Xen
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Übersetzung von: „HOWTO Xen and Gentoo“
Aus dem englischsprachigen gentoo-wiki
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Einleitung
Die Software Xen ist ein Open-Source-Virtuelle-Maschinen-Monitor (VMM), der unter der GNU General Public License (GPL) steht und an der Universität Cambridge entwickelt wird. Mit Xen kann man mehrere virtuelle Maschinen (mehrere Betriebssysteme) auf einer physikalischen Maschine zum Laufen bringen. Die Gast-Systeme werden mit Xen paravirtualisiert, wodurch eine hohe Performance (höher als z. B. bei MS VirtualPC oder VMWare) erzielt wird. Xen bietet folgende Eigenschaften:
- Virtuelle Maschienen mit Performance nah an der Hardware
- Livemigration der virtuallen Maschinen zum Physikalischen Wirt (Host).
- Bis zu 32 CPUs für die virtuellen Maschinen durch VCPU Hotplug.
- Unterstützung der Plattformen: x86/32, x86/32 mit PAE und x86/64.
- Intels Virtualisierungs-Technologie (VT-x) für unveränderte Gast- und Host-Betriebssysteme (einschließlich Microsoft Windows).
- AMD-Virtualisierungstechnologie (SVM aka Pacifica) auf AM2 und den F Stepping Opterons (2006H2)
- Ausgezeichnete Hardwareunterstützung (Unterstützung fast aller Linux-Gerätetreiber)
[Bearbeiten] Mögliche Einsatzmöglichkeiten von Xen:
- Server-Konsolidierung
- Mehrere Server auf einen einzelnen physikalischen Wirt mit Leistung und der Fehlerisolierung verschieben, die an den Grenzen (Boundaries) der virtuellen Maschine bereitgestellt wird.
- Hardwareunabhängigkeit
- Erlaubt Applikationen und Betriebsystemen das Testen neuer Hardware
- Mehrere Betriebssystem-Konfigurationen
- Zu Entwicklungs- oder Testzwecken können mehrere Betreibsysteme gleichzeitig verwendet werden.
- Cluster Computing
- Hardware-Support für kundenspezifische Betriebssysteme
- Entwicklung neuer Betriebssysteme dank weitreichender Hardware-Unterstützung durch das existierende Betriebssystem wie Linux.
[Bearbeiten] Xen-Überblick
Folgende Teile benötigt man, um Xen auf einem System zum Laufen zu bringen:
- Hypervisor (app-emulation/xen)
- Hypervisor Aware Host OS (sys-kernel/xen-sources)
- Xen Aware Client Kernel (sys-kernel/xen-sources oder Fremdbetriebssysteme)
- Festplattenimage des Clients (selbst erstellt oder vorgefertigt)
- Verwaltungsprogramme (app-emulation/xen-tools)
- VM-Konfigurationsdateien (custom built)
Jede unter Xen laufende VM wird Domain genannt. Domain 0 (auch Dom0) ist die Hauptdomain und ersetzt den normalen Linux-Kernel. In der Dom0 benutzt man die Verwaltungsprogramme, um andere virtuellen Maschinen zu steuern. Andere Domains sind unprivilegiert und werden DomainU oder DomU genannt.
Wichtig ist, dass Xen die DomUs dazu bringt, spezielle Treiber zu benutzen, da sonst kein Zugriff auf die Hardware möglich ist. Dom0 verwaltet die Hardware; die Treiber dienen als „Hintertür“ für den Zugang zur physikalischen Hardware.
Beachten Sie, dass das Xen-3.0-Handbuch eine Menge wichtiger Informationen enthält, die nicht in diesem Artikel erwähnt werden.
Um mit Xen zu starten, muss man bei einem Standard-Gentoo-System folgendes tun:
- Einen Hypervisor (Xen) erstellen.
- Auf die veränderten Kernel-Quellen (Xen-sources) schalten.
- Die Xen-Verwaltungsprogramme (Xen-tools: xm, xend etc) installieren.
- Einen Xen-Dom0-Kernel errichten.
- Den Boot-Loader konfigurieren, damit Xen (Dom0) startet.
Der Dom0-Kernel ersetzt den normalen Linux-Kernel und verwendet die bereits vorhandene Umgebung. Sobald man das System Xen, Dom0 zum Laufen gebracht hat, kann man verschiedene virtuelle Maschinen errichten.
Beachten Sie: DomUs müssen im Dateisystem der Dom0 liegen, damit sie von Xen gestartet werden können. Xen ist nicht
imstande, einen Kernel vom Client zu lesen oder zu starten.
Artikel ist noch unvollständig wird demnächst erweitert.
