kexec

Aus Gentoo Linux Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia.png
Wikipedia hat einen Artikel über:
Kexec (englisch)

kexec ermöglicht es, in einem laufenden System einen neuen Kernel zu laden, ohne den normalen Bootvorgang (BIOS und Bootloader) nochmal durchlaufen zu müssen. Damit kann man einen neuen Kernel schnell laden, was für hochverfügbare Server wichtig ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Installation

[Bearbeiten] Kernel

Linux Kernel Konfiguration:
Processor type and features --->
    [*] kexec system call

[Bearbeiten] Software

Es muss sys-apps/kexec-tools  installiert werden. Vor der Installation sollten die aktiven USE Flags geprüft werden. Die USE Flags von sys-apps/kexec-tools  sind:

  • lzma - Aktiviert Unterstützung für LZMA komprimierte Kerneldateien.
  • xen - Aktiviert Xen Unterstützung.
  • zlib - Aktiviert Unterstützung für zlib komprimierte Kerneldateien.

Nun installiert man kexec-tools:

# emerge kexec-tools

[Bearbeiten] Konfiguration

kexec wird mit der /etc/conf.d/kexec-Datei konfiguriert. Die Variablen dort haben die folgende Bedeutung:

  • BOOTPART - Pfad zum /boot Ordner. Muss üblicherweise nicht gesetzt werden.
  • KNAME - Name der Kerneldatei im /boot Ordner.
  • ROOTPART - Gerätedatei der /-Partition. Wird normalerweise automatisch ermittelt.
  • KPARAM - Kernelparameter, mit denen der neue Kernel gebootet werden soll. Muss nicht gesetzt werden, dann werden die bisherigen Parameter übernommen.
  • INITRD - Name der Initrd-Datei (falls man eine verwendet).
  • LOAD_DURING_SHUTDOWN - Lädt den neuen Kernel schon beim Herunterfahren in den Arbeitsspeicher (Standard: yes).


Damit kexec genutzt werden kann, muss der Hintergrunddienst gestartet werden. Auch kann man ihn automatisch beim Booten starten lassen:

# /etc/init.d/kexec start
# rc-update add kexec boot

Nach einem Kernel Update muss kexec neu gestartet werden, es wird sonst bei einem Reboot mit dem alten Kernel gebootet:

# /etc/init.d/kexec restart

[Bearbeiten] Bedienung

Der Rechner kann ganz normal neu gestartet werden. Anstatt eines kompletten Neustarts wird nun allerdings das BIOS und der Bootloader ausgelassen.

In anderen Sprachen