Ext3

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Das ext3 ist ein ehemalig für den Linux-Kernel entwickeltes ext2 erweitertes Journaling-Dateisystem.

Es bietet folgende zusätzliche Funktionen:

  • H-Baum-Verzeichnisindizes
  • Online-Veränderung der Dateisystemgröße


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ein ext3 erstellen

# mke2fs -j /dev/hda1

oder

# mkfs.ext3 /dev/hda1

Ein bestehendes ext2 in ein ext3 konvertieren:

# tune2fs -j /dev/sda1

[Bearbeiten] Tipps und Tuning

[Bearbeiten] Journaling-Stufen

Ext3 unterstützt verschiedene Journaling-Stufen:

  • Full (data=journal) - Dabei werden die Metadaten und Dateiinhalte in das Journal geschrieben.
  • Writeback (data=writeback) - Dabei werden nur die Metadaten in das Journal geschrieben. Das Aktualisieren der Dateiinhalte wird dem normalen "sync"-Prozess überlassen.
  • Ordered (data=ordered) - die Dateiinhalte werden direkt in das Dateisystem geschrieben, danach die Metadaten in das Journal (default).


Die notwendigen Daten auf der Partition erzeugen:

# tune2fs -O has_journal -o journal_data /dev/hda1

Oder mit "writeback":

# tune2fs -O has_journal -o journal_data_writeback /dev/hda1

Die Journaling-Option in der /etc/fstab:

Datei: /etc/fstab/
 /dev/hda1       /                 ext3       data=journal       1 1
 /dev/sda1       /mnt/backups      ext3       data=journal       0 2


Bei der optinalen Journaling-Nutzung des root-Dateisystems, muss der entsprechende Kernel-Parameter verwendet werden:

rootflags=data=journal

[Bearbeiten] Verzeichnisindexierung

Ext3 kann eine hashed b-tree-Indexierung nutzen, dies erhöht die Geschwindigkeit bei Verzeichniszugriffen.

Um ein bestehendes ext3 zu verändern:

# tune2fs -O dir_index /dev/hda1
# e2fsck -D /dev/hda1

Der Parameter "-O dir_index" kann auch bei der Dateisystemerstellung angegeben werden.

?!: ext2 soll damit auch umgehen können, nur finde ich keine weiteren Quellen außer einer im Gentoo-Forum.

[Bearbeiten] Reservierter Speicherplatz

Es werden default 5 Prozent der Speicherkapazität des Dateisystems für den Benutzer "root" reserviert, damit können "root" und dessen Prozesse bei einem vollen Dateisystem (-5%) noch arbeiten.

Diese 5 Prozent können freigegeben werden (nicht zu empfehlen bei der root-Partition/dem Wurzel-Verzeichnis).

# tune2fs -m 0 /dev/sda1

Der Parameter "-m" kann auch bei der Dateisystemerstellung angegeben werden.

[Bearbeiten] Pufferinterval

Die Meta- und eigentlichen Dateidaten werden, wenn nötig, default 5 Sekunden gecached und dann auf die Festplatte geschrieben (VFS/kjournal sind hier Begriff), dieser Wert kann verändert werden.

Weniger Sekunden sprechen für Sicherheit, mehr für einen ausgeglichenen Datendurchsatz.

Das Dateisystem wird mit folgender Option gemounted (in dem Fall 4 Sek.):

# mount -t ext3 -o commit=4 /dev/sda1 /mnt/backups

Analog kann diese Option auch in die /etc/fstab eingetragen werden.

[Bearbeiten] Erweiterte Dateiattribute

Dateien können weitere Attribute, außer den "dlrwx", gesetzt werden:

# man chattr

[Bearbeiten] Weitere Informationen

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