DVD erstellen

Aus Gentoo Linux Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung.
Installationsmethoden LiveCDs Kernel & Hardware Laptops & Notebooks Portage System Netzwerke & Services X Software Anderes alphabetischer HOWTO Index


Wenn du eine DVD von Beginn an erstellst, indem du AVI-Dateien (oder ein anderes nicht-DVD-Format) verwendest, fahre bei Schritt "In DVD-Video umwandeln" fort. Wenn du eine DVD erstellst und dein Video ist bereits in einem DVD-kompatiblen Format, fahre bei Schritt "DVD-Verzeichnisstruktur erstellen" fort. Wenn du eine DVD von einem DVD-Abbild auf der Festplatte erstellen möchtest siehe "DVD-Abbild zum Brennen erstellen".

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] In DVD-Video umwandeln

[Bearbeiten] Mit transcode

Transcode ist vermutlich das beste Werkzeug, das ich mir für diesen Zweck vorstellen kann. Du wirst vermutlich einige Male die Man-Seiten durchstöbern müssen, bis du den Befehl, den ich verwendete, verstanden hast und um zu verstehen, welche anderen Befehle du hinzufügen kannst. Hier, als Beispiel, ein Befehl, den ich verwendete, um ein Standard-divX im Widescreen-Format (also ohne schwarze Balken oben und unten), welches du so möglicherweise im Internet findest, zu encoden. Ich konvertierte es in eine Letterbox 1.5:1. Was bedeutet das?

Nun,original hat das Widescreenformat ein Seitenverhältnis von 1.73 ( nicht wirklich 16 :9 ) bei 720x416. Mögliche Auflösungen bei einer DVD sind : 720x480, 704x480, 352x480 und 352x240 (glaub ich jedenfalls). Ich wählte die Auflösung 720x480 (entspricht dem Verhältnis 1.5). Man braucht nur , um keine Filminformation zu verlieren, 32 Zeilen am oberen und unteren Rand hinzu addieren.

transcode -i test-divx.avi -V -y mpeg -F d -Y -32,0,-32,0 -E 44100 -b 128 -o showgirls-dvd

Die negative Werte nach dem "-Y"- Argument weisen Transcode an, Zeilen oben und unten hinzu zu fügen, während positive Werte Zeilen entfernen

Hier nun ein Auszug aus der Liste der Komandozeilen-parameter:

-V     use YV12/I420 as internal video codec [off].
       This is usually much faster than RGB processing but some import
       modules may not support this format. Always use this option when
       possible.
-y vmod[,amod]
       video[,audio] export modules [null].  If omitted, transcode will
       encode to the null module. A full-blown transcode installation
       has the following export modules:
 <snip>
 mpeg - (video) MPEG 1/2 | (audio) MPEG 1 Layer II
     At compile-time nasm must be available.  This module has no run-
     time dependencies.  Support for this module is good.
         Interface to the bbmpeg library (included in transcode). It can
         encode generic mpeg1, VCD, SVCD, MPEG2 and DVD type video.
         Encoded video goes into a elementary file to be multiplexed
         with the corresponding audio file after encoding.
-F codec_string
       encoder parameter strings [module dependent].
       The -F parameter has different meanings for different export
       modules.
<snip>
        -y mpeg:
          Syntax: -F "<base-profile>[,<resizer-mode>[,user-profile]]"
            <base-profile> can be one of
              '1' = MPEG 1 (default)
              'b' = big MPEG 1 (experimental)
              'v' = VCD
              's' = SVCD
              '2' = MPEG2
              'd' = DVD compliant
            <resizer-mode> can be one of
               0 = disable resizer (default)
               1 = 352x288
               2 = 480x480
               3 = 480x576
               4 = 352x240
            <user-profile> is a filename of the profile file. You can
        either specify the absolute path to the file or if you transcode
        will look for it in the directory where you started transcode.
-Y top[,left[,bottom[,right]]]
       select (encoder) frame region by clipping border. Negative val-
       ues add a border [off].
-E r[,b[,c]]
       audio output samplerate [Hz], bits per sample and channels [as
       input]. The option "-J resample" must be provided for export
       modules not capable of re-sampling.
-b b[,v,[q,[m]]]
       audio encoder bitrate kBits/s[,vbr[,quality[,mode]]] [128,0,5,0]
       The mode parameter specifies which modus lame should use for
       encoding.  Available modes are:
          0    Joint Stereo (default)
          1    Full stereo
          2    Mono
-o file
       output file name, default is [/dev/null].

Ist , zum Beispiel, dein Video 728x424, würde die Komandozeile so aussehen:

transcode -i showgirls-divx.avi -V -y mpeg -F d -B 1,1,8 -E 44100 -b 128 -o showgirls-dvd

Beachte bitte auch die -X Option um dein Video größer zu machen.

Die Operation von Transcode erstellt eine *.m2v (mpeg-2 video) und eine *.mpa (audio) Datei. Um beide wieder zusammen zu fügen:

tcmplex -o showgirls-dvd.vob -i showgirls-dvd.m2v -p showgirls-dvd.mpa -m d

[Bearbeiten] Mit kino

Kino wird genutzt um Videos aus DV Camcorder zu erstellen. Es erlaubt einfaches Editieren der Filme (Szenen schneiden, einfügen, etc) und besitzt eine gute Schnittstelle zum Aufnehmen von Videos. Es nutzt das qt4linux mov Format in der Standardeinstellung.

Für erweiterte Bearbeitung ist cinelerra eine gute Wahl. Es ist sehr mächtig, aber zunächst schwierig zu bedienen und crasht oft (oft speichern!!). Man kann die von Kino erstellten Mov importieren. Mit dem Tool kann man dann nach Bearbeitung das Video im DVD Format abspeichern lassen und anschließend brennen.

[Bearbeiten] DVD-Verzeichnisstruktur erstellen

Dies ist der schwierigste Schritt! Mit einem gerenderten MPEG2-Video kannst du mittels dvdauthor (oder einem beliebigen GUI-Frontend dafür, wie dvdstyler oder qdvdauthor) das DVD-Abbild erstellen.

Beispiel:

Verzeichnis anlegen mit

mkdir ./dvd

DVD Erstellen mittels

dvdauthor -o ./dvd -t film.mpeg
dvdauthor -o ./dvd -T

Das Beispiel erstellt eine DVD Verzeichnisstruktur ohne Menue.

[Bearbeiten] DVD-Abbild zum Brennen erstellen

Siehe hier für nähere Einzelheiten: [[1]]

Nachdem du deine AUDIO_TS- und VIDEO_TS-Verzeichnisse in einem Verzeichnis namens 'foo' eingerichtet hast, kannst du folgenden Befehl verwenden

mkisofs -dvd-video -o ./foo.img ./foo/

Wobei ./foo das Verzeichnis ist, das AUDIO_TS und VIDEO_TS enthält und ./foo.img das zu erstellende DVD-Abbild ist.

[Bearbeiten] Brennen

Die ISO-Datei kann mit X-CDroast (mit cdrecord-ProDVD-Unterstützung) gebrannt werden.

Für KDE-Nutzer gibt es noch das Programm k3b, welches auch eine sehr benutzerfreundliche (wahrscheinlich die benutzerfreundlichste unter Linux) Oberfläche bietet um DVD's zu brennen.

Alternativ lässt sich die Image-Datei auch in der Konsole brennen,

cdrecord-ProDVD -dao -speed=4 -dev=/dev/dvd ./foo.img

Falls cdrecord-ProDVD nicht installiert ist, ist es auch möglich mit growisofs (von app-cdr/dvd+rw-tools) die ISO-Datei zu brennen.

growisofs -dvd-compat -Z /dev/dvd=./foo.img

Mit cdrecord -scanbus wird angezeigt welches Device benutzt wird. Für ATAPI Geräet, nimmt man -dev=/dev/dvd oder -dev=/dev/hdd und für SCSI emulierte Geräte -dev=0,0,0 oder -dev=0,0,1.

'Persönliche Werkzeuge