Dual Boot
Aus Gentoo Linux Wiki
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Einleitung
Dies ist eine einfache Dual-Boot-Anleitung, die dir das Verständnis geben sollte, wie man Gentoo neben einem anderen Betriebssystem installert; im speziellen Windows.
[Bearbeiten] Partitionierungsvorschläge
- /dev/hda1 Primär - Windows - mindestens 3 GB
- /dev/hda2 Primär - /boot - mindestens 32 MB
- /dev/hda3 Erweiterte Partition
- /dev/hda5 Logisch - Swap - 1 × RAM
- /dev/hda6 Logisch - / (Root) - mindestens 2,5 GB
- /dev/hda7 Logisch - /home - für die privaten Daten der Benutzer
- /dev/hdax Logisch - beliebige weitere Partition(en)
Die /home-Partition sollte unbedingt angelegt werden, falls man neu installieren muss oder auf die xyz-Distribution umsteigen will, haben alle Benutzer noch ihre Daten, ohne das von Bändern, DVD-RAMs o.ä. restored werden muss. Ausserdem wird das System vor den Usern geschützt; ein amoklaufender User-Prozess kann nur die /home-Partition füllen, das System bleibt aber funktionsfähig und root (dessen Home-Verzeichnis aus gutem Grund nicht /home/root sondern /root ist) kann regulierend eingreifen.
[Bearbeiten] Vorgehensweise
[Bearbeiten] Auf einer Festplatte
- Hinweis: Dieses Installationsverfahren wird den gesamten Festplatteninhalt löschen
- Starte das System mit der Gentoo Live-CD (sollte auch mit anderen Live-CDs funktionieren)
- Richte die Partitionen ein
- Starte cfdisk und konfiguriere deine Partitionen (siehe dazu das Handbuch für Partitionsgrößen)
- Ist eines der Betriebssysteme, die du installieren möchtest, Windows, so sieh dafür die erste Partition vor. (Windows ist lieber "oben")
[Bearbeiten] Auf einer Festplatte (Windows vorinstalliert)
- Hinweis: Dieses Verfahren könnte für die Daten gefährlich sein – also Daten sichern!
- Weiters kannst du für die Partitionierung auch Partition Magic verwenden, wenn du dafür bezahlen möchtest.
- Installiere KEIN PQBoot und folge auch nicht den Anweisungen für Dual-Boot in Partition Magic (auch keine Partitionen 'verstecken')
- Defragmentiere deine Partition unter Windows: dadurch wird das Risiko des Datenverlustes minimiert und erhöht die Möglichkeit einer Größenänderung der Partition.
- Starte das System mit Knoppix oder einer anderen Live-CD, die das Tool ntfsresize enthält
- Benutze das Programm qtparted um die Partitionsgrößen anzupassen
- Partitioniere nun den freigewordenen Speicherplatz für Gentoo (siehe dazu das Handbuch für passende Partitionsgrößen)
[Bearbeiten] Auf mehreren Festplatten
- Hierfür sind keine besonderen Partitionierungsmaßnahmen notwendig
- Stelle lediglich in deiner BIOS-Konfiguration die Linux-Festplatte als erste zu bootende ein.
[Bearbeiten] Installation der Betriebssysteme
- Installiere Windows (falls es noch nicht installiert sein sollte) auf die erste Partition der Festplatte.
- Installiere Gentoo, eine Anleitung dazu findet sich im Handbuch.
[Bearbeiten] Konfiguration des Bootloaders
Sobald beide Betriebssysteme installiert sind, ist es an der Zeit den Bootloader zu konfigurieren.
[Bearbeiten] Lilo
Nimm deine Änderungen in der lilo.conf, wie im Handbuch beschrieben, vor. Füge dann folgende Zeilen hinzu.
other = /dev/hda1 # Partition, auf der sich Windows befindet label = Windows # Bezeichnung des Eintrages table = /dev/hda # Festplatte, auf der sich Windows befindet
Führe danach lilo aus.
[Bearbeiten] Grub
Füge den Gentoo-Eintrag, wie im Handbook beschrieben, ein und dann folgende Zeilen hinzu:
# Zum Booten von Windows NT, Windows 95 oder ReactOS title Windows rootnoverify (hd0,0) makeactive chainloader +1 # Fuer DOS bei installiertem Windows NT: # chainload /bootsect.dos
Die Betriebssystemauswahl sollte nun nach einem Neustart zu sehen sein.
[Bearbeiten] Abschluss
Jetzt, nachdem du beide Betriebssysteme installiert hast, kann das laufende Betriebssystem, nach einem Neustart, gewechselt werden.
[Bearbeiten] Hinweise
- Windows benötigt eine primäre Partition auf der ersten Festplatte, diese kann beliebig klein sein (ein Track), es werden nur ein paar Text Dateien angelegt. Die eigentlich Installation kann auf einer primären oder logischen Partition einer beliebigen Festplatte erfolgen. Die Registry wird dann automatisch so angepasst, dass Programme z.B. nach D:\Programme installiert werden. Probleme kann es dann aber mit unsauberer Software geben, die die Registry missachtet, und sich nach C:\program files installieren will, aber darauf musste man bisher ja auch achten.
[Bearbeiten] Potenzielle Probleme
- Bei Verwendung einer IDE-RAID-Karte könnten Probleme auftreten, da diese Karten nicht sonderlich gut von Linux unterstützt werden. Bitte überprüfe vorher, welche Karten vom Kernel unterstützt werden, bevor du den Versuch unternimmst ein Dual-Boot-System mit einer IDE-RAID-Karte zu betreiben.
