MSI M670
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[Bearbeiten] MSI MegaBook M670
Die M670er-Reihe von MSI basiert auf einem hauseigenen Barebone-System für AMD-Mobilprozessoren. Als Chipsatz kommt eine nForce-Variante von nVidia zum Einsatz, welche mit der GeForce Go 6100-GPU eine recht brauchbare Grafikleistung im Angebot hat. Besonders auffällig sind die Volltastatur mit integriertem Ziffernblock, bei der die Größer-Kleiner-Taste ungewohnterweise rechts unter der äußerst flachen Enter-Taste angebracht sind und die für den Preis überaus gute Ausstattung.
Die Installation des Basissystems sollte ab 2006.1 kein Problem mehr sein, ältere Varianten werden sich evtl. mit dem SATA-Controller nicht verstehen und den Zugriff auf die Laufwerke verweigern.
[Bearbeiten] Netzwerk/Wireless/Modem
Als Netzwerkgeräte kommen der nForce MCP51-Chip für 100Mbit-Ethernet, der RaLink RT61-Chip für 802.11b/g-WLAN und als Modem der integrierte MCP51-HDA-Audio-Controller zum Einsatz.
Das MCP51-Ethernet-Interface kann über den forcedeth-Treiber betreiben. Für den RT61-Chip gibt es eine eigene Anleitung.
Das Modem wurde bisher noch nicht getestet.
[Bearbeiten] Grafik
Die Grafikkarte kann unter X11 ohne 3D-Unterstützung mit dem VESA-Modul oder mit dem Paket nvidia-drivers mit 3D-Unterstützung erfolgen. Der Bildschirm unterstützt eine Auflösung von 1280x800 Pixeln bei 32bit Farbtiefe, welche vom nvidia-Treiber sofort erkannt wird:
echo x11-drivers/nvidia-drivers >> /etc/portage/package.keywords emerge nvidia-drivers
Es gibt bislang noch einen bekannten Fehler: das Umschalten zwischen X-Server und Konsole führt regelmäßig dazu, dass die Konsolendarstellung unten abgeschnitten und durch Streifen ersetzt dargestellt wird. Außerdem scheint der vesa-tng-Framebuffer-Treiber mit der Initialisierung Probleme zu haben:
vesafb: NVIDIA Corporation, Crush50 Board - c51mv , Chip Rev (OEM: NVIDIA) vesafb: VBE version: 3.0 vesafb: protected mode interface info at c000:d750 vesafb: pmi: set display start = c00cd786, set palette = c00cd7f0 vesafb: pmi: ports = 3b4 3b5 3ba 3c0 3c1 3c4 3c5 3c6 3c7 3c8 3c9 3cc 3ce 3cf 3d0 3d1 3d2 3d3 3d4 3d5 3da vesafb: VBIOS/hardware doesn't support DDC transfers vesafb: no monitor limits have been set vesafb: scrolling: ywrap using protected mode interface, yres_virtual=1536 vesafb: framebuffer at 0xd0000000, mapped to 0xf0880000, using 6144k, total 262144k
[Bearbeiten] Sound
Der MCP51-Soundchip kann über den ALSA-Treiber snd-hda-intel betrieben werden. Hierbei sollte folgende Zeile in die /etc/modules.d/alsa hinzugefügt werden, um die Anschlußbelegung korrekt einzurichten:
options snd-hda-intel model=3stack-dig
[Bearbeiten] Laufwerke/Cardreader/Firewire
Festplatte und DVD-Brenner sind über den nForce-SATA-Controller angeschlossen, welcher mit dem sata_nv-Treiber (im Kernel) unterstützt wird.
Die Festplatte ist laut dmesg eine TOSHIBA MK1234GS mit 120GB, die über SATA als Device 0:0:0:0 angesteuert wird, auf SATA-Port 5:0:0:0 findet sich das Optiarc DVD RW AD-7530A-Laufwerk.
Beim vorne zugänglichen Cardreader mit Firewire-Unterstützung handelt es sich um ein Gerät von O2Micro. Leider ist dafür noch kein besonderer Treiber vorhanden. O2Micro hat früher schon Linux-Engagement bekundet, dieses resultierte bislang jedoch noch nicht in brauchbaren Linux-Treibern. In lspci gibt es dazu die folgende Ausgabe:
04:04.0 FireWire (IEEE 1394): O2 Micro, Inc. Unknown device 00f7 (rev 02) 04:04.2 Class 0805: O2 Micro, Inc. Unknown device 7120 (rev 01) 04:04.3 Mass storage controller: O2 Micro, Inc. Unknown device 7130 (rev 01)
Glücklicherweise wird der SD-/MMC-Controller auch ohne besondere Treiber unterstützt, mit den Kernelmodulen sdhci und mmc_block kann SD-Karten mit dem folgenden fstab-Eintrag einbinden:
/dev/mmcblk0p1 /mnt/sdcard auto noauto,rw,user 0 0
Mangels Firewire-Devices war ich bisher noch nicht in der Lage, die Treiberunterstützung sinnvoll zu testen.
[Bearbeiten] Tastatur/Touchpad
Die Tastatur funktioniert ohne weitere Hilfe. Die über der Tastatur angebrachten Sondertasten "Mail" und "Internet" senden verwendbare Keycodes 236 und 178, "Wireless" schaltet erwartungsgemäß den RT61-Chipsatz an und aus, "P1" scheint nicht belegt zu sein und sendet auch keinen Keycode. Die Sonderbelegungen, um das Touchpad an- und auszuschalten und die Bildschirmhelligkeit zu regeln sowie Pos1 und Ende auf dem Ziffernblock funktionieren direkt, während die anderen Sonderbelegungen weder funktionieren noch einen verwendbaren Keycode senden.
Das Touchpad scheint eine "ImPS/2 Logitech Wheel Mouse" zu emulieren, so dass eine Unterstützung erweiterter Funktionen durch den Synaptics oder andere -Treiber momentan nicht möglich ist.
[Bearbeiten] CPU
Das Notebook hat einen AMD Turion64 X2, also ein Dualcore-Prozessor mit Stromsparfunktion. Diese äußert sich darin, dass die CPU im Batteriebetrieb von 1600 MHz auf 800 MHz heruntergetaktet werden kann, wenn cpufreqd und cpufrequtils installiert sind. Die Akkulaufzeit verlängert sich dadurch um etwa eine halbe Stunde.
