HP Compaq nx9420

Aus Gentoo Linux Wiki

(Weitergeleitet von Hardware HP Compaq nx9420)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Teil ist Artikel der Hardware Serie.
Laptops Motherboards Servers Eingabegeräte RAID Controller TV Karten Wireless Andere Hardware Andere Architekturen alphabetischer Hardware Index


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] HP / Compaq nx9429 ( HP Code ES444ER#ABD ) Gentoo Linux

Spezifikation

CPU Centrino Core Duo: 2x Genuine Intel T2400 1.83 GHz
Chipset Mobile Intel 945PM Express 667 MHz Front-Side-Bus
RAM 1024 MB DDR SDRAM
Batterie 8 Zellen Li-Ionen Akku 14,4V 4,8 Ah
HDD 100GB SATA
Display 17 Zoll WXGA+ 1440x900 Pixel 16M Farben Licht Sensor
Video controller ATI Mobile Radeon X1600 mit 256 MB Speicher
Net.wired Broadcom NetXtreme Gigabit 10/100/1000
Net.wifi Intel Pro Wireless 3945AGB
Net Bluetooth HP
PCMCIA
Keyboard 101/102-Tasten mit 10er Block
Pointer Touchpad
7-in-1 Media Reader für SD, MMC, Memory Stick usw.
DVD+/-RW DVD/CD-Brenner DVD +/- RW Doppel-Layer
Audio Intel HDA
Smartcard-Leser ISO 7816 kompatibel mit PC/SC-Interfach

Kernel 2.6.17.6 (Vanilla Sources)

[Bearbeiten] Allgemein

Das Inhaltverzeichnis und der Aufbau sind aus dem Artikel Compaq HP nx6125 übernommen.

Der Artikel ist noch im Aufbau.

[Bearbeiten] Installation von Gentoo 2006.0

Ich habe von der 2006.0-CD aus gestartet. Anschließend bin ich (wie immer) genau nach dem Gentoo Linux x86 Handbuch vorgegangen. Als einziger Unterschied funktionierte die Konfiguration von eth0 nicht per DHCP, also musste alles einzeln eingestellt werden.

Anschließend wurde ein Stage-3-Archiv geholt und zwar das i686-Archiv. Die Architektur ist i686. Weil eine Dualcore-CPU vorhanden ist, habe ich MAKEOPTS="-j3" eingestellt. Damit werden 3 Prozesse zum übersetzen gestartet. Die Übersetzung geht rasend schnell.

[Bearbeiten] Kernelkonfiguration

  • 2 CPU
  • Pentium M
  • SATA
  • ACPI
  • Broadcom


Ich betreibe den Rechner mit 2.6.17.6, weil ein Wechsel zu 2.6.18 dazu führte, dass das HSF-Modem nicht mehr korrekt angesteuert wurde. Bei der Kernelauswahl kann das ein Kriterium sein.

[Bearbeiten] Module (/etc/modules.autoload.d)

/etc/modules.autoload/kernel-2.6

ipw3945
tg3
button
processor
thermal
battery
fan
video
ac
psmouse
piix
sdhci
mmc_block
evdev

ehci-hcd
uhci-hcd
usb_storage

ieee1394
raw1394
ohci1394
video1394

[Bearbeiten] Kernelupdate

Nachdem ich lage mit dem 2.6.17.6 gut gefahren bin, musste ich auf 2.6.20.3 umstellen. Es war ein wenig abenteuerlich, weil im Kerne sich einiges getan hat. Betroffen waren:

[Bearbeiten] Die Parameter für SATA

Im Kernel hat sich die Struktur für das SATA Subsystem geändert. Es ist von einem Ableger des SCSI zu einem eigenen Subsystem geworden.

Linux Kernel Configuration: Serial ATA

Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers

<*> ATA device support 
<*>   AHCI SATA support
      ...
<*>   Intel PIIX/ICH SATA support
      ...


[Bearbeiten] Grafikkarte (X-Server)

Die Grafikkarte wurde einfach mit

emerge ati-drivers

aktualisiert.

[Bearbeiten] Sound (ALSA)

Das ALSA-Subsystem hat anscheinend Probleme mit dem aktuellen Kernel. Ich habe also in /etc/portage/package.keywords die Maskierung von x86 entfernt:

media-sound/alsa-driver ~x86
media-sound/alsa-headers ~x86
media-sound/alsa-utils ~x86

und dadurch die Version 1.0.14_rc3 erhalten, die wohl gegen den Kernel 2.6.20.3 übersetzt werden kann. Da (derzeit) nur die Intel-ICH-Sound-Karte betreibe, reichte:

env ALSA_CARDS='hda-intel' emerge  alsa-utils

Weitere Soundkarten über USB werden dann noch zu ergänzen sein.

[Bearbeiten] WLAN

Die Aktualisierung ging nicht ganz ohne Arbeit. Die Verschlüsselung hat sich geändert, so dass der ipw3945 alles aus dem Kernel einsetzt. Die Einstellungen waren dann:

Linux Kernel Configuration: WLAN Einstellungen

Networking

<M>   Generic IEEE 802.11 Networking Stack 
[ ]     Enable full debugging output 
---     IEEE 802.11 WEP encryption (802.1x)
<M>     IEEE 802.11i CCMP support
<M>     IEEE 802.11i TKIP encryption
<M>     Software MAC add-on to the IEEE 802.11 networking stack  


Anschließend:

emerge ipw3945

fertig.

[Bearbeiten] XServer

Ich habe mich erst einmal für den proprietären treiber von Ati entschieden. Er ist bei ATI erhältlich.

Die Installation war unspektakulär.

Mit aticonfig war es möglich, die Auflösungen 1440x900 und 1024x768 in der xorg.conf einzustellen. Bei 1024x768 habe ich mich für den zentrierten Modus entschieden, weil das Bild erheblich schärfer ist.

Beim Modell RH457ET#ABD hat das Display eine max. Auflösung von 1680*1050. Trägt man diese in die xorg.conf ein, funktioniert dies ohne Probleme und die Auflösung kann im ATI-CCC gewählt werden:

Section "Screen"
        Identifier "aticonfig Screen 0"
        Device     "ATI Graphics Adapter 0"
        Monitor    "aticonfig Monitor 0"
        DefaultDepth     24
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     24
                Modes    "1680x1050" "1440x900" "1024x768"
                #Virtual 1280 1024
        EndSubSection
EndSection
  • Nachtrag:

Ich habe x11 folgendermassen installiert:

USE="acpi opengl" ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge xorg-x11 ati-drivers

Hier sieht man das Einstellungsfile /etc/X11/xorg.conf.

Dies sollte man immer machen, wenn man einen neuen Kernel compiliert/installiert, damit das Module fglrx für die 3-D Beschleunigung erstellt wird. Die 3-D Beschleunigung brauch aber sehr viel Resouren und wenn man Strom sparen will, dann kann man dies auch weglassen.
Wer aber 3-D Programme wie z.B.: GoogleEarth verwendet tut besser daran die 3-D Beschleunigung zu verwenden.
Bei mir gab es mal ein Problem beim Laden des fglrx modules, welches sich durch vorheriges Laden des Modules agpgart mittels eintrag in der Datei /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 beheben liess.
Wenn man die Stromsparfunktion von Ati (POWERplay) ansehen will, so kann dies mittels des mitgelieferten Tools aticonfig machen:

> aticonfig --lsp
    core/mem      [flags]
-----------------
  1: 209/135 MHz  [low voltage]
* 2: 392/252 MHz  [default state]
  3: 425/378 MHz  [performance mode]

Um die Grafikarte in den Stromsparmodus zu befördern wird macht man folgendes:

> aticonfig --set-powerstate 1
Warning : Option 'PowerState' is exclusive, other options will be ignored.

> aticonfig --lsp
    core/mem      [flags]
-----------------
* 1: 209/135 MHz  [low voltage]
  2: 392/252 MHz  [default state]
  3: 425/378 MHz  [performance mode]

Diese Umschalten auf den Stromsparmodus bringt richtig viel an zusätzlicher Akkulaufzeit, da es ca. 10 Watt an Strom einspart.

[Bearbeiten] LAN

Die eingebauate Netzwerkkarte ist eine Broadcom NetXtreme Gigabit 10/100/1000. Sie ist standardmäßig vorhanden. Als Modul konfiguriert, ergibt sie das Modul tg3. Der Betrieb ist problemlos.

[Bearbeiten] WLAN

Installiert ist die Intel ipw3945agb-Karte.

Mit

emerge ipw3945 wireless-tools

wird die Software installiert. Es wird vermutlich eine Fehlermeldung erscheinen, dass der Kernel gepatcht werden soll, weil die Verschlüsselungsroutinen nicht passen. Die Meldung und der Lösungsweg sicnd eindeutig. Bitte auch beachten. In /etc/modules.autoload/kernel-2.6 muss der Treiber noch geladen werden. Die Karte liess sich erst ansprechen, als ich die Reihenfolge von ipw3945 und tg3 so wie oben geändert habe. Die WLAN-Karte erscheint als eth1 und kann entsprechend konfiguriert werden. Der Dämon ipw3945d muss natürlich auch gestartet werdern. Ich mache das in der /etc/init.d/local. Die WLAN-Taste des Notebooks schaltet den Sender an/aus. Wichtig: Wenn man unter Windows irgend eine Einstellung im Wireless-Bereich ändert (z.B.: Wireless an, Bluetooth aus, ...), so merkt sich der Chip die Einstellung auch unter Linux, was natürlich :-} Probleme macht. Also unter Windows auch sauber verlassen. Schon gar nicht Hibernate unter Windows einsetzen.

Wie erwähnt, muss die Reihenfolge der Module eingehalten werden. Für die Anbindung verwende ich derzeit wifi-radar und kwifimanager. ind wifi-radar.sh habe ich den sudo-Aufruf durch kdesu ersetzt, admit die Anwendung auch zum X-Server durchkommt.

[Bearbeiten] FIREWIRE

Habe die Treiber für den eingebauten Firewireanschluss installiert, da ich mir die Filme von einer DV-Camera rüberspielen wollte.

Mit lspci bekommt man raus welcher Firewire-Chip verbaut ist:

> lspci -v
...
...

02:06.1 FireWire (IEEE 1394): Texas Instruments PCIxx12 OHCI Compliant IEEE 1394 Host Controller (prog-if 10 [OHCI])
        Subsystem: Hewlett-Packard Company nx9420
        Flags: bus master, medium devsel, latency 64, IRQ 18
        Memory at f4201000 (32-bit, non-prefetchable) [size=2K]
        Memory at f4204000 (32-bit, non-prefetchable) [size=16K]
        Capabilities: [44] Power Management version 2
...
...

Für den Chip und die DV-Camera müssen folgenden Module im File /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 eingetragen werden:

  • ieee1394
  • raw1394
  • ohci1394
  • video1394

Um dann endgültig einen Film von der Kamera zu bekommen, hab ich diese zuerst an den Firewireanschluss angesteckt und eingeschaltet. Dabei wurde folgender Logeintrag im File /var/log/messages generiert:

Nov 20 21:14:30 jambalaya ieee1394: Node added: ID:BUS[0-00:1023]  GUID[008045801154755d]

Mit der so erhaltenen GUID konnte ich mittels dvgrab den Film auf die Festplatte transferieren:

> dvgrab --guid 008045801154755d MyNewFilm.avi

[Bearbeiten] Sound

Für beide Versionen gilt:

Die Mute-Taste funktioniert sofort. Die Lautsprecher sind mäßig.

[Bearbeiten] Version ohne Modem

Die Soundkarte ist eine Intel HDA-Karte. Die Installation des Sound-Systems habe ich genau wie bei Compaq HP nx6125 durchgeführt, mit dem Unterschied, dass ich die Environment-Variable ALSA_CARDS nicht gesetzt habe. Alsa findet dann die richtige Karte.

[Bearbeiten] Version mit Modem

Der Kernel wird so konfiguriert, als würde ich den Intel-Treiber einsetzen.

Linux Kernel Configuration: HP Compaq nx9420 Sound mit Modemsupport

Sound an

<M> Sound card support 

ALSA ermöglichen

<M> Advanced Linux Sound Architecture

Intel HDA Sound einschalten

<M> Intel HD Audio 

Das Sound-Modul (snd-hda-intel) darf aber auf keinen Fall geladen werden, was auch nicht schade ist, da es sowieso nicht funktioniert. Ich verwende die Treiber von Linuxant (s.u.), die dann Modem und Sound bereitstellen.

[Bearbeiten] Sondertasten

Es können alle "Sondertasten" irgendwie erreicht werden. Entweder es werden "Keys" erzeugt, die durch showkey sichtbar werden, oder man muss noch mit "setkeycodes" die entsprechenden Codes erzeugen:

  • Präsentationstaste: 0xe008
  • Fn+F8(Batterie): 0xe009
  • Lichtsensor: 0xe033
  • Info-Taste: 0xe059
  • Die WiFi-Taste erzeugt ein udev-Event und schaltet vermutlich die WLAN+Bluetooth-Karten an/aus

Die anderen Tasten erzeugen ACPI-Events (Power, LID)

Viele Informationen gibt es im Artikel Multimediatasten.

Die Makecodes von oben verden in der Datei /etc/init.d/local in normale Keycodes umgesetzt:

	setkeycodes e059 167
	setkeycodes e008 168
	setkeycodes e009 169
	setkeycodes e033 170

Die Events, die dann m X-Windows-System erscheinen, sind dann:

  • Präsentationstaste: 0xe008 152
  • Fn+F8(Batterie): 0xe009 190
  • Lichtsensor: 0xe033 208
  • Info-Taste: 0xe059 177

Weiterhin gibt es noch folgende Keycodes für folgende Tasten:

  • Lautsprecher leiser: 174
  • Lautsprecher lauter: 176
  • Lautsprecher stummschalten: 160

In der ~/.Xmodmap findet sich dann:

keycode 174 = XF86AudioLowerVolume
keycode 176 = XF86AudioRaiseVolume
keycode 160 = XF86AudioMute

Im Kmix wurden dann im Menü:

"Einstellungen-->Globale Kurzbefehle"

die entsprechenden Tasten nach neustart gedrückt.

Die Tasten "Taschenrechner" und "Präsentation" habe ich für xbindkeys aufbereitet. Mein ~/xbindkeysrc enthält für diese Tasten:

"kcalc"
  c:161
"staroffice8 -impress"
  c:152


Zum Abschluss dann noch zwei Dateien in ~/.kde/Autostart:

  • 01_xmodmap.sh (Ruft "xmodmap ~/.Xmodmaprc" auf)
  • 02_events.sh (Ruft xbindkeys auf)

Bemerkung: Hierbei öffnet sich bei jedem Systemstart der Editor und zeigt die Datei. Deshalb habe ich eine Alternative Variante genutzt:

Für jeden Benutzer, der diese Tastenkonfiguration benutzen will in die Datei /home/USERNAME/.xsession eintragen:

/usr/X11R6/bin/xmodmap $HOME/.Xmodmap/usr/X11R6/bin/xmodmap $HOME/.Xmodmap $HOME

So wird für jede Session des Benutzers die Xmodmap geladen, ohne dass man eine Datei in den Autostart schreiben muss.

Den Sleep-Keycode (Fn+F3) habe ich gefunden: er hat die Nr. 223.

[Bearbeiten] Kartenlesegerät

Die Installation des x-in-1-Lesegerätes ist bei Compaq HP nx6125 gut beschrieben.

#	SD-Kartenleder anschalten
	setpci -s `lspci|grep "Multimedia Card Reader"|sed "s/ .*$//" ` 4c=0x22

Der Teil `lspci ....` holt die PCI-Informationen und extrahiert aus der Zeile, die den Kartenleser beschreibt, die Adresse.


Update: hier eine Schritt für Schritt Anleitung:hat:


Achtung: die Module tifm_7xx1 und tifm_core sollten von udev schon automatisch geladen worden sein.

1. Karte einlegen !

2. Module sicherheitshalber entfernen:
   > rmmod mmc_block sdhci mmc_core

3. Kartenlesegerät initialisieren:
   > modprobe mmc_core
   > modprobe sdhci
   > modprobe mmc_block
   > setpci -s 02:06.2 4c=0x22  # pci bus of reader = 02:06.2

4. Device mounten:
   > mount -t auto /dev/mmcblk0p1 /mnt/???cardreader???

[Bearbeiten] Powermanagement

Alles in allem hapert es hier bei mir etwas. Wer beitragen möchte, kann es tun.

Das Wichtigste steht im Gentoo Power Management Wiki.

[Bearbeiten] Allgemein

Sehr interessante Dinge zum Stromsparen kann man mittels des Tools "powertop" ermitteln.
Die Webseite findet man hier: [www.linuxpowertop.org]
Folgende Kernelkonfiguration helfen Strom zu sparen:

Kernel 2.6.22 oder neuer!

-> Einschalten:

CONFIG_NO_HZ
CONFIG_HIGH_RES_TIMERS
CONFIG_HPET_TIMER
CONFIG_CPU_FREQ_GOV_ONDEMAND
CONFIG_USB_SUSPEND
CONFIG_TIMER_STATS

-> Ausschalten:

CONFIG_IRQBALANCE
CONFIG_ACPI_DEBUG


ACHTUNG: es ist anzuraten einen Kernel >= 2.6.22.1 zu verwenden, da in diesem viele der Powermanagement Funktionen verbessert wurden!
         So scheint das Module snd_hda_intel und der cpufreqd bei weitem nicht mehr so oft die CPU aufzuwecken.


[Bearbeiten] Ati Radeon Mobility X1600 Grafikarte

[Bearbeiten] proprietärer Ati-Treiber

Wenn man die Stromsparfunktion von Ati (POWERplay) ansehen will, so kann dies mittels des mitgelieferten Tools aticonfig machen:

> aticonfig --lsp
    core/mem      [flags]
-----------------
  1: 209/135 MHz  [low voltage]
* 2: 392/252 MHz  [default state]
  3: 425/378 MHz  [performance mode]

Um die Grafikarte in den Stromsparmodus zu befördern wird macht man folgendes:

> aticonfig --set-powerstate 1
Warning : Option 'PowerState' is exclusive, other options will be ignored.

> aticonfig --lsp
    core/mem      [flags]
-----------------
* 1: 209/135 MHz  [low voltage]
  2: 392/252 MHz  [default state]
  3: 425/378 MHz  [performance mode]

[Bearbeiten] freier Xorg Treiber

Anscheinend kann man beim freien xorg Treiber den Stromsparmodus einschalten, indem man in der Datei /etc/X11/xorg.conf die Option DynamicClocks einschaltet.
Hab ich persönlich aber nicht probiert ...


Diese Umschalten auf den Stromsparmodus bringt richtig viel an zusätzlicher Akkulaufzeit, da es ca. 10 Watt an Strom einspart.

[Bearbeiten] "Geordnetes" Herunterfahren, wenn Batteriekapazität einen Wert unterschreitet

Ich hab schon öfters vergessen das Netzteil anzustecken, worauf der Laptop sich am Ende seiner Stromreserven einfach hart ausgeschaltet hat.
Deshalb hab ich ein kleines Skript geschrieben, welches sich über Acpi-Events über den Ladezustand der Batterien erkundigt und den Computer beim erreichen des Low-Wertes automatisch herunterfährt.

Voraussetzung ist, dass man einen halbwegs neuen Kernel, ein neueres Bios und ACPI installiert hat. ( Ich habe z.Z.: Kernel 2.6.21.5, Bios F.1A vom 17 April 2007 und acpid 1.0.4-r5 )
Bitte schauen sie auch nach, ob das Acpi-Modul battery kompiliert und geladen ist.
Dann muss man nachsehen ob die Datei /etc/acpi/events/lm_battery existiert und folgenden Eintrag aufweist:

event=battery.*
action=/etc/acpi/actions/lm_battery.sh %e

Sollte es diese nicht geben, dann muss man sie als root anlegen.
Danach öffnet man die Datei /etc/acpi/actions/lm_battery.sh und kopiert folgende Zeilen hinein:

#! /bin/bash


CUR_STATE=`fgrep  'charging state:'          /proc/acpi/battery/${2}/state | awk '{ print $3 }'`
logger "CURRENT STATE: ${CUR_STATE}"

if [ "${CUR_STATE}" == "discharging" ]; then
        WARN_LEVEL=`fgrep 'design capacity warning:' /proc/acpi/battery/${2}/info  | awk '{ print $4 }'`
        LOW_LEVEL=`fgrep  'design capacity low:'     /proc/acpi/battery/${2}/info  | awk '{ print $4 }'`
        CUR_LEVEL=`fgrep  'remaining capacity:'      /proc/acpi/battery/${2}/state | awk '{ print $3 }'`

        logger "WARN LEVEL: ${WARN_LEVEL} mAh"
    logger "LOW  LEVEL: ${LOW_LEVEL} mAh"
    logger "CURRENT LEVEL: ${CUR_LEVEL} mAh"

    if [ "${WARN_LEVEL}" == '' ]; then logger 'Error: NO WARN LEVEL'; exit 1; fi
        if [ "${LOW_LEVEL}"  == '' ]; then logger 'Error: LOWLEVEL IS EMPTY'; exit 1; fi
        if [ "${CUR_LEVEL}"  == '' ]; then logger 'Error: NO CURRENT BATTERY STATUS'; exit 1; fi

        if [ ${CUR_LEVEL} -le ${WARN_LEVEL} ]; then
                logger 'Warning: BATTERY STATUS LOW';
                set bell-style audible;
                echo -e '\a';
        fi

        if [ ${CUR_LEVEL} -le ${LOW_LEVEL} ]; then
        logger  'Warning: BATTERY STATUS CRITICAL ';
                logger  'Shutting the computer down';
                sync;
                /sbin/shutdown -h -t 15 now "Alert: BATTERY STATUS CRITICAL - Shutting down.";
        fi

fi


Ja, und das wärs eigentlich. Wenn man den acpid zum Runlevel Default hinzugefügt hat, dann müsste sich der Computer beim erreichen des Low-Wertes herunterfahren ...

[Bearbeiten] TFT-Monitor

Die Sondertasten für die Bildhelligkeit funktionieren einwandfrei. Die automatische Helligkeitsanpassung arbeitet ebenfalls sofort. (Ob es am ATI-Treiber liegt, weiss ich nicht).
Das Ausschalten des Backlights und des Monitors funktioniert sehr gut und wird in der Datei /etc/X11/xorg.conf konfiguriert.
In der Sektion "Monitor" werden diese Funktionen mittels Option "DPMS" "true" eingeschaltet.
Die verschiedenen Timeouts für das Ausschalten des Backlights/Monitors werden in der Sektion "ServerLayout" festgelegt:

Section "ServerLayout"
	Identifier     "X.org Configured"
	Screen      0  "aticonfig Screen 0" 0 0
	InputDevice    "Touchpad" "AlwaysCore"
	InputDevice    "Mouse0" "CorePointer"
	InputDevice    "Keyboard0" "CoreKeyboard"
	
	Option  "BlankTime"    "5"   # Blank the screen after 5 minutes (Fake)
	Option  "StandbyTime"  "10"  # Turn off screen after 10 minutes (DPMS)
	Option  "SuspendTime"  "15"  # Full suspend after 20 minutes
	Option  "OffTime"      "20"  # Turn off after half an hour
EndSection

Section "Monitor"
        Identifier   "aticonfig Monitor 0"
        VendorName   "Monitor Vendor"
        ModelName    "Monitor Model"
        # powersaving
        Option       "DPMS" "true"
EndSection

[Bearbeiten] CPU Frequenz dynamisch anpassen

Die Cpu-Frequenz der Intel Core 2 Prozessoren kann je nach Bedarf dynamisch hinauf und heruntergeregelt werden, was einiges an Energie sparen kann. Folgenden Schritte sind für die Installation notwendig:

[Bearbeiten] Bios updaten

Zuerst muss das neueste Bios von HP heruntergeladen werden. In meinen Fall war das Version F.1A vom 17 April 2007.
Die Installation erfolget unter Windows XP. Mit dieser Version funktionierte der HEPT-Timer support und das Cpufrequency-Scaling.

[Bearbeiten] Neueste Kernelsourcen compilieren

Am besten lädt man die neuesten Kernelsourcen von www.kernel.org herunter.
In meinen Fall war das die Version 2.6.21.5. Bei älteren Versionen könnte es zu Problemen kommen.
Eine funktionierende Konfiguration für Kernel 2.6.21.5 können sie hier finden: Kernelkonfigurationsfile-2.6.21.5
Die Kernelsourcen werden im Verzeichniss /usr/src/ entpackt, configuriert und kompiliert.


> su
Password:
> cd /usr/src/
> tar -xvjf linux-2.6.21.5.tar.bz2
> rm linux && ln -s linux-2.6.21.5/ linux
> l linux
lrwxrwxrwx 1 root root 15 Jul  5 22:36 linux -> linux-2.6.21.5/
> cd linux
> make menuconfig

Danach wurden der Kernel wie auf folgenden Bildern konfiguriert:

Prozessor
Prozessor
Acpi
Acpi
Cpufrequency scaling
Cpufrequency scaling

Nachdem die Kernelkonfiguration gespeichert wurde kann der Kernel kompiliert und installiert werden.

make && make modules_install

Der neue Kernel muss ins /boot/ Verzeichniss kopiert und ins /boot/grub/grub.conf eingetragen werden.

[Bearbeiten] Acpi installieren

Der Acpidaemon wird einfach folgendermassen installiert:

> emerge  sys-power/acpid
> rc-update add acpid default

[Bearbeiten] Cpufreq Utilities und Deamon installieren

Installieren:

> emerge  sys-power/cpufreqd
> rc-update add cpufreqd default

Die Konfiguration des cpufreqd kann man unter /etc/cpufreqd.conf vornehmen.

[General]
pidfile=/var/run/cpufreqd.pid
poll_interval=3
enable_plugins=acpi_ac, acpi_battery
enable_remote=1
remote_group=wheel
verbosity=5
[/General]

[Profile]
name=ondemand
minfreq=0%
maxfreq=100%
policy=ondemand
[/Profile]

[Profile]
name=conservative
minfreq=0%
maxfreq=100%
policy=conservative
[/Profile]

[Profile]
name=powersave
minfreq=0%
maxfreq=100%
policy=powersave
[/Profile]

[Profile]
name=performance
minfreq=0%
maxfreq=100%
policy=performance
[/Profile]

[Rule]
name=battery
ac=off
profile=conservative
[/Rule]

[Rule]
name=battery_low
ac=off
battery_interval=0-10
profile=powersave
[/Rule]

[Rule]
name=ac
ac=on
profile=ondemand
[/Rule]

[Bearbeiten] Diverses

Danach muss noch dafür gesorgt werden, dass die Treiber. -und Acpimodule beim Start geladen werden.
Dafür müssen folgende Einträge zur Datei /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 hinzugefügt werden:

# acpi
ac
battery
button
fan
processor
thermal
video
# cpu frequency stepping
acpi-cpufreq


Achtung: Immer nach Installation eines neues Kernels müssen vom Kernel abhängige Pakete neu installiert werden.
         Ansonsten können es sein, dass beim Neustart einige Dinge wie zum Beispiel das Wavelan nicht mehr funktionieren.
         z.B.: emerge ipw3945 ipw3945-ucode madwifi-ng


Nach dem Neustart, kann man sich die Cpufrequenz mittels den Befehl "cpufreq-info" oder "cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_cur_freq" ansehen.

[Bearbeiten] Suspend Modi

Noch eine Baustelle: Siehe vielleicht hier: [1]

[Bearbeiten] Kleinigkeiten

[Bearbeiten] Touchpad

Das Tochpad ist von der Firma Synaptics. Für das X-Windows-System gibt es einen Treiber.

Dieser Treiber ist komplett.

emerge synaptics

In der Textdatei /usr/share/docs/synaptics*/INSTALL.DE.gz findet man eine ausführliche Anleitung und ein funktionierendes Beispiel für die xorg.conf. Es muss nur der Name der Maus angepasst werden. Es funktioniert alles, was das Touchpad hergibt, auch die Mausrad-Emulation!!!

[Bearbeiten] Modem

Das Modem ist ein Winmodem von Conexant (ehem. Rockwell). Die Firma Linuxant bietet einen Treiber für dieses Modem an. Die aktuelle Version wird von gentoo unterstützt. Die Kernelkonfiguration ist oben beschrieben. Einfach nur

emerge hsfmodem

eintippen. Wenn der Kernel wie oben konfiguriert wurde, läßt sich der Treiber problemlos starten und stoppen. Der Sound funktioniert auch problemlos. Offen ist noch die Konfiguration des pppd.

[Bearbeiten] Noch zu erledigen

  • Wlan-Konfiguration (Habe ich unter Linux noch nicht gemacht)
  • Tasten Sleep (Fn+F3) und Doppelmonitor (Fn+F4)
  • Fein-Tuning vom Prozessormanagement
  • Datensichenrungsskripte
  • Der SmartCard-Leser
  • Udev-Rules für die SD-Karte
  • Bluetooth

[Bearbeiten] Feedback

Wer Ergänzungen hat, möge sich bitte beteiligen. Rückmeldungen und Anregungen bitte an mich:
Wolfgang (punkt) Jankowski (at) gmx (punkt) de

[Bearbeiten] Links

'Persönliche Werkzeuge