Logitech Quickcam connect
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Einleitung
Dieses HowTo beschreibt die Installation und Konfiguration sowie Aufname- / Abspielfunktion(recording / play) Funktion für die Webcam "Quickcam connect" des Herstellers Logitech. Die hier beschriebene Anleitung sollte auch für andere Kameras anderer Hersteller anwendbar sein. Nach diesem HowTo sollte die Video- sowie die Audiofunktionalität der Kamera mit deinem Gentoosystem nutzbar sein.
verwendete Hard- und Software:
- Logitech Quickcam Connect
- Vendor und Produkt ID: 046d:08d9
- Kernel: 2.6.18-r2
- ALSA für Soundausgabe
- MPlayer / FFmpeg für aufnahme und nachträgliches abspielen
- gspcav Treiber in der Version vom 16.12.2006 - Tests haben ergeben, dass die aktuellen Treiber auch einwandfrei funktionieren
[Bearbeiten] Kernelkonfiguration
Die Kernelkonfiguration beziehen sich auf die Version 2.6.18-r2. Es kann somit zu leichten Unterschieden bei Kernelversionen kommen, die nicht dieser hier entsprechen. Es ist sehr zu empfehlen die Treiber auch als Module einzubinden, da man so nicht neustarten muss und bei einem Absturz (beim Sound sehr wahrscheinlich - warum dazu später mehr) die Treiber schnell mal entfernen kann.
[Bearbeiten] Videomodul
Location: -> Device Drivers -> Multimedia devices <M> Video For Linux [ ] Enable Video For Linux API1 (DEPRECATED) [*] Enable Video For Linux API 1 compatible Layer
Für das Videomodul sind nur diese 2 Einstellungen nötig. Der Treiber v4l2 funktioniert mit dieser Kamera nicht! Jetzt zum Audiomodul
[Bearbeiten] Audiomodul
Location:
-> Device Drivers
-> Sound
<*> Sound card support
-> Advanced Linux Sound Architecture
-> USB devices
<M> USB Audio/MIDI driver
Beim Audiotreiber sind auch nur diese 2 Treiber nötig. Einmal die allgemeine Soundkartenunterstützung und dann der Treiber für USB-Audio. Letzteres wieder als Modul eingebunden. Ob ihr die ALSA Treiber aus dem Kernel heraus benutzt oder die Pakete installiert habt ist egal.
Wichtig sind natürlich noch die Standard Linux-USB Treiber, zu finden in <Ergänzung notwendig>
Jetzt müsst Ihr nur noch den Kernel kompilieren damit die Module erstellt werden. Eine sehr ausführlich Anleitung wie man das macht und was man dabei noch alles beachten kann, gibt es hier Kernel_manuell_kompilieren. Zum direkten Kompilieren des Kernels sowie der Module, einfach die Befehlskombination make && make modules_install anwenden.
[Bearbeiten] Treiber für die Kamera installieren
[Bearbeiten] GSPCA Treiber
Der wohl zur Zeit einzig funktionierende Treiber ist der von Michel Xhaard und Sylvie Xhaard. vom "Ecole Centrale d'Electronique ECE" in Frankreich. Bezieht euch den Treiber (gspcav) von der Downloadseite [1].
Diesen braucht Ihr einfach nur auspacken und das Script "gspca_build" mit root-Rechten ausführen. Hierfür muss das Videomodul aus dem Kernel schon installiert sein!
tar -xzf gspcav1<version>.tar.gz cd gspcav1<version>/
root-Rechte bekommen mit su oder den Befehl direkt mit sudo ausführen. Hier haben wir su, danach folgt:
./gspca_build
Jetzt sollte der Treiber auf komfortable Weise installiert werden.
Alternativ zum händischen Installieren des gspcav Treiber sollte auch emerge spca5xx funktionieren.
[Bearbeiten] UVC Treiber
Der UVC Treiber ist ebenfalls eine Opensource Entwicklung und wird beim Portal BerliOS gehostet. Leider sind die ersten und zweiten Firmwaregeneration (ID: 046d:08**) der Logitechkamers nicht komplett im USB Standard entwickelt worden. So kommt es zu Problemen beim Betreiben von den inkompatibelen Kameras, die hier aufgeführt sind: [2]
[Bearbeiten] Treiber laden
Da für diesen Wiki-Eintrag leider nur eine Kamera zur Verfügung stand, bei der es Komplikationen mit dem UVC Treiber gibt, wurde von weiteren Tests bis auf Weiteres abgesehen. Wenn die Module erstellt sind, können diese mit dem Befehl modprobe geladen werden.
- Video
modprobe -v gspca
- Audio
modprobe -v snd_usb_audio
Nun sollte eure Kamera einsatzbereit sein. Zu beachten ist, dass durch den Videotreiber ein neues Gerät unter /dev entsteht: video0. Wer schon eine Videokarte im Rechner hat und die Treiber für diese bereits geladen hat, bei dem wird sehr wahrscheinlich die Gerätedatei der Webcam unter /dev/video1 erstellt werden.
[Bearbeiten] Wiedergabe und Aufnahme
[Bearbeiten] Video testen
Ein Videobild lässt sich nun mit so ziemlich jeden Player erzeugen. Ich habe <the one and only> MPlayer genommen.
mplayer tv:// -tv driver=v4l:device=/dev/video1:width=352:height=288:outfmt=rgb24:noaudio -flip
Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Kamera nur mit dem Treiber "v4l" funktioniert und nicht mit "v4l2"! Falls die Option "outfmt" mit angegeben ist, ist auch "-flip" nötig ansonsten gings bei mir auch so, aber das sieht man ja beim abspielen.
[Bearbeiten] Video aufnehmen
Ähnlich wie das Abspielen, nur das das wir hier mencoder benutzen und noch die Codecs sowie Ausgabedatei angeben
mencoder tv:// -tv driver=v4l:device=/dev/video1:width=352:height=288:outfmt=rgb24:noaudio -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=900 -o output.avi
Die Datei "output_file.avi" sollte sich dann problemlos mit dem mplayer wieder abspielen lassen.
Ein weiteres interessantes Programm, welches ebenfalls bei mplayerHQ entwickelt wird, ist FFmpeg. Hier eine Standard-Eingabezeile um Video aufzunehmen:
ffmpeg -f video4linux -s 640x480 -r 5 -i /dev/video0 -f m4v out.m4v
Für Aufnahme des Bildes sind bei mir bis zu 640 mal 480 Pixel möglich gewesen.
[Bearbeiten] Microfon testen
Auch hier nehmen wir wieder etwas auf, gleich mit Video
mencoder tv:// -tv driver=v4l:device=/dev/video0:width=352:height=288:outfmt=rgb24:alsa:amode=1:adevice=hw.1:forceaudio -flip -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=900 -oac mp3lame -lameopts cbr:br=128 -o output.avi
Der Zusatz gegenüber der einfachen Videoaufnahme ist hier die ALSA Implementierung
amode=1 - Stereoaufnahme adevice=hw.1 - Geräteangabe, unbedingt darauf achten das die Geräte hier mit einem Punkt angegeben werden. Da ich eine Soundkarte im Rechner habe (adevice=hw.0), besitzt das eingebaute Mikro der Kamera somit die Adresse "hw.1".
Sehr wichtig ist der Zusatz "forceaudio". Da ALSA das Gerät nicht von alleine erkennt und sonst bei Eingabe des Kommandos nix darüber aufnimmt. So zwingt man ALSA doch etwas mitzuschneiden.
[Bearbeiten] Zusätzliche Software
[Bearbeiten] Camorama
Ein schönes Tool für Webcams ist "camorama". Welches mit interessanten Filtern und Effekten beeindrucken kann. Hiermit lassen sich jedoch nur Einzelbilder speichern und keine Videomitschnitte produzieren. Um das Programm zu installieren, sollte man es in der aktuellen Version 0.19 als Source-Code downloaden und auf die ältern RPMs oder Debian Pakete verzichten.
[Bearbeiten] Cheese
Das Programm Cheese ist ebenfalls, wie Camorama, ein Webcamprogramm für den Gnome-Desktop. Auch sind hier ähnliche Effekte einstellbar. Mit Cheese kann man jedoch Fotos (Einzelbilder) und Videos abspeichern. Hier wird das gerade aufgenomme Videobild, parallel noch im Videofenster angezeigt, was bei der hier dargestellten MPlayer Aufnahme nicht der Fall ist.
Cheese versucht zwar beim Start den V4L2 Treiber zu initialisieren, da dieser mit der hier getesteten Kamera nicht funktioniert, greift Cheese jedoch auf den V4L-Treiber zurück. Hier sind dann für Einzelbildaufnahmen 640 mal 480 Pixel möglich und für Video 320 mal 280 Pixel.
[Bearbeiten] Ekiga
Die Gnome-Software Ekiga entstand aus dem Programm GnomeMeeting und wurde von Damien Sandras initiiert. Die Installation erfolgt problemlos mit dem Befehl:
emerge -av ekiga
In der Konfiguration von Ekiga wurde die Videoschnittstelle problemlos erkannt. Wichtig ist auch hier wieder im Menu "Bearbeiten-->Einstellungen-->Geräte-->Videogeräte" unter dem Punkt "Video-Plugin" V4L anzugeben und NICHT V4L2!!
Leider habe ich noch kein Testanruf mit Videoübertragung bei Ekiga machen können. Im Programm selbst kann man aber schon die Videoausgabe aktivieren, welches auch sehr gut funktioniert.
[Bearbeiten] Skype 2.0
Die Version 2.0.0.63 von Skype für Linux funktioniert jetzt auch stabil mit Video beim Telefonieren. Einfach das "Dynamic-Paket" runterladen auspacken
tar -xjf <download-ordner>/skype-2.0.0.63.tar.bz2
und Skype per ./skype, im neuerstellen Ordner, starten. Wenn der Treiber, wie oben beschrieben, vorher geladen wurde, kann man das Video unter Optionen --> Videogeärte testen. Teilweise ist es notwendig mit den Soundeinstellungen zu probieren.
Der Soundserver "pulseaudio" wird jetzt auch unterstützt, jedoch hatte ich bis jetzt nur mit ALSA die Soundausgabe getestet.
[Bearbeiten] Links
Hersteller der hier getesteten Kamera:
GSPCA-Treiber:
UVC-Treiber:
- UVC-Entwicklerseite und Download
- UVC Logitech Bug
- UVC Wissensbasis: Installation, Anwendungen, Fehlerbeschreibungen
Skype:
- http://www.skype.com
- Skype Entwicklerseite
- Skype Linux Beta Download
- Skype Linux Download (stabile, offizielle Linuxversionen)
Camorama:
Cheese:
