MAN makeconf
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[Bearbeiten] NAME
make.conf - Manuelle Einstellungen für Portage
[Bearbeiten] SYNTAX
/etc/make.conf
[Bearbeiten] BESCHREIBUNG
Diese Datei enthält einige Variablen die von Portage benutzt werden.
Portage überprüft zuerst bereits vorhandene Umgebungsvariablen. Falls keine Einstellungen vorhanden sind wird die /etc/make.conf herangezogen. Falls dort auch keine Einstellungen gesetzt wurden, geht Portage weiter zur /etc/make.globals. Findet es dort abermals keine Einstellungen, werden die Standardeinstellungen aus der /etc/make.profile/make.defaults verwendet. Zu beachten ist, dass alle Benutzereinstellungen in der Umgebung oder in der /etc/make.conf gemacht werden sollten, da diese Orte dafür vorgesehen sind.
Ausnahmen sind inkrementelle Variablen wie z.B. USE, CONFIG_PROTECT* und ACCEPT_KEYWORDS. Inkrementelle Variablen werden ausgehend von der make.defaults über make.globals und make.conf bis auf Umgebungsebene aufgebaut. Das Löschen der Einstellungen aus solchen Variablen erfordert ein "-*", wie in diesem Beispiel: export USE="-*" code>
[Bearbeiten] VARIABLEN
- ACCEPT_KEYWORDS = [Liste von KEYWORDS, getrennt durch Leerzeichen]
-
Aktiviere das Testen von Ebuilds, die noch nicht als 'stable' deklariert sind. Benutzer der 'x86' Architektur würden dies zu '~x86', während die ppc Benutzer '~ppc' wählen würden. Dies ist eine inkrementelle Variable. Definiere nur eine ~arch!
Standard ist der Wert von $ARCH.
- AUTOCLEAN = ["yes" | "no"]
-
Säubert automatisch das System indem es 'abgelaufene' Pakete löscht, die keine Funktionalitäten zur Verfügung stellen, oder die das System daran hindern, zu funktionieren. Bei grösseren ABI Wechseln kann es nötig sein, dies zu deaktivieren, um sicher zu stellen dass das System wieder erstellt werden kann, indem die alten Bibliotheken benutzt werden, bevor die alten gelöscht werden. Downgraden mit dieser Option deaktiviert kann in fehlenden Symlinks und einem Funktionsunfähigen System resultieren.
Standard ist 'yes'.
- BUILD_PREFIX = [path]
-
Definiert den Ort des Paket Arbeits-Verzeichnis.
Standard ist ${PORTAGE_TMPDIR}/portage
- CBUILD
-
Diese Varaible wird von den Ebuild Skripten zu configure übergeben als --build=${CBUILD} wenn es definiert ist. Zur Zeit ist HPPA die einzige Architektur, die das benötigt.
- CCACHE_SIZE = "Grösse"
-
Dies kontrolliert die Speicherlimiten für ccache. Der Standard ist 2 Gigabytes ('2G'). Die Grössen werden mit 'G', 'M', oder 'K' angegeben.
- CFLAGS CXXFLAGS
-
Benutze diese Variablen um die gewünschten Optimierungen / CPU-Instruktions-Einstellungen zu setzen für die Applikationen, die Du compilierst. Beinahe alle Ebuild Dateien werden Vorteile aus Deinen speziellen Einstellungen ziehen, was in einem nach Deinen Einstellungen optimierten Gentoo resultiert. Verwende bitte bedachte Einstellungen, da ein paar Pakete nicht compilieren/laufen werden, wenn die Einstellungen zu extrem sind.
Für weitere Informationen:
http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-3.2/gcc/Invoking-GCC.html
http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-3.3/gcc/Invoking-GCC.html
http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-2.95.3/gcc_2.html
- CHOST
-
Diese Variable wird von den Ebuild Skripten zum configure Skript als --host=${CHOST} geschickt. So kannst du 'build-host' erzwingen.
Für weitere Informationen:
http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-3.2/gcc/Submodel-Options.html
http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-3.3/gcc/Submodel-Options.html
http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-2.95.3/gcc_2.html
- CLEAN_DELAY = Ganzzahl
-
Setzt die Countdown-Verzögerung für 'emerge clean' fest.
Standard ist 5 Sekunden.
- CONFIG_PROTECT = [Liste von Verzeichnissen, mit Leerzeichen getrennt]
-
Alle Verzeichnisse, die hier definiert werden, haben "Konfigurationsdatei-Schutz" aktiviert. Für weitere Information schaue bitte 'emerge --help config' an.
- CONFIG_PROTECT_MASK = [Liste von Verzeichnissen, mit Leerzeichen getrennt]
-
Alle Verzeichnisse, die hier definiert werden, haben "Konfigurationsdatei-Schutz" deaktiviert. Für weitere Information schaue bitte 'emerge --help config' an.
- DEBUGBUILD
-
Falls dies definiert ist, werden die Binaries und Bibliotheken nicht ge-stripped, vor dem merge.
- DISTDIR = [Pfad]
-
Definiert den Ort Deines lokalen Quelldatei Repositories.
Standard ist ${PORTDIR}/distfiles.
- FEATURES = "sandbox ccache autoaddcvs"
-
Definiert Aktionen, die Portage standardmässig unternimmt. Diese Optionen sollten von niemanden ausser Entwicklern geändert werden. 'sandbox' ist ein wichtiger Teil von FEATURES und sollte nicht standardmässig deaktiviert werden. Dies ist eine inkrementelle Variable.
-
- autoaddcvs
-
Bewirkt, dass Portage automatisch versucht Dateien zu CVS hinzuzufügen, die später hinzugefügt werden müsen. Wird zur Erstellzeit gemacht und funktioniert nur, wenn cvs auch in FEATURES ist.
- buildpkg
-
Binärpakete werden erstellt für alle Pakete, die ge-merged werden.
- ccache
-
Aktiviert den Support für das ccache Paket in Portage. Falls ccache nicht in der Umgebung des Benutzers ist, wird Portage standardmässig nach ${PORTAGE_TMPDIR}/ccache (mit userpriv) und nach /root/.ccache sonst.
- cvs
-
Ein Feature für Entwickler, das Portage dazu veranlasst alle USE Flags in SRC_URI zu aktivieren, wenn Digests erstellt werden.
- digest
-
Generiere ein Digest automatisch für Pakete.
- distcc
-
Aktiviert die Unterstützung für das distcc-Paket in Portage.
- fixpackages
-
Startet das Skript, welches die Abhängigkeiten in allen Binärpaketen reparieren wird. Das wird immer gemacht, wenn Pakete im Portage-Tree bewegt werden. Bitte beachte, das dies lange Zeit in Anspruch nehmen kann...
- keeptemp
-
Lösche das ${T} Verzeichnis nicht nach dem merge-Prozess.
- keepwork
-
Lösche das ${WORKDIR} Verzeichnis nicht nach dem merge-Prozess.
- mirror
-
Das bewirkt, dass FETCHCOMMAND immer ausgeführt wird, selbst wenn Dateien in DISTDIR schon existieren.
- noauto
-
Wenn ebuild benutzt wird, führe nur die Funktion aus, die angefragt wurde.
- noclean
-
Lösche das Quell- und TemporärVerzeichnis nicht nach dem merge-Prozess.
- nostrip
-
Verhindert, dass die Binärdateien ge-stripped werden.
- notitles
-
Deaktiviert die xterm-Titelzeilen Updates (diese enthalten Status Informationen).
- sandbox
-
Aktiviert das sandbox-en wenn Emerge und ebuild ausgeführt werden.
- strict
-
Veranlasst Portage strikt zu reagieren, auf Umstände, die das Potential haben gefährlich zu sein (z.B. fehlende oder falsche Manifeste).
- userpriv
-
Erlaubt Portage die root Privilegien fallen zu lassen und Pakete mit portage:portage ohne sandbox zu compilieren (ausser usersandbox wird auch benutzt).
- usersandbox
-
Aktiviert die Sandbox während der Compilierphase, wenn dies ohne root Rechte geschieht (userpriv).
- FETCHCOMMAND
-
Legt das Kommando zum herunterladen der Sourcepakete fest.
- GENTOO_MIRRORS = [URLs]
-
Hier werden die lokalen Mirrors in einer Leerzeichen-getrennten Liste festgelegt. Diese werden vor denen genutzt, die in den einzelnen ebuild scripts angegeben sind. Das mergen von mirrorselect kann bei der Auswahl der Mirrors weiterhelfen!
- HTTP_PROXY FTP_PROXY = [host:port]
-
These vars are used if the sources must be downloaded from the
internet by wget. They are only required if you use a
proxy server for internet access. Either define PROXY or
PROXY_FTP and PROXY_HTTP.
Diese Variablen werden für wget verwendet, falls zum herunterladen der Sourcen ein HTTP- oder FTP-Proxy verwendet werden muss. Es kann entweder PROXY oder auch seperat PROXY_FTP und PROXY_HTTP festgelegt werden. Beispiel:
http_proxy="10.10.10.4:8080"
- MAKEOPTS
-
Nutzen Sie diese Variable, falls Sie mehrere Make- bzw. Compilerprozesse gleichzeitig betreiben wollen. z.B falls sie ein Dualprozessorsystem haben, setzen Sie diese Variable von "-j2" auf "-j4" um die Kompilierzeiten zu verkürzen. Generell gilt: Prozessorzahl*2 als Richtwert, auch für Distcc ist es nützlich, die Zahl höher einzistellen. Für weitere Informationen siehe man make.
- NOCOLOR = ["true" | "false"]
-
Legt fest ob die emerge-Ausgabe farbig ist oder nicht.
Standardmäßig false
- PKG_TMPDIR = [Pfad]
-
emerge entpackt binary .tbz2 Packete dorthin, bevor sie in das echte System verschoben (gemerged) werden
- PKGDIR = [Pfad]
-
Legt den Speicherort für binary .tbz2 packete fest.
Standardmäßig unter ${PORTDIR}/packages.
- PORT_LOGDIR
-
Legt fest, in welchem Verzeichniss Logdateien für jedes einzelne ebuild gespeichert werden. Logs werden nur erzeugt, wenn die Variable gesetzt und das Verzeichniss schreibbar ist.
- PORTAGE_BINHOST = " ftp://login:pass@grp.mirror.site/pub/grp/i686/athlon-xp "
-
Gibt den Server an, von dem Portage vorgefertigte-binary Packete lädt. Die Liste besteht aus einem Eintrag, der den kompletten Pfad zu dem Verzeichniss mit den .tbz2 Dateien für das System enthält. Diese Variable wird nur genutzt, wenn "get binary pkg" Optionen für emerge eingestellt sind.
Bitte Emerge für weitere Informationen anschauen. Bitte beachten, dass der Pfad auf das 'All' Verzeichniss zeigen soll, und nicht zum PKGDIR des Servers.
- PORTAGE_NICENESS = [zahl]
-
Der Wert wird zum aktuellen "nice"-Wert mit dem emerge läuft addiert. In anderen Worten, legt es nicht den nice-Wrt fest, sondern erhöht ihn nur. Für weitere Informationen über nice-Wert und was ordentliche Maßstäbe sind, bitte unter man nice nachschauen.
- PORTAGE_TMPDIR = [pfad]
-
Legt das Verzeichniss für den build-Prozess fest.
Standardmäßig /var/tmp.
- PORTDIR = [Pfad]
-
Legt das Verzeichniss für den Portage-Tree fest.
Standardmäßig /usr/portage.
- PORTDIR_OVERLAY = "[pfad] [anderer Pfad] [usw...]"
-
Gibt einen Pfad an, in dem selber erstellte ebuild gelagert werden können und nicht durch `emerge sync` überschrieben werden. Leerzeichen getrennte Liste.
Kein Standardwert.
- RESUMECOMMAND
-
Bestimmt das Kommando um das Downloaden teilweise heruntergeladener Sourcen fortzusetzen.
- ROOT = [pfad]
-
MIt der ROOT Option kann man ein anderes Ziel für das Root-Verzeichniss, in das Pakete gemerged werden, festlegen. Normalerweise sollte diese Variable im gesamten System und nicht nur in der make.conf gesetzt sein. Oft wird es zum erzeugen von neuen build images verwendet.
Standardmäßig /.
- RSYNC_EXCLUDEFROM = "/etc/portage/rsync_excludes"
-
Gibt die Datei an, die Portage an rsync beim synchronisieren des Portagetrees übergeben wird. Einige Teile des Portagetrees können so vom sync-Prozess ausgenommen werden. Allerdings kann dies bei unachtsamkeit leicht zu Abhängigkeitsproblemen füren. Das Dateiformat ist ein Eintrag pro Zeile, Leerräume, ';' und '#' sind Kommentare. Mehr Info mit man rsync
- RSYNC_RETRIES = [NUMBER]
-
Zahl der fehlerhaften Versuche für rsync, bevor es aufgibt.
Standardmäßig 3.
- RSYNC_TIMEOUT = [SECONDS]
-
Zahl der Sekunden die rsync nichts tuen darf, bevor es feststellt, dass die Verbindung abgelaufen ist. Dialup-Nutzer müssten diese Variable möglicherwise über 300 Sekunden setzen!
Standardmäßig 180 Sekunden.
- RPMDIR = [pfad]
-
Gibt den Pfad an, in dem erstellte RPM-Pakete gespeichert werden
Standarmäßig ${PORTDIR}/rpm.
- SYNC = [RSYNC]
-
Hier können Sie Ihren bevorzugten Rsync-Mirror angeben. Dieser wird für `emerge sync` verwendet.
Standarmäßig [rsync://rsync.gentoo.org/gentoo-portage]</A>
- USE = [Leerzeichen-getrennte Liste von USE-Items]
-
Diese Variables beinhaltet Optionen die das Build-Verhalten von einigen Paketen beeinflussen.
Weitere Informationen in ebuild. Mögliche USE-Flags können in /usr/portage/profiles/use.desc gefunden werden. Schauen Sie auch unter USE Flags
- USE_ORDER = "env:pkg:conf:auto:defaults"
-
Determines precedence for incrementing the setting of the USE variable.
The above setting will cause the environment (env) to override per package (pkg)
settings to override make.conf (conf) to override auto generated values
from merged packages (auto) to override make.defaults (defaults).
***WARNUNG***
Diesen Wert keinesfalls verändern, falls Sie nicht ein Entwickler sind und genau wissen, was sie tun. Wenn Sie das ändern, und etwas geht kaputt, werden wir Ihnen nicht helfen, es zu reparieren.
Standardmäßig "env:pkg:conf:auto:defaults".
[Bearbeiten] BUGS MELDEN
Bitte melden Sie Bugs über: http://bugs.gentoo.org/
[Bearbeiten] SIEHE AUCH
emerge(1),portage(5),ebuild(1)
Das Skript: /usr/sbin/ebuild.sh
Helfende Programme: /usr/lib/portage/bin/*[Bearbeiten] DATEIEN
/etc/make.conf
- Enthält Variablen für den Installationsvorgang und überschreibt Einstellungen der make.defaults.
/etc/make.globals
- Enthält die Standard-Variablen für den Installationsvorgang; editiert sollte aber die /etc/make.conf werden.
/usr/portage/profiles/use.desc /usr/portage/profiles/use.local.desc
- Enthält eine vollständige Liste aller möglichen USE-Flags je Programm.
[Bearbeiten] AUTOREN
Daniel Robbins <drobbins@gentoo.org>
Nicholas Jones <carpaski@gentoo.org>
Mike Frysinger <vapier@gentoo.org>[Bearbeiten] CVS HEADER
$Header: /home/cvsroot/gentoo-src/portage/man/make.conf.5,v 1.32 2004/01/20 02:08:25 genone Exp $
