Fstab

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Die Datei /etc/fstab dient zum Einbinden der Datenträger unter unixartigen Systemen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] /etc/fstab

Datei: /etc/fstab
#<Device>        <Mountpunkt>      <Type>        <Optionen>                     <dump> <pass>
 proc            /proc             proc          defaults                       0      0
 /dev/hda1       /                 ext3          defaults,errors=remount-ro     1      1
 /dev/hdg1       /home             ext3          defaults,noatime               0      2
 /dev/hdd1       /mnt/hdd-fat      vfat          defaults                       0      2
 /dev/hdd7       none              swap          sw                             0      0
 /dev/cdrom      /mnt/cdrom        auto          ro,user,noauto                 0      0
 /dev/fd0        /mnt/floppy       auto          rw,user,noauto                 0      0
 /dev/sda1       /var/tmp          reiserfs      notail,noatime                 0      2


[Bearbeiten] Device

Hier wird die Gerätedatei angegeben.

  • /dev/hda1 - Die erste Partition der ersten ATA/ATAPI-Festplatte.
  • /dev/sda1 - Die erste Partition der ersten SATA-Festplatte.
  • /dev/fd0 - Ein Diskettenlaufwerk.
  • usbfs - Ein USB-Gerät.
  • proc - Das (virtuelle) Proc-Dateisystem (Schnittstelle zum Kernel).

[Bearbeiten] Mountpunkt

Hier wird ein beliebiges Verzeichnis angegeben, in welches das Device eingebunden werden soll.

  • / - Das root-/Wurzel-Verzeichnis.
  • /mnt/cdrom - Der standard Mountpunkt für ROM-Laufwerke.
  • /mnt/floppy - Der standard Mountpunkt für Disketten.

[Bearbeiten] Type

Hier wird das Dateisystem angegeben.

  • auto - Das Dateisystem wird automatisch erkannt.
  • ext2 - Für das Dateisystem ext2.
  • ext3 - Für das Dateisystem ext3.
  • jfs - Für das Dateisystem jfs.
  • xfs - Für das Dateisystem xfs.
  • reiserfs - Für das Dateisystem reiserfs.
  • ntfs - Für das Dateisystem ntfs.
  • vfat - Für die Dateisysteme Fat 12, 16 und 32.
  • swap - Für die Swap-Partition.
  • iso9660 - Für das ISO9660-Dateisystem, welches meistens auf CDs/DVDs zu finden ist.
  • udf - Für das Dateisystem udf, auch meistens auf CDs/DVDs zu finden.
  • nfs - Für das Network File System.
  • proc - Für das (virtuelle) Proc-Filesystem (Schnittstelle zum Kernel).
  • devpts - Ein virtuelles Pseudo-Terminal (/dev/pts).
  • tmpfs - Ein virtuelles Dateisystem im RAM (Arbeiten mit tmpfs).

[Bearbeiten] Optionen

  • defaults - Verwendet die Default-Optionen: rw, suid, dev, exec, auto, nouser und async.
  • dev - Gerätedateien auf dem Dateisystem werden interpretiert.
  • exec - Das Ausführen von Dateien wird erlaubt.
  • gid - Alle Daten bekommen/haben die gleiche Group-ID, z.B. gid=users o. gid=100.
  • ro - read only, erlaubt nur lesenden Zugriff.
  • rw - read & write, erlaubt vollen Lese- und Schreibzugriff.
  • sw - Swap
  • suid - suid- und sgid-Bits werden interpretiert.
  • async - Das Schreiben und Lesen (I/O) der Daten erfolgt gecached - daher asynchron (zeitlich versetzt), hoher Datenverkehr erfolgt dadurch effizienter. Diese Option kann bei mobilen Garäten (CDs, USB-Sticks etc.) zu Datenverlust führen, wenn diese nicht ordentlich umounted werden.
  • sync - Die Metadaten und Dateiinhalte werden ungepuffert/-gecached; auf das Device geschrieben, welches die sicherere Methode für mobile Garäte (CDs, USB-Sticks etc.) ist.
  • umask - Standardrechte für neue Dateien setzen, z.B. umask=0002.
  • user - Jeder Benutzer darf das Gerät mounten (hilfreich bei Wechseldatenträgern wie CDs/DVDs etc.). Unmounten darf dann nur der Benutzer, der das Gerät gemountet hat.
  • users - Jeder Benutzer darf das Gerät mounten. Unmounten dürfen ebenfalls alle.
  • noatime - »no access time«, keine Zugriffszeiten in der Inodetabelle speichern. Wer keine Zugriffszeiten wissen möchte, kann mit dieser Option Festplattenaktivitäten reduzieren.
  • nodiratime - Keine Zugriffszeiten von Verzeichnissen speichern.
  • noauto - Der Datenträger wird nicht automatisch eingebunden.
  • nodev - Gerätedateien auf dem Dateisystem werden nicht interpretiert.
  • noexec - Das Ausführen von Dateien wird verboten.
  • nosuid - Das suid-Bit wird nicht interpretiert.
  • nouser - Nur der root kann das Gerät mounten und unmounten.

[Bearbeiten] dump

Hier sind Informationen für das Programm dump enthalten, die zurzeit aber noch ignoriert werden.

  • 0 - Für alle Partitionen, die keine Systempartitionen sind.
  • 1 - Steht üblicherweise für die Systempartitionen.

squid = auswerten der Zugriffbits sid und gid.

[Bearbeiten] pass

Hier wird die Reihenfolge für die Überprüfung der Dateisysteme bestimmt, die beim Systemstart durchgeführt wird.

  • 0 - Das Dateisystem wird nicht überprüft.
  • 1 - Wird als erstes überprüft, empfohlen für das root-Dateisystem '/'.
  • 2 - Werden nach Reihe zuletzt überprüft.



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