IBM Lenovo Thinkpad R60

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Spezifikationen: IBM/Lenovo ThinkPad R60 UL1HRGE

Modell UL1HRGE 2.6.21-gentoo -
2.6.22-gentoo-r8
2.6.24-gentoo
CPU Intel Centrino Core 2 Duo: 2x T5600 1.83 GHz unterstützt unterstützt
Intel VT unterstützt unterstützt
Chipsatz Intel Corporation Mobile 945GM/PM/GMS/940GML and 945GT Express unterstützt unterstützt
RAM 2048 MB PC2-5300 DDR2 SDRAM FSB: 667MHz unterstützt unterstützt
CPU Intel Centrino Core 2 Duo: 2x T5600 1.83 GHz unterstützt unterstützt
Batterie und ACPI 6 Zellen Lithium-Ion Akku unterstützt unterstützt
HDD 120GB Serial-ATA unterstützt unterstützt
Display 15 Zoll SXGA+ TFT 1400x1050 unterstützt unterstützt
Grafikchip ATI Radeon Mobility X1400 / 128MB GDDR RAM / PCI Express Treiber verfügbar Treiber verfügbar
Netzwerk LAN Broadcom NetXtreme BCM5751M Gigabit Ethernet PCI Express unterstützt unterstützt
Netzwerk WLAN Intel Corporation PRO/Wireless 3945ABG Treiber verfügbar unterstützt
Bluetooth Broadcom BCM2045B unterstützt unterstützt
Firewire Texas Instruments Unknown device unterstützt unterstützt
zusätzliche Schnittstellen 1x PCI und 1x PCI Express unterstützt / PCIe nicht getestet unterstützt / PCIe nicht getestet
DVD+/-RW DVD Recordable 24x EIDE (/dev/cdrom) unterstützt unterstützt
Audio Intel High Definition Audio unterstützt unterstützt
ThinkVantage IBM Active Protection System unterstützt unbekannt
Thinklight unterstützt unterstützt
Sondertasten Konfiguration nötig Konfiguration nötig

[Bearbeiten] Allgemein

Dieser Beitrag sollte auch für das IBM/LENOVO ThinkPad R60 Modell UL1DXGE anwendbar sein, das sich unter anderem nur durch eine kleinere Festplatte und weniger RAM unterscheidet.
Auf andere Modelle sollten Teile wie HDAPS, WLAN, Sound analog verwendbar sein.

Anmerkung: Wenn nicht anderweitig gekennzeichnet bezieht sich diese Anleitung auf eine 32Bit Basis.

Mit dem oben erwähnten Prozessor ist auch eine 64Bit Installation möglich.

[Bearbeiten] Vor der Installation

Da bei den ThinkPads keine Recovery CDs mitgeliefert werden, sollte man diese erstellen bevor man Gentoo installiert. Inwiefern die Recovery Partition nach dem Partitionieren noch nutzbar ist kann ich nichts sagen. Ich beziehe mich hier auf eine Linux-Only Installation.
Wenn man die Recovery Partition nicht verändert, kann man im Bootloader einen Eintrag für diese erstellen die genauso aussieht wie für eine normale WindowsXP Partition. Rescue & Recovery kann man so ganz normal starten.

[Bearbeiten] Installation

Die Installation kann gemäß dem Gentoo Linux x86 Handbuch und der Minimal CD x86 2008.0 durchgeführt werden. Für eine 64bit Installation benötigt man die amd64 LiveCD und das Gentoo Linux amd64 Handbuch. Auf die Besonderheiten für das ThinkPad wird dann in den folgenden Abschnitten eingegangen.

Anmerkung: Da es eine Serial-ATA Festplatte ist wird sie über das Gerät /dev/sda angesprochen.

Der Serial-ATA Controller, die Netzwerk-Interface für Kabel und Framebuffer funktionieren einwandfrei mit der Minimal LiveCD. Die CFLAGS der Datei /etc/make.conf sollten für 32 bit so gesetzt sein:

Datei: /etc/make.conf
CHOST="i686-pc-linux-gnu"
CFLAGS="-march=prescott -O2 -pipe -fomit-frame-pointer"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"

und für 64 bit:

Datei: /etc/make.conf
CHOST="x86_64-pc-linux-gnu"
CFLAGS="-march=nocona -O2 -pipe"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"

Das ist alles auch im Gentoo Wiki Safe-CFlags nachzulesen.

[Bearbeiten] Kernel Konfiguration

Der in dieser Anleitung verwendete Kernel ist der 2.6.21-gentoo aus den gentoo-sources-2.6.21 kompiliert.

Anmerkung: (für Bearbeiter) wenn möglich neue Kernelkonfiguration einfügen
Linux Kernel Configuration: IBM Lenovo Thinkpad R60 (2.6.21-gentoo)
Processor type and features -->
   [*] Symmetric multi-processing support 
      Subarchitecture Type (PC-compatible)  --->
      Processor family (Core 2/newer Xeon)  --->
      (2) Maximum number of CPUs (2-255)
      [ ] SMT (Hyperthreading) scheduler support
      [*] Multi-core scheduler support
# Normale ACPI Einstellungen + natürlich die Thinkpad Extras
Power management options (ACPI, APM) --->
   ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) Support --->
      ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) Support --->
         <*>   IBM ThinkPad Laptop Extras
   # CPU Frquenzskalierung (damit man beim Akkubetireb Energie sparen kann)
   CPU Frequency scaling  --->
       [*] CPU Frequency scaling 
       <*>   CPU frequency translation statistics 
             Default CPUFreq governor (userspace)  --->     
       <*>   'performance' governor  
       <*>   'powersave' governor 
       <*>   'ondemand' cpufreq policy governor 
       <*>   'conservative' cpufreq governor
# Unterstützung für PCI Express, wird u.a. für die Grafik Karte benötigt 
Bus options (PCI, PCMCIA, EISA, MCA, ISA) --->
   [*] PCI support  
   [*]   PCI Express support
# Da eine SATA Festplatte verbaut ist braucht man natürlich auch SATA Treiber
Device Drivers -->
   Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers --->
      <*> ATA device support        
      <*>   AHCI SATA support            
      <*>   Intel ESB, ICH, PIIX3, PIIX4 PATA/SATA support
Anmerkung: Weitere Kernel-Konfigurationen zu Geräten in den entsprechenden Sektionen, am Besten jetzt schon mal etwas weiter unten u.a. in der Sektion für die WLAN-Karte und HDAPS (hierfür muss der Kernel gepatcht werden!) schauen.

[Bearbeiten] Netzwerk

[Bearbeiten] Kabelgebundenes LAN

Für das kabelgebundene Netzwerkinterface von Broadcom gibt es einen im Kernel implementierten Treiber:

Linux Kernel Configuration: LAN
Device Drivers -->
   Network device support  --->
      [*] Network device support
      Ethernet (1000 Mbit)  --->
         <*> Broadcom Tigon3 support

[Bearbeiten] Wireless LAN - IPW3945

siehe IPW3945

[Bearbeiten] Bluetooth

Zuerst muß der Kernel konfiguriert werden:

Linux Kernel Configuration: Linux Kernel 2.6.21-gentoo
Networking -->
   <*>  Bluetooth subsystem support  --->
      <*> HCI USB driver

Dann benötigt man für die entsprechenden Funktionen halt noch die Module. Steuern lässt sich das Bluetooth-Interface folgendermaßen:

[Bearbeiten] Aktivieren

echo enable > /proc/acpi/ibm/bluetooth

[Bearbeiten] Deaktivieren

echo disable > /proc/acpi/ibm/bluetooth

Weiterführende Informationen:

[Bearbeiten] Grafik

[Bearbeiten] Framebuffer

[Bearbeiten] vesafb

Für den vesafb müssen folgende Kernel-Einstellungen gemacht werden:

Linux Kernel Configuration: Framebuffer
Device Drivers -->
   Graphics support --->
      <*> Support for frame buffer devices 
      <*>   VESA VGA graphics support 
              VESA driver type (vesafb)  ---> 
          Console display driver support  --->
             <*> Framebuffer Console support

Der Kernel Parameter für 1400x1050 mit 16Bit Farbtiefe vga=837. Für Weiteres und Genaueres im Handbuch nachschlagen: Gentoo Handbuch, 1. Teil, 10. Kapitel

[Bearbeiten] vesafb-tng

bis jetzt noch nicht zum laufen gebracht mit 1400x1050

[Bearbeiten] radeonfb

noch nicht getestet

[Bearbeiten] Xorg-X11 (vesa)

Die folgenden Schritte sind jeweils die Basis für die anderen Treiber in den Unterpunkten.
Zuerst einfach mit

xorgconfig

eine xorg.conf erstellen.
Bei der Keyboard Variant "nodeadkeys" angeben, angeben, damit alle Zeichen und Tastenkombinationen funktionieren.
Bei der Frequenz und Synchronisation des TFT funtioniert

10  31.5 - 82.0; Monitor that can do 1280x1024 @ 76 Hz

und

4  40-150

Abschließend den Treiber auf vesa setzen:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "Device"
   Identifier  "My Video Card"
   Driver      "vesa"
   VideoRam    131072
EndSection

und die Auflösung heraufsetzen:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "Screen"
   Identifier  "Screen 1"
   Device      "My Video Card"
   Monitor     "My Monitor"
   DefaultDepth 16 # 24Bit noch nicht getestet
   Subsection "Display"
       Depth       16
       Modes        "1400x1050"  "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
       ViewPort    0 0
   EndSubsection
EndSection

[Bearbeiten] ATI-Treiber (proprietär)

Die propritären ATI-Treiber sind immer dann zu empfehlen, wenn man entweder maximale Leistung oder minimalen Stromverbrauch erzielen möchte. Beides können sie besser als die freien Xorg Radeon Treiber (diese sind jedoch stabiler).
Wenn die Kernelversion wechselt, muß meistens auch ein neuer ATI-Treiber installiert werden. Fehleranfällig sind neue Versionen meistens bei Hibernate und 3D. Falls also ein neuer ATI-Treiber fällig ist, dann immer prüfen, ob nach alles funktioniert.
Meistens muß man eine Version aus dem unstable tree installieren:

echo "x11-drivers/ati-drivers ~x86" >> /etc/portage/package.keywords

Den Treiber nun emergen:

emerge -av x11-drivers/ati-drivers

als nächstes wird mit

aticonfig --initial --input=/etc/X11/xorg.conf

eine initiale xorg.conf angelegt.
Nun auf das ATI OpenGL Subsystem wechseln:

eselect opengl set ati

Damit direct rendering funktioniert muss noch folgende Sektion hinzugefügt werden:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "dri"
       Mode 0666
EndSection

Folgende optionale Einstellungen sind auch noch recht sinnvoll:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "Device"
       Identifier  "aticonfig-Device[0]"
       Driver      "fglrx"
       Option      "VideoOverlay" "on"
       Option      "UseFastTLS" "2"
       Option      "EnablePrivateBackZ" "on"
EndSection

Ab der ATI-Treiber Version 8.26 gibt es den atieventsd. Dieser Daemon sorgt dafür, dass die Grafikkarte bei Batteriebetrieb und zu hoher Hitze runtertaktet. Was im Batteriemodus wieder Strom spart.

/etc/init.d/atieventsd start rc-update add atieventsd default


Weitere Informationen:

[Bearbeiten] radeon (Open Source)

Es gibt zwei radeon Open Source Treiber, zum einen der radeon und zum anderen der radeonhd Treiber. Der radeonhd Treiber wurde von Novell und AMD ins Leben gerufen, weil die Entwicklung des radeon Treibers für neuere Grafikkarten zu langsam verlief.
Derzeit unterstützt der radeon Treiber auch eine Reihe neuerer Karten unter anderem auch die X1400.
Dieser Treiber ist dem radeonhd Treiber auf jeden Fall vorzuziehen. Es wird in diesem Wiki nur die Einrichtung des radeon Treibers erklärt.
Als erstes das Paket x11-drivers/xf86-video-ati in der Verion 6.8.0 oder höher installieren. Dazu muß es derzeit noch demaskiert werden:

echo x11-drivers/xf86-video-ati ~x86 > /etc/portage/package.keywords

und jetzt emergen:

emerge xf86-video-ati

Als nächstes muß noch die xorg.conf angelegt werden. Das geschieht mittels

xorgconfig

Für weiter Informationen kann man die X.org Seite konsultieren oder bei den Kollegen von Ubuntu nachschauen.

[Bearbeiten] Sound

Um den Sound einzurichten gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Benutzung der Kernel-Treiber
  2. Benutzung der externen ALSA Module

Punkt 1 ist vorzuziehen. Punkt 2 macht nur Sinn, wenn man einen Sound Chip hat, der von den Kernel internen Treibern noch nicht unterstützt wird.

[Bearbeiten] Benutzung der Kernel-Treiber

Für den Intel 82801G High Definition Audio Chip wird das Alsa-Modul hda-intel benötigt.

Linux Kernel Configuration: Sound
Device Drivers -->
   Sound  --->
      <*> Sound card support 
          Advanced Linux Sound Architecture  --->
          <*> Advanced Linux Sound Architecture
                PCI devices  --->
                <*> Intel HD Audio 
           # Das Open Sound System kann man abwählen, ALSA übernimmt es für alte Programme mit
          Open Sound System  --->
          < > Open Sound System (DEPRECATED)

Weiter geht es mit der Installationen der alsa-utils:

emerge alsa-utils

In diesem Packet ist das Programm

alsamixer

mit dem man die Kanäle unmuted und die Lautstärke regelt. Als letzten Schritt starten wir den alsasound Daemon

/etc/init.d/alsasound start

und sorgen für automatisches starten

rc-update add alsasound default

Fertig!

[Bearbeiten] Benutzung der externen ALSA Module

In der make.conf fügt man folgende Zeile noch hinzu:

Datei: /etc/make.conf
ALSA_CARDS="hda-intel"

Dann installiert man die ALSA-Treiber

emerge alsa-driver

abschließend noch konfigurieren

alsaconf

Jetzt noch mit

alsamixer

die Kanäle unmuten. Sollte dannach kein Sound funktionieren könnte folgendes Workaround helfen:

echo 'options snd-hda-intel model=uniwill-m31' >> /etc/modprobe.d/alsa

update-modules /etc/init.d/alsasound restart

[Bearbeiten] Fehler- und Problembehebung

Sollten Fehlermeldungen wie

device: default can't be opened for playback (Invalid argument)

The sound server will continue, using the null output device.

oder

[AO OSS] Can't set audio device /dev/dsp to s16le output, trying s16le...

auftreten, dann ist das interne Modem im BIOS wahrscheinlich deaktiviert. Dadurch kann die Soundkarte unter Umständen nicht richtig funktionieren, obwohl alle Soundmodule korrekt geladen wurden.
Dieser Fehler macht sich auch generell dadurch bemerkbar das man in alsamixer alles einstellen kann, aber trotzdem kein Sound geht.

[Bearbeiten] Power Management

Die ACPI-Unterstüzung ist dank im Kernel implementierter IBM-ACPI (siehe: Kernel Konfiguration) Module kein Problem.
Zusätzlich benötigt man noch den ACPI-Daemon acpid

emerge -av acpid

/etc/init.d/acpid start rc-update add acpid default

Sinnvoll sind auch noch das Packet acpi mit dem man Informationen, wie beispielsweise Temperatur und Batteriestatus, abfragen kann.

emerge -av acpi

Beispiel:

acpi -t

Weiterführende Informationen:

[Bearbeiten] CPU Frequenzskalierung

Im Abschnitt Kernel Konfiguration haben wir den Default CPUFreq governor auf userspace gestellt, also müssen wir jetzt auch dafür sorgen das ein userspace-Programm die Regelung der CPU Frequenz übernimmt. Weiterführende Informationen:

[Bearbeiten] CPUFreqd

Das Tool CPUFreqd lässt sich einfach und problemlos installieren und betreiben:

emerge -av cpufreqd

/etc/init.d/cpufreqd start rc-update add cpufreqd default

In der Datei /etc/cpufreqd.conf können sämtliche Einstellungen vorgenommen werden.
Weiterführende Informationen:

[Bearbeiten] Eingabegeräte

Grundsätzlich funktionieren Touchpad und Trackpoint auch ohne weitere Konfiguration. Nur für Extrafunktionen und bei Problemen können folgende Konfigurationen verwendet werden:

[Bearbeiten] Touchpad

Um das Touchpad einzubinden, diesen Konfigurationsblock in die /etc/X11/xorg.conf einfügen:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "InputDevice"
  Identifier "Touchpad"
  Driver     "synaptics"
  Option     "Protocol" "IMPS/2"
  Option     "Device" "/dev/input/mouse0"
  Option     "SHMConfig" "on"
EndSection

Zusätzlich gibt es jeweils für Gnome und KDE noch eine GUI zum komfortablen Konfigurieren des Touchpads. Für KDE:

emerge -av ksynaptics

Für Gnome:

emerge -av gsynaptics

[Bearbeiten] Trackpoint

Um den Trackpoint einzubinden, diesen Konfigurationsblock in die /etc/X11/xorg.conf einfügen:

Datei: /etc/X11/xorg.conf
Section "InputDevice"
  Identifier "Trackpoint"
  Driver     "mouse"
  Option     "Protocol" "IMPS/2"
  Option     "Device" "/dev/input/mouse1"
EndSection

[Bearbeiten] Sondertasten

Die Tasten für Display-Helligkeit und die Tastaturbeleuchtung funktionieren ohne weitere Konfiguration.

[Bearbeiten] Tasten mit Xmodmap

Einige spezielle Tasten lassen sich mit Xmodmap konfigurieren. Dazu erstellt man in seinem Home-Verzeichnis ~/.Xmodmap, desweiteren benötigt man das Programm xmodmap, wenn man es noch nicht installiert hat kann man dies mit folgendem Befehl nachholen:

emerge -av xmodmap

Und hier eine mögliche ~/.Xmodmap für die Tasten die über FN und die Pfeiltasten erreichbar sind, für die Steuerung von Audio-, Videoplayer und ähnliche:

Datei: ~/.Xmodmap
keycode 153 = XF86AudioNext
keycode 144 = XF86AudioPrev
keycode 162 = XF86AudioPlay
keycode 164 = XF86AudioStop

Für die Vorwärts- und Rückwärtstasten bei den Pfeiltasten sind folgende Einträge nötig:

Datei: ~/.Xmodmap
keycode 233 = XF86Forward
keycode 234 = XF86Back

Diese Tasten kann man beispielweise dazu verwenden um durch die virtuellen Desktops zu wechseln. Aktivieren kann man die neuen Einstellungen mit folgendem Befehl:

xmodmap ~/.Xmodmap

Später braucht man diesen Befehl nicht mehr auszuführen, das die ~/.Xmodmap automatisch beim Starten des X-Servers geladen wird. Verwenden mehrere Benutzer den Laptop, muss man darauf achten in deren Home-Verzeichnissen ebenfalls die ~/.Xmodmap zu kopieren und die Rechte zu setzen, damit die Tasten verfügbar sind.

Weitere Informationen:

[Bearbeiten] Lautstärkeregelung

Damit man die Sondertasten für die Lautstärkeregelung benutzen kann benötigt man tpb und das Plugin kmilo. Für das On-Screen-Display muss man für tpb das USE Flag +xosd setzen.

emerge -av tpb

emerge -av kmilo

Nach der Installation müssen noch die Rechte für /dev/nvram gesetzt werden, damit jeder normale User darauf zugreifen kann.

chmod 664 /dev/nvram

Sollte /dev/nvram nicht existieren muss zuerst das Modul nvram mit

modprobe nvram

geladen werden. Es kann sein, dass dann noch das dazugehörige Block-Device mit

mknod /dev/nvram c 10 144

erzeugt werden und anschliessend die Rechte, wie oben schon beschrieben, gesetzt werden müssen.
Nachdem nun alles installiert ist, findet man im KDE Kontrollzentrum unter Systemadministration den Menüpunkt IBM Thinkpad Laptop. Dort lassen sich alle Ereignisse mit einem frei wählbaren Programm verknüpfen.

[Bearbeiten] ThinkVantage

[Bearbeiten] HDAPS - IBM Active Protection System

Das R60 hat wie viele andere ThinkPAds auch Sensoren, die die Neigung des Gerätes feststellen können. Mit Hilfe dieser Sensoren und einem entsprechendem Programm kann man dafür sorgen, dass der Lese- und Schreibkopf der Festplatte bei Erschütterung oder Bewegung "geparkt" wird um einen eventuellen Headcrash zu vermeiden.
Für HDAPS braucht man entweder das interne Kernel-Modul:

Linux Kernel Configuration: HDAPS
Device Drivers -->
   Hardware Monitoring support  --->
      <*> Hardware Monitoring support
      <*> IBM Hard Drive Active Protection System (hdaps)

oder das HDAPS Modul aus dem Packet tp_smapi.
Das interne Kernel-Modul hab ich nicht getestet.
Entscheidet man sich für tp_smapi mit hdaps-Unterstützung, muss das maskierte Packet [thttp://packages.gentoo.org/?tp_smapi-0.31 p_smapi 0.31] mit dem USE Flag +hdaps emerged werden:

Datei: /etc/make.conf
USE="hdaps ..."
emerge -av tp_smapi

Die zwei neuen Module in modules.autoload.d schreiben, damit sie beim booten automatisch geladen werden

Datei: /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6
tp_smapi
hdaps

und dann laden

modprobe tp_smapi

modprobe hdaps

Für das eigentliche Parken des Kopfes ist ein Userspace-Daemon verantwortlich. Für diesen muss man allerdings den Kernel patchen, wenn man einen Kernel mit der Version 2.6.20* oder den hier verwendeten 2.6.21-Kernel verwendet. Den Patch kann man hier herunterladen.
Die Datei kopiert man ins Kernel-Source-Verzeichnis, normalerweise ist das /usr/src/linux. Dann patcht man den Kernel mit

patch -p1 -l < 993-001.bin # Bei anderen Kernel-Versionen den Namen des Patches entsprechend anpassen

Nun noch Kernel neu bauen und rebooten. Patches für andere Kernel-Versionen findet man auf ThinkWiki.org - HDAPS9. Als letztes emergt man das keyword-maskierte Programm hdapsd. Bevor man jedoch emerge startet, muss man die am Beginn dieses Abshcnitts gezeigte Kernel-Konfiguration setzen, aber ohne den Kernel zu kompilern und zu booten, da wir ja hier das Modul von tp_smapi verwenden wollen. Beim emergen fragt hdapsd nämlich diese Kernel-Konfiguration ab.

echo "=app-laptop/hdapsd-20060409-r1 ~x86" >> /etc/portage/package.keywords

emerge -av hdapsd

Nach dem Installieren deaktiviert man hdaps wieder in der Kernel-Konfiguration

Linux Kernel Configuration: HDAPS
Device Drivers -->
   Hardware Monitoring support  --->
      <*> Hardware Monitoring support
      < > IBM Hard Drive Active Protection System (hdaps)

Daemon starten

/etc/init.d/hdapsd start

und Autostart aktivieren

rc-update add hdapsd default

Wer gerne in der X-Umgebung den Status von HDAPS wissen möchte kann beispielsweise auf khdapsmonitor zurückgreifen.

Weitere Informationen:

[Bearbeiten] ThinkLight

Das ThinkLight lässt sich mit der FN+BildAuf Taste regulär ein- und ausschalten oder über das Kernel-Modul ibm_apci softwaretechnisch steuern. Mit

echo on > /proc/acpi/ibm/light

schaltet sich das Licht ein und folglich mit

echo off > /proc/acpi/ibm/light

wieder aus.

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Gerätetabelle

Gerät Beschreibung
/dev/hda DVD-R/W Laufwerk (Symlinks: /dev/cdrom, /dev/cdr, /dev/dvd, /dev/dvdr)
/dev/kvm Kernel Virtual Machine
/dev/sda Eingebaute Serial ATA Festplatte. Partitionen sind mit Nummern angegeben. (Bsp.: /dev/sda3 = 3. Partition auf der 1. Festplatte)
/dev/ub[a-z] USB Massenspeichergeräte. Partitionen sind mit Nummern angegeben. (Bsp.: /dev/uba2 = 2. Partirion auf dem 1. USB-Gerät)
/dev/sd[b-z] USB Massenspeichergeräte. Partitionen sind mit Nummern angegeben. (Kernel 2.6.22)

[Bearbeiten] Intel Virtualization Technology

Die Intel VT ist beim ThinkPad R60 normalerweise abgeschaltet. Will man sie nutzen muss man sie vorher im BIOS unter Config->CPU einschalten.
Überprüfen ob die Intel VT eingeschaltet, ohne ins BIOS zu gehen, ist kann man indem man schaut ob /dev/kvm exestiert.

Weitere Informationen:

[Bearbeiten] Links

  • http://www.thinkwiki.org - ThinkWiki sollte man sich merken wenn man Linux auf ein Thinkpad installieren will (englisch)
  • http://tuxmobil.org - Liste mit Anleitungen für diverse Distributionen auf Notebooks (englisch)
Persönliche Werkzeuge