MS Dateisysteme mounten

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Windows wurde ursprünglich mit dem Dateisystem FAT16 ausgeliefert. Ab Windows 95 gab es dann FAT32. Das FAT-Dateisystem (File Allocation Table) kennt weder Rechteverwaltung noch Links (Softlinks/Hardlinks/etc.) oder unterschiedliche Dateitypen (Block devices, etc.). Ausserdem wird zwischen Groß- und Kleinschriebung nicht unterschieden.

Mit Windows 2000/XP wurde als neues Standarddateisystem NTFS eingeführt. NTFS kennt zwar Rechteverwaltung (jedoch nur auf komplexe Art und Weise, keine einfachen Inhaber/Gruppe/Welt-Werte oder ähnliches) und auch ein paar andere "neuere" Dinge (z.B. Indizierung oder Maskierung von kaputten Sektoren auf der Festplatte), jedoch hält Microsoft den Quelltext geheim.

Für den Linux-Kernel gibt es vollständige Unterstützung für das FAT16/FAT32-Dateisystem und nur teilweise Unterstützung für das NTFS-System (Lesen funktioniert, Schreiben nur sehr eingeschränkt).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] FAT

[Bearbeiten] Kerneloptionen

Das Dateisystem für FAT32 ist vfat. Im Kernel ist folgendes zu aktivieren:

File systems --> DOS/FAT/NT Filesystems --> VFAT

Die richtige codepage aktivieren:

File systems --> Native Language Support 
<*>   Codepage 437 (United States, Canada)

[Bearbeiten] Fat-Partitionen mounten

Der Befehl, um eine Fat-Partition zu mounten, lautet also:

mount -t vfat /dev/hdaX /mnt/windows

-t gibt an, welches Dateisystem verwendet werden soll, das Verzeichnis /mnt/windows (der Mount-Point) muss natürlich noch erstellt werden.

In der /etc/fstab:

/dev/hda1        /mnt/windows      vfat     auto,rw                0 0

Wenn die normalen Benutzer ebenfalls auf die gemounteten Windows-Partitionen zugreifen dürfen, dann muss man die Option 'umask' beim Mounten übergeben.

In der /etc/fstab:

/dev/hda1        /mnt/windows      vfat     auto,rw,umask=000      0 0

Aber Vorsicht ist geboten, nun kann jeder Benutzer auf der Windows-Partition schreiben!

Um Gross- / Kleinschreibung-Unterscheidung zu aktivieren:

shortname=mixed

hinzufügen z.B.:

/dev/hda1        /mnt/windows      vfat     rw,users,gid=users,exec,shortname=mixed     0 0

[Bearbeiten] umask vs. fmask und dmask

Der umask-Parameter ist meist nicht optimal, denn man will ja nicht jede Datei ausführbar machen (ist z.B. bei MP3s denkbar ungünstig). Besser ist das hier:

/dev/hda7               /mnt/fat        vfat            nosuid,noexec,nodev,dmask=000,fmask=111 0 0

[Bearbeiten] NTFS

Der Schreibzugriff auf NTFS über die Kerneloption ab dem Version 2.6.15 erlaubt lediglich das Überschreiben von Dateien.

Es gibt zwei alternative Treiber, zum einem sys-fs/ntfsprogs und sys-fs/ntfs3g. Letzterer ist ein Fork von ntfsmount aus dem ntfsprogs-Paket und soll besser sein. Beide brauchen fuse, dazu muss folgende Kerneloption gesetzt sein:

Linux Kernel Configuration: File systems --->
File systems  --->
<*> Filesystem in Userspace support


Siehe auch: Kernel manuell kompilieren.

[Bearbeiten] ntfs3g

emerge sys-fs/ntfs3g

Ein Eintrag in /etc/fstab würde wie folgt aussehen:

/dev/sdc1   /mnt/vista   ntfs-3g   auto,rw,uid=1000   0 0

Mit uid=1000 bestimmt man den Eigentümer, wenn man zum Beispiel als User Schreibzugriff haben möchte.

[Bearbeiten] ntfsprogs

Hier muss man das USE-Flag fuse setzen:

echo "sys-fs/ntfsprogs fuse" >> /etc/portage/package.use
emerge sys-fs/ntfsprogs

Ein Eintrag in /etc/fstab würde wie folgt aussehen:

/dev/sdc1   /mnt/vista   ntfs-fuse   auto,rw,uid=1000   0 0

Möchte man nur die Programme ohne den enthaltenen NTFS-Treiber installieren, setzt man echo "sys-fs/ntfsprogs -fuse" >> /etc/portage/package.use und emergt dann das Paket.

[Bearbeiten] Performance

Auf meiner SD-Karte "hackte" das kopieren von Daten(FAT), abhilfe schaffte die mount-Option "flush". Nach dieser soll das Dateisystem die Daten schnellst möglich auf die SD-Karte o.ä. übertragen.

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