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Dieser Artikel behandelt die Installation der nVidia-Grafikkarten-Treiber und die Einrichtung. Eine bestehende Xorg Installation wird vorrausgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Installation

Hat man xorg-server mit VIDEO_CARDS="nvidia" installiert, so sind die als stabil markierten Treiber schon installiert. Überprüfen kann man dies mit emerge -av x11-drivers/nvidia-drivers.

Für aktuelle Karten sind die neuesten Treiber empfehlenswert:

Code: unstable nvidia-drivers
echo x11-drivers/nvidia-drivers >> /etc/portage/package.keywords
emerge -av x11-drivers/nvidia-drivers


Abhängig von der Karte braucht man eventuell ältere Treiber, bitte dazu die Liste der Legacy Treiber aufrufen.


Braucht man einen 1.0-71xx-Treiber, sind folgende Schritte notwendig:

Code: 1.0-71xx nvidia-drivers
echo ">=x11-drivers/nvidia-drivers-72" >> /etc/portage/package.mask
emerge -av x11-drivers/nvidia-drivers


Braucht man einen 1.0-96xx-Treiber, sind folgende Schritte notwendig:

Code: unstable nvidia-drivers
echo ">=x11-drivers/nvidia-drivers-97" >> /etc/portage/package.mask
emerge -av x11-drivers/nvidia-drivers


Nach jedem Kernelupdate müssen die Treiber neu installiert werden. Dabei hilfreich ist sys-kernel/module-rebuild.

[Bearbeiten] Tools

Empfohlen wird nvidia-settings, sind die neuesten Treiber installiert, so installiert man das Tool mit:

Code: unstable nvidia-settings
echo media-video/nvidia-settings >> /etc/portage/package.keywords
emerge -av media-video/nvidia-settings


Hinweis:

  • Ab x11-drivers/nvidia-drivers-100.14.09 ist nvidia-settings integriert, braucht also nicht extra zu installieren. In diesem Falle sollte nvidia-settings vorher deinstalliert werden.
  • Ab Version 100.14.11 wird nvidia-settings wieder seperat installiert, wenn USE=gtk gesetzt ist, wird es als Abhängigkeit automatisch mit installiert.

Um die 3D-Beschleunigung zu testen ist x11-apps/mesa-progs mit seinen Tools glxinfo und glxgears hilfreich.

[Bearbeiten] Konfiguration

[Bearbeiten] Kernel

Folgendes muss aktiviert sein:

Linux Kernel Configuration: Kernel Konfiguration
Loadable Module Support --->
 [*] Enable Loadable Module Support
Processor Type and Features --->
 [*] MTRR (Memory Type Range Register) Support


Eventuell wird Kernel-agppart Treiber benötigt. Siehe auch der Abschnitt 3D Beschleunigung.

Linux Kernel Configuration: Kernel Konfiguration
Device Drivers --->
 Character devices --->
  <M> /dev/agpgart (AGP Support)


Folgendes muss deaktiviert sein, ansonsten gibt es Probleme mit dem Treiber:

Linux Kernel Configuration: Kernel Konfiguration
Device Drivers --->
 Graphics Support --->
  < >   nVidia Framebuffer Support
  < >   nVidia Riva support


[Bearbeiten] Xorg.conf

In der Sektion Module sollten die Zeilen Load "dri" und Load "GLCore" entfernt werden und die Zeile Load "glx" hinzugefügt. Die Sektion Device (siehe auch Xorg Konfiguration sollte so aussehen:

Section "Device"
   Identifier  "Nvidia"
   Driver      "nvidia"
   Option      "NVAgp"         "3"
   Option      "RenderAccel" "true"
   Option      "Coolbits" "1" 
   Option      "AllowGLXWithComposite" "true"
   Option      "TripleBuffer" "true"
   Option      "NoLogo" "1"
   Option      "DPMS" "true"
EndSection

Eine Übersicht über die Optionen:

  • Option "NVAgp" "3"

Nutzt AGPPART, wenn nicht möglich dann Nvidias AGP-Treiber. Siehe Abschnitt 3D Beschleunigung.

  • Option "RenderAccel" "true"

Aktiviert Render-Beschleunigung, sollte gesetzt sein.

  • Option "Coolbits" "1"

Wird bei neueren nvidia-Grafikkarten zum Übertakten gebraucht, übertakten lassen sich die Grafikkarten mit nvidia-settings

  • Option "AllowGLXWithComposite" "true"

Benötigt für Xorg und echte Transparenz sowie dem 3D-Desktop.

  • Option "TripleBuffer" "true"

Schaltet TripleBuffer ein. Vorteilhaft bei 3D-Desktop.

  • Option "NoLogo" "1"'

Schaltet das nvidia-Logo aus, welches beim Xorg-Start angezeigt wird.

  • Option "DPMS" "TRUE"

Erlaubt die Nutzung von DPMS.

Für Optionen zur Nutzung des TwinView-Modus siehe Abschnitt twinview. Eine Übersicht über alle Versionen liefert die bzless /usr/share/doc/nvidia-drivers-<ver>/README.bz2

[Bearbeiten] 3D Beschleunigung

Im Gegensatz zu dem quelloffenen Nvidia-Treiber nv von Xorg kann man mit dem offiziellen Treibern die 3D-Möglichkeiten der Grafikkarte ausnutzen.

[Bearbeiten] Kernel

Es gibt zwei Möglichkeiten, einmal über den AGPpart-Treiber des Kernels oder der nvidia-drivers. Um den Kernel-Treiber zu benutzen:

Linux Kernel Configuration: Kernel Konfiguration
Device Drivers --->
 Character devices --->
  <M> /dev/agpgart (AGP Support)


Nun noch den zum verbauten Chipsatz passenden Treiber aktivieren. Bei Systemen mit einem Athlon 64 oder Opteron muss jedoch folgendes aktiviert werden:

Linux Kernel Configuration: Kernel Konfiguration
Device Drivers --->
 Character devices --->
  <M> /dev/agpgart (AGP Support)
  <M>   AMD Opteron/Athlon64 on-CPU GART support


Noch ein echo amd64_agp >> /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 und AGP-Support sollte auch unter AMD64-Systemen kein Problem sein.

[Bearbeiten] Xorg

In der xorg.conf unter der Sektion Device stellt man mit Option "NvAGP" den zu nutzenden Treiber ein:

Code: Option "NvAGP" "integer"
        Wert              Verhalten
        --------------    ---------------------------------------------------
        0                 deaktiviert AGP
        1                 nutzt wenn möglich NVIDIAs internnen AGP-Support
        2                 nutzt wenn möglich AGPGART
        3                 erst wird AGPGART versucht, dann NVIDIAs AGP


Unter Umständen muss zur Nutzung des Nvidia AGP-Treiber der AGP Support im Kernel deaktiviert werden.

[Bearbeiten] Rechte

Um als User die 3D Beschleunigung nutzen zu können, muss man der Gruppe Video angehörig sein:

gpasswd -a <username> video

[Bearbeiten] Abschluss

Abschließend noch ein eselect opengl set nvidia ausführen.

Mit einem glxinfo lässt sich überprüfen, ob die Beschleunigung aktiv ist, es sollte dastehen:

direct rendering: Yes

[Bearbeiten] FastWrites und SBA

Man sollte zuerst sicherstellen, dass FastWrites und SBA (Side Band Addressing) vom Mainboard unterstützt werden und im BIOS eingeschaltet worden sind.

Danach überprüft man, ob FastWrites und SBA aktiv sind:

Code: cat /proc/driver/nvidia/agp/status
Status:          Enabled
Driver:          NVIDIA
AGP Rate:        8x
Fast Writes:     Disabled
SBA:             Disabled


Zunächst sollte überprüft werden ob die Grafikkarte Fastwrites & SBA unterstützt:

Code: cat /proc/driver/nvidia/agp/card
Fast Writes:     Supported
SBA:             Supported
AGP Rates:       8x 4x 


Wenn FastWrites & SBA unterstützt wird, erweitert man die Datei /etc/modules.d/nvidia um folgende Option:

Code: /etc/modules.d/nvidia
options nvidia NVreg_EnableAGPSBA=1 NVreg_EnableAGPFW=1


Nun beendet man Xorg und entlädt das nvidia-Modul (die Funktion muss in den Kernel einkompiliert sein). Nachdem Xorg und das Modul nvidia neu gestartet wurden überprüfen wir nochmal den Status. Ansonsten ist ein Reboot erforderlich

Code: cat /proc/driver/nvidia/agp/status
Status:          Enabled
Driver:          NVIDIA
AGP Rate:        8x
Fast Writes:     Enabled
SBA:             Enabled


[Bearbeiten] twinview

nVidias Treiber bringt Unterstützung für zwei Monitore mit. Dazu erweitert man die Sektion Device in der /etc/X11/xorg.conf um folgende Optionen:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
 Section "Device"
    [...]
    Option      "TwinView" "true"
    Option      "TwinViewOrientation" "RightOf"
    Option      "SecondMonitorHorizSync" "30-87.5"
    Option      "SecondMonitorVertRefresh" "50-160"
    Option      "MetaModes" "CRT-0: 1600x1200_75 +0+0, CRT-1: 1600x1200_70 +1600+0; CRT-0: 1600x1200_75 +0+0, CRT-1: NULL;"
 EndSection


Die Option metamodes kann man sich einfach mit nvidia-settings unter dem Punkt X Server Display Configuration erstellen. Wenn man es manuell machen möchte, hier die Syntax:

CRT-0: 1600x1200_75 +0+0, CRT-1: 1600x1200_70 +1600+0;
  • CRT-0: - erster Monitor.
  • 1600x1200_75 - Auflösung von 1600x1200 bei 75 Hz
  • +0+0 - Bild beginnt bei x=0, y=0
  • , - es folgt der nächste Monitor
  • CRT-1: - zweiter Monitor.
  • 1600x1200_70 - Auflösung von 1600x1200 bei 70 Hz
  • +1600+0 - Bild beginnt bei x=1600, y=0
  • ; - Schließt Konfiguration für diesen Metamod ab.
CRT-0: 1600x1200_75 +0+0, CRT-1: NULL;

Wie zuvor nur, dass der zweite Monitor mittels NULL deaktiviert bleibt.

Hinweis:

Bei TFT oder LCD Monitoren statt CRT (Cathode Ray Tube) das Kürzel DFP (Digital Flat Panel) verwenden.

xrandr zeigt dann die Auflösungen wie folgt an:

Code: xrandr
Screen 0: minimum 1024 x 768, current 3200 x 1200, maximum 3200 x 1200
default connected 3200x1200+0+0 0mm x 0mm
  3200x1200      50.0* 
  1600x1200      51.0 


Es sollte USE="xinerama" gesetzt sein, damit Fenster nicht auf beide Bildschirme maximieren. Beachte, dass trotz gesetzten USE="xinerama" Fenster auf beide Bildschirme maximieren, wenn Twinview nicht fest in der xorg.conf konfiguriert wurde sondern temporär per nvidia-settings aktiviert wurde.

Ein emerge -avuDN world ist nach Setzen des Useflags empfehlenswert.

[Bearbeiten] GL-Desktop-Effekte

Als Besitzer einer aktuellen nVidia-Grafikkarte braucht man sich nicht XGL zu installieren. Es reicht, wenn folgendes in die /etc/X11/xorg.conf eingetragen ist:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "Device"
        Option      "AddARGBGLXVisuals" "true"
EndSection

Section "Extensions"
        Option      "Composite"   "enable"
EndSection


Notiz: Es gibt noch einen Bug in den nVidia-Treibern, der bei aktivierten 3D-Desktop den Fensterinhalt einschwärzen kann. Dagegen hilft, wenn man die Option Copy für den Renderpfad setzt, im beryl-manager geschieht das unter Erweitere Optionen für Beryl -> Renderpfad -> Copy

Um nun einen 3D-Desktop nutzen zu können, muss man sich Beryl oder Compiz installieren.

[Bearbeiten] Siehe auch

  • bzless /usr/share/doc/nvidia-drivers-<ver>/README.bz2
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