HP Compaq 6715b
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[Bearbeiten] HP 6715b ( HP Kode GB836EA ) Gentoo Linux
Spezifikation
| CPU | AMD Turion(tm) 64 X2 TL-58 (1.9 GHz, 2x512 KiB L2 Cache) |
| Chipsatz | AMD M690T SB600 |
| RAM | 1024 MiB DDR2-667 (SODIMM) |
| Batterie | 6-Zellen-LiIon |
| HDD | 5400 U/min 120 GB (SATA, 100 MB/s) |
| Display | 15,4"-TFT WXGA 1280x800 |
| Grafikkarte | Integrated ATI MOBILTY Radeon X1250 mit bis zu 512 MiB gemeinsam benutzen Systemspeicher |
| Net.wired | Integrated Broadcom NetXtreme Gigabit PCI Express Ethernet Controller (10/100/1000 NIC) |
| Net.wifi | Broadcom 802.11 WLAN (BCM4312) |
| Bluetooth | Broadcom |
| PCMCIA | Texas Instruments PCIxx21/x512 |
| Tastatur | 101/102-Tasten; kompatibel mit "One-Touch Productivity Buttons" |
| Zeigegerät | Synaptics Touchpad mit Scroll-Bereich |
| 6-in-1-Kartenleser | Ricoh Co Ltd RL5c476 II |
| DVD+/-RW | HL-DT-ST GWA-4082 DVD+/-RW mit Double-Layer-Technologie (EIDE, Multiword DMA mode 2) |
| Audio | High Definition Audio (irgendwas von Intel) |
| Modem | ? |
| Fingerabdruck-Scanner | Authentec AES2501 USB_Id 0x08ff/0x2580 |
| Firewire | Ricoh Co Ltd R5C832 IEEE 1394 Controller |
[Bearbeiten] Allgemeines
[Bearbeiten] Zu dieser Anleitung
Diese Anleitung beschreibt die Einrichtung von Gentoo Linux unter dem HP 6715b. Es werden hier grundlegende Sachen wie Kernelkonfigurtion oder Einrichtung des Grafiktreibers beschrieben. Nicht erläutert werden spezielle Dinge wie Installation von Gentoo an sich oder das Einrichten einer Desktopumgebung. Dazu die entsprechenden Wikis konsulteren.
[Bearbeiten] Zu diesem Laptop
Der 6715b stellt die Weiterentwicklung der nx6125/nx6325 Baureihe da, welche günstige aber qualitativ hochwertige Businessnotebooks mit AMD/ATI Technik umfaßt. Gesegnet sind diese Rechner mit solchen Extras wie Firewire und Anschluß für Dockingstations, welche man meistens in Laptops jenseits der 1000 € findet. Bis ca. November 2007 hatte HP noch 6715b mit Semprons im Angebot. Diese sind leider aus dem Angebot verschwunden.
Am 6715b hat HP im Vergleich zu den Vorgängermodellen (fast) alles richtig gemacht: das Gehäuse ist noch stabiler (leider etwas klobiger), das Display ist noch besser (gibt es mit WXGA und WSXGA+) und der wirklich gute Sound ist jetzt für ein Laptop brilliant. Besonders erwähnenswert ist das 90W Netzteil, welches den Akku schneller lädt. Die Lüfterprobleme der Vorgängerbaureihe (Lüfter läuft entweder ständig oder schaltet sich gar nicht ein) sind komplett behoben. Dafür schaltet sich der Lüfter schon bei 45°C CPU Temperatur ein (Grund für dieses konservative Kühlungsprofil sind anscheindend Probleme bei der nx6x25 Baureihe: dort sind einige Mainboard auf Grund thermischer Probleme abgeraucht (mein nx6125 inklusive)). Ein Vorteil hat dieses progressiver Kühlprofile noch: die Umgebungstemperatur darf während des Betriebs 40°C betragen (beim nx6x25 waren es maximal 35°C).
Zu kritisieren ist höchstens der dämlich Touch-Schieberegler für den Sound rechts über der Tastatur.
Früher war die Welt bei HP noch in Ordnung: Compaq waren die Business und Pavillion die Consumernotebooks (von der Pavillionreihe ist abzuraten). Doch jetzt hat HP alles ein wenig vermischt und undurchsichtiger gemacht. So gibt es ein 6715s, welches dem 6715b gleicht, jedoch ein Gehäuse von etwas niedrigerer Verarbeitungsqualität und ohne Dockingstationanschluß und Firewire ist. Weiterhin sind bei den 1GB Ram Modellen beim 6715s meist beide Ram Slots mit zwei 512er Riegel belegt, beim 6715b ist ein 1GB Riegel drin und der zweite Slot noch frei. D.h. eine spätere Hauptspeichererweiterung ist beim 6715b günstiger. Und ein weiterer wichtiger Vorteil hat die Business Baureihe: der Support seitens HP ist viel besser im Fall eines Defekts (man muß heute davon ausgehen, daß das Laptop kaputt geht, leider). Verschweigen darf man natürlich nicht, daß das 6715b um einiges teurer in der Anschaffung ist. Diese Anleitung sollte jedoch für das HP 6715s genauso gelten.
Ein weiteres störendes Manko ist das mitgelieferte Betriebssystem: es ist Windows Vista oder Windows XP Professional (das nx6125 gabs bspw. mit FreeDOS). Man sollte nach dem Kauf auf jeden Fall erstmal mittels HP Recovery Manager ein komplettes Wiederherstellungsbackup durchführen, damit man im Fall eines Wiederrufes (z.B. bei Bestellung über Internet) auch den Auslieferungszustand wiederherstellen kann. Es könnte sonst zu Komplikationen kommen, wenn man Windows gelöscht und ein Linux draufgehauen hat und dann den Kauf wiederufen möchte. Ja, um den Recovery Manager auszuführen muß man Windows starten. Leider.
[Bearbeiten] Installation von Gentoo 2008.0
Vorab: das Laptop läuft geradezu perfekt mit Linux. Nutzung beider Kerne, AMD Powernow, Wlan, Bluetooth, Suspend-to-Ram und Suspend-to-Disk funktionieren ohne Probleme. Auch die HP Krankheit "fehlerhafte Lüftersteuerung" tritt bei mir nicht auf. Berichte über plötzlich einfrierende Rechner unter Linux kann ich nicht nachvollziehen. Auch die häufigen Festplattenzugriffe, über die Vista Benutzer klagen, scheinen ein typisches Problem von NT 6.0 zu sein und kein Hardwareproblem.
Ich habe mich entschieden ein 64 Bit Linux zu installieren. Eine Zeit lang war es empfehlenswerter eine 32 Bit Version zu installieren. Jedoch gibt es jetzt keine Probleme mehr mit 64 bit Linux wie z.B. keine tickless timers oder kein 64 bit Flash Player. Die meisten Sachen gehen mit 64 Bit wie mit 32 Bit. Bei 32 Bit soll folgender Fehler auftreten:PCI: Cannot allocate resource region 0 of device 0000:00:14.2. Dieser soll aber keine negativen Auswirkungen haben. Die Installation kann problemlos nach dem Gentoo Linux amd64 Handbuch durchgeführt werden.
Die Installation-CD erkennt problemlos die Netzwerkkarte, so daß der Installation übers Netz nichts im Wege steht.
Noch eine Anmerkung: es tritt der Fehler APIC error on CPU0: 40(40) bzw. APIC error on CPU1: 40(40) oder ..MP-BIOS bug: 8254 timer not connected to IO-APIC auf. Es wird an verschiedenen Stellen empfohlen, den Kernelparameter noapic bzw. nolapic mitzugeben. Kann man machen, jedoch hat man dann nur noch eine CPU zur Verfügung. (APIC ist für Multiprozessorsysteme unverzichtbar, wenn man beide Kerne nutzen will). Der oben beschriebene Fehler hat bei mir noch keine erkennbaren negativen Auswirkungen gehabt. Ich hab aber davon gehört, daß es bei Virtualisierungslösungen Probleme bereitet hat. Wenn das System sich also komisch verhält, dann einfach mal mit noapic starten und schauen.
[Bearbeiten] Kernelkonfiguration
Ich empfehle ausdrücklich den neuen Kernel 2.6.27. Dieser beinhaltet endlich einen funktionierende tickless timer für AMD X2 Prozessoren. Damit senkt sich die Leistungsaufnahme. In Verbindung mit dem proprietären ATI Grafiktreiber verbraucht mein Laptop jetzt nur noch um die 14 W in ruhenden Desktop mit Display auf niedrigster Helligkeitsstufe.
| Linux Kernel Configuration: HP Compaq 6715b kernel config (2.6.27-gentoo-r2) |
Processor type and features --->
[*] Tickless System (Dynamic Ticks)
[*] High Resolution Timer Support
Processor family (Opteron/Athlon64/Hammer/K8)
< > /dev/cpu/microcode - Intel CPU microcode support
< > /dev/cpu/*/msr - Model-specific register support
< > /dev/cpu/*/cpuid - CPU information support
[*] MTRR (Memory Type Range Register) support
[*] Symmetric multi-processing support
[ ] SMT (Hyperthreading) scheduler support
[*] Multi-core scheduler support
Preemption Model (Preemptible Kernel (Low-Latency Desktop))
[*] Preempt The Big Kernel Lock
[*] Non Uniform Memory Access (NUMA) Support
[*] Old style AMD Opteron NUMA detection
[*] ACPI NUMA detection
[ ] NUMA emulation
Memory model (Discontiguous Memory) --->
[*] Page migration
(2) Maximum number of CPUs (2-255)
--- Support for suspend on SMP and hot-pluggable CPUs (EXPERIMENTAL)
[ ] IBM Calgary IOMMU support
--- Machine check support
[ ] Intel MCE features
[*] AMD MCE features
[ ] kexec system call
[ ] kernel crash dumps (EXPERIMENTAL)
[ ] Build a relocatable kernel(EXPERIMENTAL)
[*] Enable seccomp to safely compute untrusted bytecode
[ ] Enable -fstack-protector buffer overflow detection (EXPERIMEN
Timer frequency (250 HZ) --->
Power management options (ACPI, APM) --->
ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) Support --->
[*] ACPI Support
<*> AC Adapter
<*> Battery
<*> Button
<*> Video
< > Generic Hotkey (EXPERIMENTAL)
<*> Fan
<*> Processor
<*> Thermal Zone
CPU Frequency scaling --->
[*] CPU Frequency scaling
Default CPUFreq governor (userspace)
<*> 'performance' governor
<*> 'powersave' governor
<*> 'userspace' governor for userspace frequency scaling
<*> 'ondemand' cpufreq policy governor
<*> 'conservative' cpufreq governor
<M> AMD Opteron/Athlon64 PowerNow!
Bus options (PCI, PCMCIA, EISA, MCA, ISA) --->
<*> PCI Express support
[*] Message Signaled Interrupts (MSI and MSI-X)
[*] Interrupts on hypertransport devices
Device Drivers --->
Network device support --->
[*] Ethernet (1000 Mbit) --->
<*> Broadcom Tigon3 support
Wireless LAN --->
<M> Broadcom 43xx wireless support (mac80211 stack)
[ ] Broadcom 43xx PCMCIA device support (EXPERIMENTAL)
[*] Broadcom 43xx debugging
Broadcom 43xx data transfer mode (DMA + PIO) --->
Character devices --->
<M> /dev/agpgart (AGP Support)
< > ATI chipset support
<*> Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers --->
<*> AHCI SATA support
Sound --->
Advanced Linux Sound Architecture --->
PCI devices --->
<M> Intel HD Audio
|
HP_Compaq_6715b/2.6.27-gentoo-r2
Wichtig
- den AHCI SATA support Unbedingt in den Kernel und nicht als Modul kompilieren, da sonst Suspend-to-Disk nicht funktioniert
- unter CPU Frequence Scaling muß AMD Opteron/Athlon64 PowerNow! als Modul und nicht in den Kernel kompiliert werden. Sonst kann später cpufreq die Frequenz nicht mehr setzen(hört sich nach einen Kernelfehler an, kann also in späteren Versionen behoben sein).
Man muß noch das Modul powernow-k8 in /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 eintragen, damit die Frequenzskalierung auch tatsächlich funktoniert.
| Datei: /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 |
... powernow-k8 |
Zur Einrichtung von cpufreq bitte unter Powermanagement -> Prozessor schauen.
[Bearbeiten] XServer
Um die Grafik zum Laufen zu bewegen gibt es zwei Möglichkeiten, die jeweils Vor- und Nachteile haben:
- propritärere ATI-Treiber
- Vorteile:
- unterstützt alle Funktionen der Karte
- maximale Ausreizung der 3D Fähigkeiten
- Nachteile:
- bei jedem neu kompilieren des Kernels muß der Treiber neu installiert werden
- bei jedem neuen Kernelrelease muß ein neuer Treiber, meistens aus dem unstable tree installiert werden
- oft Probleme mit neuen Treiberversionen
- Vorteile:
- X.org open source Treiber
- Vorteile:
- kein neu kompilieren bei neuer Kernelversion
- Nachteile:
- nicht Ausnutzung aller Funktionen der Grafikkarte (wird aber im Laufe der Zeit immer besser)
- Vorteile:
[Bearbeiten] propritärer ATI-Treiber
Als erstes sollte man in der /etc/make.conf das eintragen:
| Datei: /etc/make.conf |
... VIDEO_CARDS="fglrx vga" |
Damit wird beim Installieren von Gnome oder KDE der ATI Treiber installiert. Falls man schon KDE oder Gnome installiert hat kann man mit emerge ati-drivers den Treiber nachinstallieren. Jetzt sollte man mit aticonfig --initial --input=/etc/X11/xorg.conf eine xorg.conf erzeugen. Damit sollte es gehen.
[Bearbeiten] OpenGL
OpenGL mit dem ATI-Treiber ist ein Thema für sich.
Man sollte zuerst ein
machen. Damit wird die OpenGL Unterstützung vom xorg-server auf die ATI-Treiber umgeschalten. Dann sollte man X neu starten und unter root ein fgl_fglxgears ausführen. Jetzt sollte ein Würfel mit laufenden Zahnrädern an den Seiten zu sehen sein. Wenn man als normaler Benutzer fgl_fglxgears ausführt und folgender Fehler kommt
FGLTexMgr: open of shared memory object failed (Permission denied) __FGLTexMgrCreateObject: __FGLTexMgrSHMmalloc failed!!!
dann sollte man (und jetzt kommt Trick 17b von der Sorte "unglaublich") folgendes in die /etc/fstab (!) eintragen:
| Datei: /etc/fstab |
... tmpfs /dev/shm tmpfs defaults 0 0 |
Jetzt Rechner komplett neu starten (wegen fstab) und dann sollte auch der normale Benutzer opengl machen dürfen. Eine detaillierte Anleitung findet man auf den Gentoo Seiten des Linux ATI Treibers.
[Bearbeiten] X.org open source Treiber
... wahrscheinlich erst am X.org 7.4 lauffähig oder den radeonhd Treiber benutzen (durch den Wiki Crash ist leider die Gentoo Seite mit der Installaitionsanleitung für radeonhd nicht wieder auffindbar ...
Als erstes sollte man in der /etc/make.conf das eintragen:
| Datei: /etc/make.conf |
... VIDEO_CARDS="radeon vga" |
Damit wird beim Installieren von Gnome oder KDE (und somit bei der Installation des xservers) der X.org Treiber installiert.
Jetzt sollte noch mit
oder
die xorg.conf korrekt eingerichtet werden.
Eine weiter Möglichkeit ist der radeonhd Treiber, der ebenfalls opensource ist und eine Parallelentwicklung zum radeon Treiber von X.org darstellt. Leider ist das entsprechende Wiki nicht mehr vorhanden. In Zukunft soll aber der radeonhd Treiber zu Gunsten des radeon Treibers aufgegeben werden.
[Bearbeiten] WLAN
Beim WLAN Chip handelt es sich, wie beim LAN Chip, ebenfalls um ein Broadcom Produkt. Hier gibt es zwei verschiedene Optionen, wie man die WLAN-Karte zum Laufen bekommt:
- Benutzung des nativen Linux-Treiber aus dem Kernel
- Benutzung des Windows-Treibers mit ndiswrapper
Option 2, welche sehr stabil bis 2.6.23 gearbeitet hat, funktioniert aus mir unbekannten Gründen mit dem 2.6.24 nicht mehr.
[Bearbeiten] Benutzung des nativen Linux-Treiber aus dem Kernel
Mit Kernel 2.6.24 wurden die Treiber für die verschiedenen broadcom Wlan Chips überarbeitet. Es stehen nun b43, bcm43xx und b43legacy zur Auswahl. Wir benutzen den b43 (siehe oben Kernel Konfiguration). Nicht den bcm43xx parallel mit installieren, obwohl es an verschiedenen Stellen empfohlen wird (soll als fallback fungieren).
Anzumerken ist, daß diese Kernel Treiber nicht so stabil arbeiten wie der ndiswrapper. Aber das wird sich in Zukunft ändern. Positiv ist, daß man nicht immer den ndiswrapper nach jedem Kernel kompilieren ebenfalls neu installieren muß.
Hier findet ihr eine Dokumentation und anbei eine kurze Zusammenfassung von mir. Zuerst den b43-fwcutter installieren :
Jetzt die Firmware holen und installieren.
tar xjf broadcom-wl-4.80.53.0.tar.bz2 cd broadcom-wl-4.80.53.0/kmod ../../b43-fwcutter-011/b43-fwcutter -w /lib/firmware wl_apsta.o
Damit sollte nach dem Laden des Moduls b43 bzw. einem Neustart ein Gerät Namens wlan0 erscheinen. Falls es Probleme beim starten mit udev gibt und es erscheint ein Gerät mit dem Namen wlan-rename, dann unter /etc/udev/rules.d/ die Datei 70-persistent-net.rules löschen und Rechner neustarten.
Das WLAN kann nun wie im Gentoo Handbook beschrieben eingerichtet werden. Noch etwas ist ganz wichtig: es muß die Bitrate auf 1 Mbit/s gestellt werden:
| Datei: /etc/conf.d/net |
... iwconfig_wlan0="rate 1M" ... |
Natürlich immer vorausgesetzt, daß wlan0 auch euer WLAN Gerät ist.
Keine Angst wegen der niedrigen Bitrate, er nutzt trotzdem die maximal mögliche.
[Bearbeiten] Benutzung des Windows-Treibers mit ndiswrapper (veraltet)
Diese Variante funktioniert bei mir nicht mit Kernel 2.6.24. Bis Kernel 2.6.23 hab ich nur ausschließlich diesen Treiber verwendet. Der ndiswrapper hat bei den Kernelentwicklern keine Lobby und ist eher ungewollt, obwohl es ein sehr ehrgeiziges Projekt ist.
Ndiswrapper kann normal installiert werden (erst demaskieren):
Dazu müssen natürlich die compilierten Kernel-Sources in /usr/src/linux liegen. Nachdem ndiswrapper compiliert wurde, müssen wir erstmal den Windows-Treiber von HP herunterladen(der geht für 32 wie für 64 Bit):
Danach wird der Treiber mit cabextract entpackt:
Dazu muss das Programm cabextract natürlich installiert sein.
Nun kann der Windows-Treiber mit
installiert werden. Nach einem
erhaltet ihr eine Schnittstelle (wlan0 oder ethx) und euer WLAN sollte nun einsatzbereit sein. Die extrahierten Windows-Treiber können wieder gelöscht werden. Das WLAN kann nun wie im Gentoo Handbook beschrieben eingerichtet werden.
[Bearbeiten] Sound
Der Sound sollte sofort funktionieren, wenn der Kernel wie oben beschrieben eingerichtet ist. Der Treiber heißt snd_hda_intel.
[Bearbeiten] Bluetooth
Funktioniert ohne Probleme. Bitte Bluetooth Wiki konsultieren. Hier wird alles wichtige beschrieben. Nur ein kleiner Fehler ist enthalten: es ist nicht nötig ein rc-upddate add bluetooth default durchzuführen. Ob Bluetooth gestartet wird, entscheiden vielmehr die Einstellungen in /etc/conf.d/bluetooth. Mit den Werten der Variablen HCID_ENABLE, SDPD_ENABLE und RFCOMM_ENABLE kann man festlegen, ob diese Daemons gestartet werden sollen oder nicht. Es ist durchaus sinnvoll, die nicht standardmäßig starten zu lassen, weil das gestartete Bluetooth sehr viel Strom braucht (vor allem im Akkubetrieb interssant).
Mir war bspw. wichtig, daß ich Bilder meine Fotohandys (Motorola PEBL) auf meinen Rechner bekomme. Dazu hab ich einfach bluetooth in die USE Variable der /etc/make.conf eingetragen und ein emerge gnome-phone-manager gemacht. Nachdem er das Paket und alle Abhängigkeiten installiert hat, Rechner neu starten. Jetzt sollte der Rechner für das Handy sichtbar sein. Dann unter Gnome Systemwerkzeuge->Bluetooth-Dateiverteilung starten. Jetzt sollte der Dateitransfer funktonieren (wahrscheinlich muß noch die Pair Pin ausgetausch werden, ging bei mir aber auch schön über Benutzerdialog). Der Dateitransfer funktioniert dann schnell und zuverlässig.
Für KDE gibt es noch eine größere Auswahl an Werkzeugen für bluetooth. Sollte also auch kein Problem sein.
[Bearbeiten] Powermanagement
Für den mobilen Betrieb sind vor allem lange Laufzeiten gewünscht. Um die zu erreichen, sollte man den Laptop so konfigurieren, daß er im Batteriebetrieb so wenig wie möglich unnötig Energie verbraucht. Eine hervorragende Beschreibung wie man das anstellt, findet man im Gentoo Power Management Wiki.
Aus meiner Sicht kristallisieren sich folgende vier Dinge heraus, die man auf wenig Energieverbrauch tunen kann:
- Prozessor
- Monitor
- Festplatte
- Suspend Modi
Ich werde hier nicht alles haarklein beschreiben, dafür ist das oben genannte Wiki zuständig. Nur ein paar kurze Anmerkungen zu Besonderheiten dieses Laptop.
[Bearbeiten] Prozessor
Hardwareseitig ist der Laptop so eingestellt, daß der Prozessor im Batteriebetrieb "nur" maximal auf 1,6 GHz statt den maximal möglichen 1,9 GHz läuft. Damit hat HP schonmal einen Teil der Arbeit für uns abgenommen. Nun muß der Prozessor nur noch so eingestellt werde, daß er standardmäßig auf 800 MHz läuft und nur bei starker Belastung in den zweiten Gang schaltet. Natürlich wäre es auch möglich den Rechner im mobilen Betrieb nur auf 800 Mhz zu takten.
Der Kernel sollte wie oben beschreben konfiguriert sein.
Default CPUFreq governor unter CPU Frequency Scaling sollte auf userspace stehen, damit man das Verhalten nachträglich mit userspace tools beeinflussen kann. So ein Werkzeug ist cpufreqd das man mittels
installieren sollte. Die im Power Management Wiki beschrieben Beeinflussung des CPU Freuenzverhaltens mit Hilfe von /etc/cpufreqd.conf funktioniert so nicht. Man sollte einfach beim Start des Systems das Freuenzverhalten auf ondemand stellen. Dazu nimmt man sich die Datei /etc/conf.d/local.start und ergänzt die folgende Zeile
| Datei: /etc/conf.d/local.start |
... cpufreq-set -g ondemand |
Beim nächsten Neustart sollte automatisch das CPU Verhalten ondemand sein, sprich es wird nur dann hoch geschalten, wenn es nötig ist.
Im mobilen Bereich ist es teilweise sinnvoller den Rechner nur mit 800 MHz (powersave) oder mit conservative laufen zu lassen. Conservative bspw. schalten nur dann in einen höheren Takt, wenn über einen längeren Zeitbereich maximale CPU Leistung (Kernel kompilieren abgefragt wird. Hierzu sollte man ein kleines Skript verfassen, das beim Übergang ins Runlevel battery (siehe Power Management Wiki) cpufreq-set -g powersave oder cpufreq-set -g conservative ausführt.
[Bearbeiten] Suspend Modi
Erfreulicherweise funktioniert Suspend-to-Ram (Suspend) und Suspend-to-Disk (Hibernation) mit dem normalen Gentoo Sources. Es ist also nicht nötig, die Tuxonice oder die Suspend2 Quellen zu installieren.
Wichtig sind drei Sachen:
- ihr habt Hibernation im Kernel aktiviert und auch die richtge Swap Partiton (für Hibernation) eingetragen
- ihr habt die hibernate Skripte installiert (emerge hibernate-script)
- ihr habt den richtgen ATI Treiber. Manche Versionen funktionieren einfach nicht. Er wacht zwar auf der Bildschrm bleibt aber schwarz und er nimmt auch keine Tastaturereignisse mehr entgegen. Hier muß man einfach probieren.
Nachdem ihr das alles installiert habt einfach mal hibernate oder hibernate-ram aufrufen. Bei mir hat es ohne Probleme so funktioniert. Man sollte noch die /etc/hibernate/common.conf anpassen, weil bspw. das wlan nicht mehr bereitsteht. Das kann man über OnResume 20 /etc/init.d/wlan restart (oder wie immer ihr es eingerichtet habt) automatisch beim Aufwachen starten lassen.
[Bearbeiten] weitere Möglichkeiten
Es gibt noch einige Möglichkeiten des Feintunings, um noch ein paar Minuten Akkulaufzeit rauszuholen. Das Programm powertop ist dein Freund.
Das ist eines der Programme die mich in letzter Zeit am meisten beeindruckt haben. Dabei stimmt die Aussage "powertop spart Strom" nicht. Es ist vielmehr eine Hilfe zur Selbsthilfe. Auch wenn es vom Weltmarktführer im Prozessorbereich ist, läuft es anstandslos mit AMD Prozessoren.
Es zeigt neben den P-States, auch die Aufwachhäufigkeit des Prozessors, die häufigsten Aufwachursachen und Tipps an. Ziel ist es, die Aufwachhäufigkeit auf einen minimalen Wert zu senken. Bei Verwendung der Kernel 2.6.27 sollte die Aufwachhäufigkeit unter 100 pro Sekunde liegen. Dazu sollten die tickless timers wie in der Kernelkonfiguration eingestellt sein.
Folgender Richtwert: mein Rechner verbraucht mit diesen Einstellungen bei ruhendem Desktop und Display auf niedrigster Stufe um die 14 W.
Folgende Dinge sparen noch mehr Energie:
1. SATA ALPM aktivieren (ca. 0,5 W):
echo min_power > /sys/class/scsi_host/host0/link_power_management_policy echo min_power > /sys/class/scsi_host/host1/link_power_management_policy echo min_power > /sys/class/scsi_host/host2/link_power_management_policy echo min_power > /sys/class/scsi_host/host3/link_power_management_policy
5. bluetooth abschalten (1 W): setzt die Variablen HCID_ENABLE,SDPD_ENABLE und RFCOMM_ENABLE in der /etc/conf.d/bluetooth auf false und macht ein /etc/init.d/bluetooth stop. Zusätzlich das bluetooth Modul entfernen, wie es powertop empfiehlt bringt nicht viel. Wenn ihr bluetooth mal braucht, sollte ihr es über /etc/init.d/bluetooth start starten oder die Variablen auf true setzen und ein Suspend oder Neustart machen.
Wenn ihr das alles richtig eingestellt habt, kommt man auf unter 13 W, was zu einer Laufzeit von 4,5 h führt.
[Bearbeiten] Kleinigkeiten
[Bearbeiten] Touchpad
Das Touchpad funktioniert standardmäßig ohne Probleme, jedoch der Scrollbereich läßt sich nicht nutzen. Mit dem Gentoo Touchpad Wiki kann man auch diesen einrichten und nutzen.
Im Gund ist der Ablauf der folgende:
- (synaptics in /etc/make.conf bei INPUT_DEVICES hinzufügen) <--wahrschenlich nicht mehr nötig
- emerge synaptics
- in der /etc/X11/xorg.conf unter Sektion ServerLayout folgendes hinzufügen: InputDevice "TouchPad" "CorePointer"
- X neu starten
[Bearbeiten] Adobe Flash Player
Unter 64 bit Browsern kann man kein Flash Player betreiben, weil Adobe unfähig ist die Quellen unter 64 bit zu kompilieren und auszuliefern. Das Gentoo Flash Wiki bietet aber eine Lösung an. Hier die Kurzfassung:
emerge netscape-flash nspluginwrapper -v -a -i
Jetzt sollte euer firefox flash beherrschen. Unter KDE müßt ihr wahrscheinlich bei konqueror noch das plugin über die Einstellungen auswählen.
[Bearbeiten] BIOS Update
Ist die BIOS Version F.07 installiert, gibt es keinen Grund eine neuere Version einzuspielen.
Wer trotz dieser Warnung eine neue Version einspielen will, kann diese Anleitung verwenden:
- auf der Seite von HP unter Support nach 6715b suchen und auf Download von Treibern gehen
- das "ROMPaq für HP Notebook System-BIOS (68YTT) ? Bootfähiges FreeDOS-Medium" in der gewünschten Version herunterladen
- mit dem Porgramm cabextract emerge cabextractdie *.exe entpacken:cabextract sp<nummer>.exe
- in den entpacketen Daten gibt es ein Verzeichnis ISO welches eine Datei rom.iso enthält. Diese ISO-Image mit einem Brennprogramm (z.B. k3b, Menü Extras->ISO Image wenn ich mich nicht täusche) auf eine CD brennen.
- Rechner neu starten und im BIOS bei der Bootreihenfolge das CD Laufwerk an erste Stelle setzen und CD einlegen
- nach dem man das BIOS verlassen hat, sollte die CD mit dem ISO Image ein FreeDos starten, welches das BIOS installiert
Wer trotz der beiden Warnungen nach einem BIOS Update einen Rechner hat, der nicht mehr will, hat nur noch zwei Möglichkeiten:
- ihr wendet euch an HP, die euren Rechner abholen und reparieren werden. Innerhalb der Garantie kein Problem, außerhalb der Garantie könnt ihr euch genauso gut nach einem neuen Rechner umschauen - ist billiger
- ihr behebt das Problem selber, in dem ihr euch ein USB Floppy Laufwerk und eine 3,5" Diskette besorgt (für die jüngeren unter uns: so sieht eine Diskette aus)
Auf die Floppy Disk spielt ihr euch über einen Windows Rechner (ja, leider) das alte lauffähige BIOS (wahrs. F.07) auf. Dazu müßt ihr auf der HP Seite wieder so eine sp<nummer>.exe herunterladen.
Dann Diskette ins USB Floppy Laufwerk, dieses an USB Port eures Rechners anschließen, Windows Taste (für Hardcore Unixer) + b drücken und gedrückt halten, Laptop anschalten. Wenn nach kurzer Zeit das Laufwerk anfängt zu arbeiten, dann Win+B loslassen und beten. Jetzt den Rechner so lange nicht mehr anrühren, bis er sich selber runterfährt. Danach Laufwerk vom Rechner trennen. Jetzt sollte der Rechner wieder laufen.