/sources/broadcom-wl-4.80.53.0.tar.bz2 tar xjf broadcom-wl-4.80.53.0.tar.bz2 cd broadcom-wl-4.80.53.0/kmod ../../b43-fwcutter-011/b43-fwcutter -w /lib/firmware wl_apsta.o
Damit sollte nach dem Laden des Moduls b43 bzw. einem Neustart ein Gerät Namens wlan0 erscheinen. Falls es Probleme beim starten mit udev gibt und es erscheint ein Gerät mit dem Namen wlan-rename, dann unter /etc/udev/rules.d/ die Datei 70-persistent-net.rules löschen und Rechner neustarten.
Das WLAN kann nun wie im Gentoo Handbook beschrieben eingerichtet werden. Noch etwas ist ganz wichtig: es muß die Bitrate auf 1 Mbit/s gestellt werden:
iwconfig wlan0 rate 1M
Sonst funktioniert es nicht. Falls ihr nach der Gentoo Dokumentation wpa_supplicant einrichtet, dann müßt ihr also in der /etc/conf.d/net folgendes eintagen:
| Datei: /etc/conf.d/net |
... iwconfig_wlan0="rate 1M" ... |
Natürlich immer vorausgesetzt, daß wlan0 auch euer WLAN Gerät ist.
Keine Angst wegen der niedrigen Bitrate, er nutzt trotzdem die maximal mögliche.
[Bearbeiten] Benutzung des Windows-Treibers mit ndiswrapper
Diese Variante funktioniert bei mir nicht mit Kernel 2.6.24. Bis Kernel 2.6.23 hab ich nur ausschließlich diesen Treiber verwendet. Der ndiswrapper hat bei den Kernelentwicklern keine Lobby und ist eher ungewollt, obwohl es ein sehr ehrgeiziges Projekt ist.
Ndiswrapper kann normal installiert werden (erst demaskieren):
emerge ndiswrapper
Dazu müssen natürlich die compilierten Kernel-Sources in /usr/src/linux liegen. Nachdem ndiswrapper compiliert wurde, müssen wir erstmal den Windows-Treiber von HP herunterladen(der geht für 32 wie für 64 Bit):
wget -c ftp://ftp.hp.com/pub/softpaq/sp34001-34500/sp34152.exe
Danach wird der Treiber mit cabextract entpackt:
cabextract sp34152.exe
Dazu muss das Programm cabextract natürlich installiert sein.
Nun kann der Windows-Treiber mit
ndiswrapper -i bcmwl5.inf
installiert werden. Nach einem
modprobe ndiswrapper
erhaltet ihr eine Schnittstelle (wlan0 oder ethx) und euer WLAN sollte nun einsatzbereit sein. Die extrahierten Windows-Treiber können wieder gelöscht werden.
Das WLAN kann nun wie im Gentoo Handbook beschrieben eingerichtet werden.
[Bearbeiten] Sound
Der Sound sollte sofort funktionieren, wenn der Kernel wie oben beschrieben eingerichtet ist. Der Treiber heißt snd_hda_intel.
[Bearbeiten] Bluetooth
Funktioniert ohne Probleme. Bitte Bluetooth Wiki konsultieren. Hier wird alles wichtige beschrieben. Nur ein kleiner Fehler ist enthalten: es ist nicht nötig ein rc-upddate add bluetooth default durchzuführen. Ob Bluetooth gestartet wird, entscheiden vielmehr die Einstellungen in /etc/conf.d/bluetooth. Mit den Werten der Variablen HCID_ENABLE, SDPD_ENABLE und RFCOMM_ENABLE kann man festlegen, ob diese Daemons gestartet werden sollen oder nicht. Es ist durchaus sinnvoll, die nicht standardmäßig starten zu lassen, weil das gestartete Bluetooth sehr viel Strom braucht (vor allem im Akkubetrieb interssant).
Mir war bspw. wichtig, daß ich Bilder meine Fotohandys (Motorola PEBL) auf meinen Rechner bekomme. Dazu hab ich einfach bluetooth in die USE Variable der /etc/make.conf eingetragen und ein emerge gnome-phone-manager gemacht. Nachdem er das Paket und alle Abhängigkeiten installiert hat, Rechner neu starten. Jetzt sollte der Rechner für das Handy sichtbar sein. Dann unter Gnome Systemwerkzeuge->Bluetooth-Dateiverteilung starten. Jetzt sollte der Dateitransfer funktonieren (wahrscheinlich muß noch die Pair Pin ausgetausch werden, ging bei mir aber auch schön über Benutzerdialog). Der Dateitransfer funktioniert dann schnell und zuverlässig.
Für KDE gibt es noch eine größere Auswahl an Werkzeugen für bluetooth. Sollte also auch kein Problem sein.
[Bearbeiten] Powermanagement
Für den mobilen Betrieb sind vor allem lange Laufzeiten gewünscht. Um die zu erreichen, sollte man den Laptop so konfigurieren, daß er im Batteriebetrieb so wenig wie möglich unnötig Energie verbraucht. Eine hervorragende Beschreibung wie man das anstellt, findet man im Gentoo Power Management Wiki.
Aus meiner Sicht kristallisieren sich folgende vier Dinge heraus, die man auf wenig Energieverbrauch tunen kann:
1. Prozessor
2. Monitor
3. Festplatte
4. Suspend Modi
Ich werde hier nicht alles haarklein beschreiben, dafür ist das oben genannte Wiki zuständig. Nur ein paar kurze Anmerkungen zu Besonderheiten dieses Laptop.
[Bearbeiten] Prozessor
Hardwareseitig ist der Laptop so eingestellt, daß der Prozessor im Batteriebetrieb "nur" maximal auf 1,6 GHz statt den maximal möglichen 1,9 GHz läuft. Damit hat HP schonmal einen Teil der Arbeit für uns abgenommen. Nun muß der Prozessor nur noch so eingestellt werde, daß er standardmäßig auf 800 MHz läuft und nur bei starker Belastung in den zweiten Gang schaltet. Natürlich wäre es auch möglich den Rechner im mobilen Betrieb nur auf 800 Mhz zu takten.
Der Kernel sollte wie oben beschreben konfiguriert sein.
Default CPUFreq governor unter CPU Frequency Scaling sollte auf userspace stehen, damit man das Verhalten nachträglich mit userspace tools beeinflussen kann. So ein Werkzeug ist cpufreqd das man mittels
#emerge cpufreqd
installieren sollte. Die im Power Management Wiki beschrieben Beeinflussung des CPU Freuenzverhaltens mit Hilfe von /etc/cpufreqd.conf funktioniert so nicht. Man sollte einfach beim Start des Systems das Freuenzverhalten auf ondemand stellen. Dazu nimmt man sich die Datei /etc/conf.d/local.start und ergänzt die folgende Zeile
| Datei: /etc/conf.d/local.start |
... cpufreq-set -g ondemand |
Beim nächsten Neustart sollte automatisch das CPU Verhalten ondemand sein, sprich es wird nur dann hoch geschalten, wenn es nötig ist.
Noch ein Hinweis: Wenn man wünscht, im mobilen Bereich nur mit 800 MHz den Rechner laufen zu lassen, dann sollte man ein kleines Skript verfassen, das beim Übergang ins Runlevel battery (siehe Power Management Wiki) cpufreq-set -g powersave ausführt.
[Bearbeiten] Suspend Modi
Erfreulicherweise funktioniert Suspend-to-Ram (Suspend) und Suspend-to-Disk (Hibernation) mit dem normalen Gentoo Sources. Es ist also nicht nötig, die Tuxonice oder die Suspend2 Quellen zu installieren.
Wichtig sind drei Sachen:
1. ihr habt Hibernation im Kernel aktiviert und auch die richtge Swap Partiton (für Hibernation) eingetragen
2. ihr habt die hibernate Skripte installiert (emerge hibernate-script)
3. ihr habt den richtgen ATI Treiber. Die Version 8.40.4 funktioniert bspw. nicht. Er wacht zwar auf der Bildschrm bleibt aber schwarz und er nimmt auch keine Tastaturereignisse mehr entgegen. Die Version 8.443.1-r1 geht dagegen tadellos.
Nachdem ihr das alles installiert habt einfach mal hibernate oder hibernate-ram aufrufen. Bei mir hat es ohne Probleme so funktioniert. Man sollte noch die /etc/hibernate/common.conf anpassen, weil bspw. das wlan nicht mehr bereitsteht. Das kann man über OnResume 20 /etc/init.d/wlan restart (oder wie immer ihr es eingerichtet habt) automatisch beim Aufwachen starten lassen.
[Bearbeiten] weitere Möglichkeiten
Es gibt noch einige Möglichkeiten des Feintunings, um noch ein paar Minuten Akkulaufzeit rauszuholen. Das Programm powertop ist dein Freund.
emerge powertop
Das ist eines der Programme die mich in letzter Zeit am meisten beeindruckt haben. Dabei stimmt die Aussage "powertop spart Strom" nicht. Es ist vielmehr eine Hilfe zur Selbsthilfe. Auch wenn es vom Weltmarktführer im Prozessorbereich ist, läuft es anstandslos mit AMD Prozessoren.
Es zeigt neben den P-States, auch die Aufwachhäufigkeit des Prozessors, die häufigsten Aufwachursachen und Tipps an. Ziel ist es, die Aufwachhäufigkeit auf einen minimalen Wert zu senken. Bei einem Rechner mit modernem Linux sollte man unter den Wert von 200 wakeups/s kommen. Wenn man unter 100 kommt hat man einen hervorragenden Wert. Intel berichtete, sie hätten es geschafft (natürlich mit einem Intel Prozessor) einen Wert von 3 zu erreichen.(jedoch nur im Terminal ohne X oder Sound). Mein persönlicher Rekord waren 46 auf einem nx6125 (mit X, Sound und WLAN). Der Rechner hat dann laut ACPI auch nur noch 12,3 W geschluckt.
Wie dem auch sei, erste Anlaufstelle wenn es um das Tuning geht, ist lessWatts.
Eigentlich ist es ganz einfach: man schaut, welcher Prozess oder welches Programm am häufigsten aufwacht und googlet danach oder schaut bei lessWatt.
Nun folgend einige Tips von mir, die leider im Dual-Pozessor-Betrieb nichts bringen. Nur wenn man als Bootparameter noapic oder nolapic mitgibt, sinkt der Stromverbrauch merklich. Leider hat man dann nur einen Prozessorkern zur Verfügung. Teilweise liegt es daran, daß tickless timers bei Dualprozessorsystemen (noch) nicht funktioniert. Teilweise scheint HP schuld zu sein. Vielleicht hilft ein BIOS Update.
1. tickless Timers im Kernel einstellen: powertop sagt: Aktivieren Sie die Option CONFIG_NO_HZ Ihres Kernels. Ja,das bringt am meisten. Als AMD64 Benutzer zieht man hier aber den Zonk, weil es das erst ab Kernel 2.6.24 geben soll. Darum hat man entweder die Möglichkeit den Kernel zu patchen (irgendwo hatte ich dazu mal was gefunden) oder aber den timer auf 250 Hz einzustellen. Für ein Desktop sind 1000 Hz ideal (aber da wacht er 1000 mal die Sekunde auf) und das Minimum 100 Hz zu wenig. Darum sind 250 Hz ein Kompromiss.
2. iwconfig wlan0 power on: euer ndiswrapper meldet sich knapp 50 mal in der Sekunde zu Wort? Dann macht mal folgendes: iwconfig wlan0 power on. Und schon ist er etwas ruhiger.
3. ahci, HDA Intel: das ist scheinbar das Soundmodul. Eine Stromsparfunktion soll es erst mit Kernel 2.6.24 geben.
4. bluetooth: powertop sagt, daß euer bluetooth mal abgeschaltet werden soll. Das bringt wirklich was. Das kann man über powertop machen, aber nach einem Neustart oder selbst nach einen Suspend ist es wieder da. Darum mein Tipp: setzt die Variablen HCID_ENABLE,SDPD_ENABLE und RFCOMM_ENABLE in der /etc/conf.d/bluetooth auf false und macht ein /etc/init.d/bluetooth stop. powertop will dann zwar immer noch bluetooth ausschalten, aber das könnt ihr ignorieren. Er sieht halt immer noch das bluetooth Modul über lsmod. Aber das frißt kein Brot.
Wenn ihr bluetooth mal braucht, sollte ihr es über /etc/init.d/bluetooth start starten oder die Variablen auf true setzen und ein Suspend oder Neustart machen.
5. disable device polling: powertop will, daß der Benutzer ein "hal-disable-polling --device /dev/scd0" durchführen. Kann man durchaus machen, spart auch ticks. Wenn man aber eine CD einlegt, dann wird sie nicht mehr automatisch gemountet. Man muß also wieder ein hal-enable-polling --device /dev/scd0 machen.
6. fglrx: wenn man einen ATI-Treiber älter als 8.40 einsetzt, kommt es auch zu vielen wakeups. Aber solche alten Treiber sollten mit der X1250 sowieso nicht mehr laufen und unter dem Abschnitt Suspend Modi habe ich sowieso den 8.44 empfohlen.
[Bearbeiten] Kleinigkeiten
[Bearbeiten] Touchpad
Das Touchpad funktioniert standardmäßig ohne Probleme, jedoch der Scrollbereich läßt sich nicht nutzen. Mit dem Gentoo Touchpad Wiki kann man auch diesen einrichten und nutzen.
Im Gund ist der Ablauf der folgende:
(1. synaptics in /etc/make.conf bei INPUT_DEVICES hinzufügen) <--wahrschenlich nicht mehr nötig
2. emerge synaptics
3. in der /etc/X11/xorg.conf unter Sektion ServerLayout folgendes hinzufügen: InputDevice "TouchPad" "CorePointer"
4. X neu starten
[Bearbeiten] Adobe Flash Player
Unter 64 bit Browsern kann man kein Flash Player betreiben, weil Adobe unfähig ist die Quellen unter 64 bit zu kompilieren und auszuliefern. Aber es gibt hier eine Lösung:
emerge nspluginwrapper emerge netscape-flash nspluginwrapper -v -a -i
Jetzt sollte euer firefox flash beherrschen. Unter KDE müßt ihr wahrscheinlich bei konqueror noch das plugin über die Einstellungen auswählen.
